Auslosung für WM 2019 - Lösbare Gruppe für DFB-Frauen

Frauen-Fußball

Auslosung für WM 2019 - Lösbare Gruppe für DFB-Frauen

Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen trifft bei der WM-Endrunde 2019 in Frankreich in der Vorrunde in der Gruppe B auf Spanien, China und Südafrika. Das ergab die Auslosung am Samstag (08.12.2018) in Paris.

"Es ist eine machbare Gruppe, auf jeden Fall", sagte die neue Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg nach der Auslosung. Schon vor der Reise nach Paris hatte sie sich zu den Zielen bei der Endrunde geäußert und gesagt: "Ich möchte Titel gewinnen. Ich war noch nie Weltmeisterin." Der Weg dahin bleibt ein langer - doch zumindest in der Vorrunde kommt die deutsche Auswahl um Spiele gegen die Titelfavoriten Niederlande, Brasilien, Japan oder Schweden herum.

Das Erreichen des Achtelfinales sollte möglich sein, zumal neben den ersten beiden der sechs Vierergruppen auch die vier besten Gruppendritten weiterkommen.

Spanien - ein Geheimfavorit?

Spanien war die erste Nation, die sich sportlich für diese WM-Endrunde qualifiziert hatte. Acht Siege in acht Qualifikationsspielen - mit dieser Bilanz überrascht es nicht, dass mancher Experte in den Spanierinnen einen Geheimfavoriten sieht. Im kommenden Sommer wird Spanien zum zweiten Mal an einer WM-Endrunde teilnehmen, beim jüngsten Turnier 2015 war die Mannschaft in der Vorrunde ausgeschieden.

China ist Weltranglistenfünfzehnter und achtfacher Asienmeisterschaft. Die Vormachtstellung, die China in den 1990er-Jahren in Asien eingenommen hatte, haben sie mittlerweile an Vize-Weltmeister Japan verloren. Größter Erfolg bei einer WM-Endrunde: Platz zwei beim Turnier 1999.

Der dritte Gruppengegner ist die große Unbekannte in dieser Gruppe B: Südafrika nimmt erstmals an einer Weltmeisterschaft teil. Bei den Olympischen Spielen schied Südafrika 2012 und 2016 jeweils in der Vorrunde aus, besser lief es bei den kontinentalen Turnieren. Insgesamt fünfmal belegten die Südafrikanerinnen bei der Afrikameisterschaft Platz zwei.

Trainingslager in Marbella

Zur Vorbereitung wird Voss-Tecklenburg ihre Auswahl zunächst ab Mitte Januar zu einem Trainingslager im spanischen Marbella versammeln. Im März wird bei einem Lehrgang mit Länderspielen im Gastgeberland schon einmal WM-Luft geschnuppert, einen Monat später steht ein Test in Schweden an.


Neben den DFB-Spielerinnen wird Deutschland bei der WM auch von zwei Schiedsrichterinnen vertreten. Während es für Bibiana Steinhaus schon die zweite Endrundenteilnahme als Unparteiische ist, feiert Riem Hussein ihre Premiere. Als Schiedsrichter-Assistentin wurde zudem Katrin Rafalski nominiert.

Die Endrunde in Frankreich mit 24 Teams wird in neun Stadien ausgespielt. Los geht's am 7. Juni 2019 mit dem Eröffnungsspiel im Pariser Prinzenpark. Beide Halbfinale und das Endspiel am 7. Juli 2019 finden in Lyon statt. Weitere Spielorte: Grenoble, Le Havre, Montpellier, Nizza, Reims, Rennes und Valenciennes.

"Machbar und anspruchsvoll" - die WM-Gruppe der DFB-Frauen

Sportschau | 09.12.2018 | 00:51 Min.

red/sid/dpa | Stand: 08.12.2018, 18:40

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