DFB-Frauen starten siegreich ins Länderspieljahr

DFB-Frauen: Svenja Huth jubelt über ihr frühes Tor.

2:0 gegen Belgien

DFB-Frauen starten siegreich ins Länderspieljahr

Erfolgreicher Start ins Länderspieljahr 2021 für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft: Zum Auftakt des Dreiländer-Turniers gab es einen Sieg gegen Belgien.

Eine blendend aufgelegte Svenja Huth hat die DFB-Frauen zum Sieg im ersten Länderspiel des neuen Jahres geführt. Beim 2:0 (1:0) über Belgien beim Mini-Wettbewerb "Three Nations. One Goal" markierte die Wolfsburgerin am Sonntagabend (21.02.2021) in Aachen bereits nach zwei Minuten nach schöner Vorarbeit von Klara Bühl die Führung und war auch am zweiten Tor maßgeblich beteiligt. Huths Flanke verwertete Lea Schüller (55. Minute) per sehenswerter Direktabnahme.

Am Mittwoch (18.30 Uhr) trifft die DFB-Auswahl in Venlo auf Europameister Niederlande, der Belgien am vergangenen Donnerstag mit 6:1 viel deutlicher bezwungen hatte.

Offensive Ausrichtung

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg war mit Einsatz und Engagement ihrer Mannschaft zufrieden. Die Umsetzung in den kleinen Dingen gefiel ihr allerdings nicht. "Im Tennis würden man sagen: die 'unforced errors' waren zuviele", sagte die Bundestrainerin im ARD-Hörfunk-Interview.

Voss-Tecklenburg hatte ihrem Team eine sehr offensive Ausrichtung verordnet. Mit den Frankreich-Legionärinnen Dszenifer Maroszan und Sara Däbritz hatte sie die technisch besten deutschen Spielerinnen im Mittelfeld aufgestellt, dazu mit Huth, Bühl und Schüller drei schnelle Angreiferinnen aufs Feld geschickt.

Bundestrainerin Voss-Tecklenburg: "Sind immer noch zu ungeduldig"

Sportschau 21.02.2021 01:03 Min. Verfügbar bis 21.02.2022 ARD Von Marc Eschweiler


Das zahlte sich früh aus, schon der erste Angriff des Spiels führte zum 1:0. Danach hatte die DFB-Elf zwar die Partie im Griff, zwingende Tormöglichkeiten blieben aber selten.

Dem deutschen Spiel mangelte es besonders vor und im gegnerischen Strafraum an Präzision. Voss-Tecklenburg missfiel das. "Bleibt geduldig", forderte sie Mitte der ersten Hälfte lautstark von ihren Spielerinnen.

Von Belgien wenig zu sehen

Von Belgien war im Angriff wenig zu sehen, vielmehr verlegten sich die "Red Flames" auf das Verdichten der Räume. In der 25. Minute lag der Ball sogar im deutschen Tor. Nach einem Konter hatte Julie Biesmans Torhüterin Merle Frohms überwunden, doch mit Verspätung ging die Abseitsfahne nach oben - eine zweifelhafte Entscheidung.

DFB-Frauen:  Deutschlands Torschützin Lea Schüller (l) kommt vor Belgiens Jody Vangheluwe an den Ball

Deutschlands Torschützin Lea Schüller kommt vor Belgiens Jody Vangheluwe an den Ball.

Zur Halbzeit wechselte Voss-Tecklenburg, die keine Feldspielerin über zweimal 90 Minuten einsetzen will. Lena Oberdorf ersetzte Marina Hegering, Linda Dallmann kam für Sydney Lohmann. Damit kam etwas mehr Tempo ins deutsche Spiel, und folgerichtig fiel das zweite Tor. Huth flankte in die Mitte, wo Schüller gekonnt vollendete.

Danach erhöhte die DFB-Elf den Druck. Mit Nicole Anyomi feierte eine weitere Offensivspielerin ihr Länderspieldebüt, sie ersetzte Bühl nach einer Stunde und fügte sich mit schönen Flügelläufen und Pässen ein. Auch Sjoeke Nüsken kam zu ihrem ersten Einsatz im DFB-Trikot. Das Bemühen aller, die Überlegenheit auch in Toren auszudrücken, war sichtbar, die Durchschlagskraft aber fehlte.

Voss-Tecklenburg: "Froh, dass wir überhaupt spielen dürfen" Sportschau 09.02.2021 00:30 Min. Verfügbar bis 09.02.2022 Das Erste

dpa/sid/red | Stand: 21.02.2021, 20:08

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