Hrubesch-Abschied - DFB-Frauen spielen remis gegen Spanien

Frauen-Nationaltrainer Horst Hrubesch gibt Anweisungen

Frauen-Nationalmannschaft

Hrubesch-Abschied - DFB-Frauen spielen remis gegen Spanien

Die Siegesserie der deutschen Fußball-Frauen ist ausgerechnet im letzten Spiel unter Bundestrainer Horst Hrubesch gerissen.

Nach dem Startrekord mit sieben Erfolgen in sieben Spielen mussten sich Hrubesch und die Frauen-Nationalmannschaft am Dienstag (13.11.2018) gegen Spanien mit einem 0:0 begnügen. Vor 3.169 Zuschauern in Erfurt stoppte der spielstärkste Gegner der Ära Hrubesch den Höhenflug der vergangenen acht Monate. Nun übernimmt Martina Voss-Tecklenburg die Auswahl. Ihr Ziel: die Olympiasiegerinnen bis zur WM im Sommer in Titelform bringen.

"Es ist unheimlich schnell zusammengewachsen. Das macht einfach Spaß. Ich hoffe, dass die Mädels den Weg weitergehen", sagte Hrubesch, der schon angekündigt hat, das Team bei der WM in Frankreich im nächsten Sommer vor Ort zu unterstützen, im ZDF: "Ich werde mit Freude verfolgen, was da jetzt rauskommt." Kapitänin Alexandra Popp ergänzte: "Wir haben ihm viel zu verdanken. Dass er uns wieder in die Spur gebracht hat."

Hrubesch: "Ein besseres Abschiedsgeschenk gibt es nicht"

Sportschau | 13.11.2018 | 03:45 Min.

Frohms pariert zweimal

Hrubeschs Matchplan - die Spanierinnen mit schnellem, direktem Spiel und großem läuferischen Aufwand vor Probleme stellen - ging aber lange nicht auf. Stattdessen drückten die Südeuropäerinnen, Zwölfte der Weltrangliste, dem Spiel eine halbe Stunde lang ihren Stempel auf. Ballsicher und technisch hervorragend ausgebildet, schnürten sie die DFB-Elf in deren Hälfte ein. Die Regisseurinnen Sara Däbritz und Lina Magull bekamen keinen Zugriff auf das Spiel.

Sara Däbritz im Dribbling gegen zwei Spanierinnen

Sara Däbritz im Dribbling gegen zwei Spanierinnen

Einzig Torfrau Merle Frohms war es zu verdanken, dass die Null stand. Gegen Amanda Bustos reagierte sie in der 11. und 19. Minute großartig und verhinderte einen Rückstand. Denn vom Tempo-Fußball Marke Hrubesch war nichts zu sehen, die erste klare Chance bot sich dem zweimaligen Weltmeister nach einer Ecke - doch Petermann brachte den Ball aus kürzester Distanz nicht aufs Tor (30. Minute). Kurz vor der Pause hatte Hrubesch erneut Grund zum Granteln: Schiedsrichterin Tess Olofsson verwehrte nach klarem Foulspiel von Spaniens Torfrau Dolores Gallardo an Johanna Elsig im Strafraum den fälligen Elfmeter (39.).

Simon trifft Aluminium

In seiner letzten Pausenansprache schien Hrubesch die richtigen Worte gefunden zu haben. Seine Spielerinnen verschärften bei strömendem Regen das Tempo und rissen Lücken in die spanische Abwehr. Über die Hacke von Alexandra Popp und nach Weiterleitung von Leonie Maier landete der Ball bei Magull, doch deren Schuss wurde geblockt (54.). Auch Popp (77.) verzog aus aussichtsreicher Position. Und weil in der Schlussminute Carolin Simon nur die Latte traf, endete das letzte Spiel in der langen Trainerkarriere von Horst Hrubesch unentschieden.

tbe/sid/dpa | Stand: 13.11.2018, 17:50

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