DFB-Frauen lassen Norwegen keine Chance

DFB-Frauen überzeugen auch gegen Norwegen Sportschau 13.04.2021 03:17 Min. Verfügbar bis 13.04.2022 Das Erste

Deutschland - Norwegen 3:1

DFB-Frauen lassen Norwegen keine Chance

Die deutschen Fußball-Frauen haben den Länderspiel-Doppelpack in Wiesbaden erfolgreich gestaltet.

Dem 5:2 über Australien ließ das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg am Dienstag (13.04.2021) ein 3:1 (2:1) gegen Norwegen folgen und wies dabei erneut die bereits gezeigten Fortschritte beim Aufbau einer schlagkräftigen Mannschaft für die Europameisterschaft 2022 in England nach.

Popp blickt schon Richtung EM

"Wir sind auf einem sehr guten Weg, haben uns sehr gut entwickelt und Selbstbewusstsein getankt", sagte Kapitänin Alexandra Popp im ZDF: "Das wollen wir fortsetzen, um bei der EM nächstes Jahr ein großes Wörtchen mitzureden."

Mittelfeld-Motor Sara Däbritz lobte die neue Generation: "Wir sind froh, dass wir unsere Küken dabei haben. Ich bin absolut beeindruckt, was die jungen Spielerinnen schon für Leistungen bringen, Riesenkompliment!" Die Bundestrainerin hob derweil die Offensivleistung mit acht Toren in zwei Spielen hervor, sieht aufgrund der teils "fehlenden Präzision" aber auch noch Luft nach oben: "Wir müssen unter Druck noch sauberer werden."

Traumkombination zum 3:1

Linda Dallmann bejubelt ihr Tor zum 2:1

Linda Dallmann bejubelt ihr Tor zum 2:1

Laura Freigang (8. Minute) und Linda Dallmann (17.) drehten die Gästeführung durch Guro Reiten (4.). Eine Traumkombination führte zum 3:1 durch das erste Länderspieltor von Pauline Krumbiegel (62.). Voss-Tecklenburg hatte das DFB-Team nur auf wenigen Positionen im Vergleich zum Samstag verändert. Ann-Katrin Berger hütete wie angekündigt das Tor, Linda Dallmann ersetzte Lina Magull im Mittelfeld, Alexandra Popp kam nach überstandener Verletzung für Sjoeke Nüsken ins Spiel, und Laura Freigang erhielt im Angriff den Vorzug vor Lea Schüller.

Norwegen entpuppte sich bereits in der Anfangsphase als deutlich hartnäckigerer Gegner, als es Australien war. Nachdem ein Missverständnis zwischen Berger und Dallmann in der 3. Minute noch ohne Folgen geblieben war, nutzte Reiten eine Minute später einen Aussetzer der deutschen Hintermannschaft und schoss zur Führung ein.

Früher Rückstand gut weggesteckt

Das Selbstvertrauen, das sich die DFB-Spielerinnen am Samstag geholt hatten, zeigte sich danach. Mit wütenden Angriffen setzten sie die Gäste unter Druck. Nachdem Freigang einen Schuss noch knapp neben das Tor gesetzt hatte, führte der nachfolgende Eckball zum Ausgleich. Und mehr noch: Die Deutschen blieben am Drücker und die wiederum überragende Sara Däbritz leitete mit einer starken Abwehraktion mit anschließendem öffnenden Pass sehenswert die Führung ein.

Norwegen aber blieb gefährlich. Vor allem auch, weil die Abstimmung im deutschen Spiel in der Rückwärtsbewegung zu wünschen übrig ließ. Insbesondere die linke Abwehrseite war oftmals verwaist, da es sowohl Leonie Maier als auch Krumbiegel immer wieder in die Mitte zog.

Wieder auf junge Spielerinnen gesetzt

Zur Halbzeit wechselte Voss-Tecklenburg, nahm Däbritz und Kathrin Hendrich vom Feld und brachte die gegen Australien überzeugenden jungen Jule Brand und Nüsken. Damit veränderte sich auch etwas das System. Die DFB-Auswahl agierte nun mit einer Dreierkette in der Abwehr, die schnelle Brand agierte zwischen den Linien.

Mit Erfolg: Die Hoffenheimerin zog in der 62. Minute unwiderstehlich an und bediente mit einem sehenswerten Pass in den Rücken der norwegischen Abwehr Krumbiegel, die überlegt vollendete. In der Folgezeit litt das Spiel beider Teams durch zahlreiche Wechsel. Die Gastgeberinnen allerdings behielten die Kontrolle und sicherten den verdienten Sieg.

red/dpa/sid | Stand: 13.04.2021, 18:37

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