DFB-Pokal - Wolfsburgerinnen verteidigen Titel

VfL Wolfsburg - Bayern Müchen 3:2 nach Elfmeterschießen

DFB-Pokal - Wolfsburgerinnen verteidigen Titel

Der VfL Wolfsburg ist zum vierten Mal in Folge DFB-Pokalsieger der Frauen. Die Wolfsburgerinnen gewannen gegen den FC Bayern allerdings erst nach Elfmeterschießen mit 3:2.

Jubel über den Titelgewinn bei Wolfsburgs Frauen

Jubel über den Titelgewinn bei Wolfsburgs Frauen

Damit haben sich die Dauersieger aus Niedersachsen auch das Double gesichert und zwar das dritte nach 2013 und 2017. Nach 120 Minuten hatte es zwischen den beiden derzeit besten deutschen Mannschaften 0:0 gestanden. Die Norwegerin Caroline Hansen sorgte dann in einer spannenden, aber keinesfalls hochklassigen Partie mit dem letzten Elfmeter für den fünften Cup-Sieg des VfL insgesamt. Auch Isabell Kerschowski und Pernille Harder verwandelten vom Punkt. Bei den Bayern trafen nur Simone Laudehr und Mandy Islacker.

"So eklig ist Fußball"

"Wir haben gut gespielt und stets auf das Tor der Wolfsburgerinnen gedrückt, hatten dann ein paar unglückliche Aktionen beim Elfmeterschießen. So eklig ist Fußball", sagte Bayern-Nationalspielerin Laudehr am ARD-Mikrophon. Ihre Teamkameradinnen Simone Behringer und Lucie Vonkova scheiterten an VfL-Keeperin Almuth Schult. Kristin Demann traf zudem nur die Latte. Bayern-Torfrau Manuela Zinsberger hielt die Elfmeter von Zsanett Jakabfi und Ella Masar McLeod. "Wir haben zwei mental starke Torhüterinnen gesehen", meinte ARD-Expertin Nia Künzer.

Goeßling - "Wenn Routine reinkommt, gewinnt man den Titel nicht mehr"

Sportschau | 19.05.2018 | 01:03 Min.

17.692 Zuschauer sahen bei der neunten Final-Auflage in Köln eine überwiegend ausgeglichene Partie. Beiden Teams war der große Respekt gegenüber dem jeweils mit Nationalspielerinnen nur so gespickten Gegner anzumerken. Zunächst hatte der Herausforderer aus München leichte Vorteile. So lenkte Almuth Schult einen satten Distanzschuss von Nicole Rolser in der 21. Minute mit den Fingerspitzen über die Latte. Ohne die am Oberschenkel verletzte Alexandra Popp bekamen die Wolfsburgerinnen in dieser Phase erstaunlich wenig Zugriff auf das Spiel.

Künzer: "Körperlich an die Grenzen gegangen"

Die Bayern erschwerten den VfL-Spielaufbau aber auch mit hoher Laufbereitschaft und gutem Zweikampfverhalten. "Die Bayern haben das gut gemacht. Alle Spielerinnen sind körperlich an ihre Grenzen gegangen. Wenn die Bayern in der regulären Spielzeit das Tor gemacht hätten, wäre das auch okay gewesen. So ist es immer ein bisschen bitter", sagte Nia Künzer.

Wolfsburg gegen Bayern

Verena Faißt (München) im Duell mit Ewa Pajor (Wolfsburg)

Kurz vor der Pause jedoch hatte die Polin Ewa Pajor (43.) nach einem Aussetzer von Münchens Kapitänin Melanie Behringer die große Chance zur Führung für den Meister. Doch mit einer weiteren starken Parade verhinderte Österreichs Nationaltorhüterin Zinsberger den Rückstand erneut.

Tormöglichkeiten später Mangelware

Nach dem Seitenwechsel kamen beide Teams in unveränderter Formation aus der Kabine. Vor den Augen von Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch und der zukünftigen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg blieben zwingende Torchancen im zweiten Durchgang allerdings Mangelware. Auch in der Verlängerung waren Tormöglichkeiten nur selten, immer wieder mussten die von Krämpfen geplagten Spielerinnen behandelt werden. Die Entscheidung fiel also im ersten Elfmeterschießen in einem Frauen-Endspiel seit 2007.

Am kommenden Donnerstag (24.05.2018) hat der VfL im Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon in Kiew die Chance auf das zweite Triple nach 2013.

red/sid/dpa | Stand: 19.05.2018, 17:46

Darstellung: