DFB-Frauen quälen sich zum Sieg in Israel

Deutschlands Lea Schüller (l) im Zweikampf mit Israels Lior Edri

Israel - Deutschland 0:1

DFB-Frauen quälen sich zum Sieg in Israel

Die deutschen Fußballerinnen haben sich mit einem dürftigen Auftritt zum dritten Pflichtsieg in der WM-Qualifikation gemüht.

Der zu harmlosen DFB-Auswahl gelang am Donnerstag (21.10.2021) im Premierenduell mit Israel in Petach Tikwa trotz Überlegenheit nur ein mageres 1:0 (1:0), das aber die Tabellenführung in der Gruppe H festigte. Svenja Huth (18. Minute) sorgte dafür, dass das deutsche Team nach den Erfolgen gegen Bulgarien (7:0) und Serbien (5:1) neun Punkte auf dem Konto hat. Sara Däbritz (13.) vergab einen Foulelfmeter.

WM-Qualifikation: Das 1:0 der DFB-Frauen Sportschau 21.10.2021 00:58 Min. Verfügbar bis 21.10.2022 Das Erste

"Echt stark nachgelassen"

Das Rückspiel gegen Israel findet am kommenden Dienstag (16.05 Uhr/live im Ersten und bei sportschau.de) in Essen statt. Vor der Heimreise am Samstag besucht eine DFB-Delegation noch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

"Es war ein schwieriges Spiel. Wir sind eigentlich gut reingekommen, haben dann aber echt stark nachgelassen", sagte Verteidigerin Sjoeke Nüsken von Eintracht Frankfurt.

Däbritz vergibt Foulelfmeter

In Abwesenheit von verletzten Stammkräften wie Alexandra Popp oder Lena Oberdorf setzte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg im HaMoshava Stadion auf die zuletzt bevorzugte 4-3-3-Formation. Angetrieben von Regisseurin Dzsenifer Marozsan übernahm die DFB-Elf gleich die Spielkontrolle. Doch es ging nicht gut los. Nach Foul an Jule Brand im Strafraum scheiterte die sonst so sichere Elfmeterschützin Däbritz mit ihrem zu unplatzierten Linksschuss an Israels Torhüterin Amit Beilin.

Israels Shani David (l) und Lior Edri (r) im Kampf um den Ball mit Deutschlands Linda Dallmann (2.v.l)

Zähes Ringen: Israels Shani David (l.) und Lior Edri (r.) im Dreikampf mit Linda Dallmann (2.v.l.)

Die deutsche Auswahl ließ sich immerhin nicht beirren. Marozsan setzte immer wieder ihre Mitspielerinnen mit feinen Pässen in Szene - wie beim hohen Ball auf Flügelflitzerin Huth, die sich erst gegen zwei Gegnerinnen durchsetzte und dann eiskalt abschloss.

Israel lauert auf Konter

Die Gastgeberinnen um Sharon Beck vom 1. FC Köln standen nun tiefer und lauerten auf Konter. Bei viel Ballbesitz ließ das deutsche Team bis zur Pause weitere zwingende Aktionen vermissen, was Voss-Tecklenburg mit der Forderung quittierte: "Geduldiger spielen!" Um bei der EM 2022 in England (6. bis 31. Juli) gegen Topteams zu bestehen, muss der Rekordeuropameister an seiner Effizienz arbeiten.

Zu häufig fehlte in der letzten Aktion die Präzision, ein altbekanntes Problem gegen tiefstehende Gegner. Nach einer Stunde durfte sich Giulia Gwinn zurückmelden: 13 Monate nach ihrem Kreuzbandriss gab die Außenbahnspielerin von Meister Bayern München ihr langersehntes Comeback im Nationalteam und hatte sogar eine gute Chance zum 2:0 (81.).

DFB-Frauen: Das WM-Qualifikationsspiel Israel gegen Deutschland in voller Länge Sportschau 21.10.2021 01:59:58 Std. Verfügbar bis 21.10.2022 Das Erste

sid/dpa/red | Stand: 21.10.2021, 20:03

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