Frauen-Bundesliga: Spieltag gemeistert, Beigeschmack bleibt

Bayern schlägt Hoffenheim im Topspiel der Frauenbundesliga Sportschau 30.05.2020 02:59 Min. Verfügbar bis 30.05.2021 Das Erste

Spielbetrieb der Frauenfußball-Bundesliga nach der Corona-Pause

Frauen-Bundesliga: Spieltag gemeistert, Beigeschmack bleibt

Die Frauen Bundesliga hat ihren ersten Spieltag nach der Corona-Pause gemeistert. Die Top-Teams dominierten - und die Diskussionen über eine Wettbewerbsverzerrung bleiben.

Die Bundesliga ist die erste große Frauenfußball-Liga in Europa, die ihren Spielbetrieb wieder aufgenommen hat - unter den gleichen Corona-Hygienevorgaben und mit der gleichen Dominanz des Titelverteidigers wie bei den Männern. Mit 4:0 fertigte der VfL Wolfsburg - das Team um Nationalmannschaftskapitänin Alexandra Popp - am Freitag (29.05.2020) den 1. FC Köln ab. Verfolger FC Bayern München siegte im Spitzenspiel 3:0 gegen die drittplatzierte TSG Hoffenheim.

Anders als bei den Männern sind die Voraussetzungen bei den Frauen aber höchst unterschiedlich. Hoffenheim musste in München ohne ein paar Stammspielerinnen und ohne Trainer Jürgen Ehrmann antreten. Denn wegen schulischer Verpflichtungen - Hoffenheim hat einige Abiturientinnen, Ehrmann ist Lehrer - konnten nicht alle das zwingend vorgeschriebene Quarantäne-Trainingslager absolvieren.

Melanie Leupolz spricht Unterschiede an

Und so geht es mehreren Teams. Nationalspielerin Melanie Leupolz vom FC Bayern sprach deshalb im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF auch von Wettbewerbsverzerrung. "Da gibt es schon sportliche Unterschiede", sagte Leupolz. Wie Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg verwies sie aber darauf, dass alle Vereine dem Wiederbeginn zugestimmt haben.

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Sportschau 29.05.2020 02:35 Min. Verfügbar bis 29.05.2021 ARD Von Marc Eschweiler

Zuvor hatte auch die Kölner Spielerin Rachel Rinast im Sportschau-Interview von Wettbewerbsverzerrung gesprochen. "Wir sind jetzt acht Wochen gelaufen, andere Teams konnten schon gemeinsam auf dem Platz in Kleingruppen trainieren, was etwas ganz anderes ist", sagte Rinast vor dem Spiel ihres FC gegen Wolfsburg. "Und dann gibt es Teams wie Jena, die noch gar nicht auf dem Platz waren. Das ist super unfair."

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Passend dazu hatten Spielerinnen von Tabellenschlusslicht FF USV Jena immer wieder ihr Unverständnis über die Fortsetzung des Spielbetriebs erklärt. "Es war eine Entscheidung aller Vereine, und wir als DFB können nicht anders, als Unterstützung anzubieten und zu geben", sagte Voss-Tecklenburg.

DFB-Funktionär Dietrich mit positivem Fazit

Siegfried Dietrich, Vorsitzender des DFB-Ausschusses Frauen- Bundesligen, freute sich über den Start. "Während sich auch in den meisten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens die Vorgaben wieder lockern, war es auch für die Bundesliga-Frauen ausgesprochen wichtig, gemeinsam mit dem DFB erste Schritte in die Normalität zu gehen und damit wesentliche Voraussetzungen für ihre Existenz als Berufssportlerinnen zu sichern", sagte der Manager des 1. FFC Frankfurt.

Dietrich sprach den Spielerinnen und Vereinen seinen Respekt dafür aus, dass sie "im Rahmen ihrer jeweiligen Struktur rund um die intensiven sportlichen Vorbereitungsaktivitäten auch alle Mehrfachbelastungen in Sachen dualer Karriere mit Disziplin und großem Engagement gemeistert haben."

Frauen-Bundesliga: Wolfsburg schlägt Köln deutlich Sportschau 29.05.2020 01:49 Min. Verfügbar bis 29.05.2021 Das Erste

red/sid/dpa | Stand: 31.05.2020, 15:07

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