WM-Qualifikation - Losglück für DFB-Frauen

Freuen sich auf die Gegner in der WM-Qualifikation: Die deutschen Fußballerinnen

WM-Qualifikation

WM-Qualifikation - Losglück für DFB-Frauen

Von Frank Hellmann

Auf dem Weg zur WM 2023 in Australien und Neuseeland hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft eine der leichtesten Gruppe erwischt. Portugal, Serbien, Israel, Türkei und Bulgarien sind die Gegner in der Qualifikationsgruppe. Nur der Sieger ist direkt qualifiziert.

Härtester Widersacher ist der Weltranglisten 29. Portugal, dazu kommt Serbien. Die weiteren Gegner des zweifachen Weltmeisters in Gruppe H heißen Israel, Türkei und Bulgarien. Gerade diese Partien kann das DFB-Team zum Einspielen nutzen, denn teilweise hinkt die Entwicklung des Frauenfußballs in diesen Ländern noch arg hinterher.

Das eine oder andere Torfestival kündigt sich an

Gegner wie Schweiz, Österreich oder Russland aus dem zweiten Lostop bleiben dem Ensemble von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hingegen erspart. Dies ergab die Auslosung der europäischen Qualifikationsgruppen am Freitag (30.04.2021), die im UEFA-Hauptsitz in Nyon vorgenommen wurde.

"Das ist ein spannendes Auslosungsergebnis und wir freuen uns auf interessante Gegner mit unterschiedlichen Spielstilen. Unser klares Ziel ist es, uns als Gruppenerste direkt für die WM 2023 zu qualifizieren", sagte Voss-Tecklenburg, die Portugal "als stärksten Gegner" betrachtet: "Ein ganz besonderes Spiel wird das gegen Israel, darauf freue ich mich wirklich sehr, weil Begegnungen mit ihnen für uns immer auch über das rein Sportliche hinausgehen."

Die Qualifikationsspiele beginnen in der Woche vom 13.-21. September 2021. Die weiteren Partien finden in den Zeiträumen 18.-26. Oktober und 22.-30. November 2021, sowie vom 4.-12. April 2022 und vom 29. August-6. September 2022 statt. Die Sieger der neun Qualifikationsgruppen qualifizieren sich direkt für die Endrunde.

Nur elf von 32 Startplätzen sind für Europa reserviert

Erstmals wird eine WM-Endrunde mit 32 Mannschaften ausgetragen. Sowohl bei der WM 2015 in Kanada als auch vier Jahre später in Frankreich waren noch 24 Teams am Start, dann drängte vor allem FIFA-Präsident Gianni Infantino auf eine Erweiterung.

Nach dem neuen Prozedere bekommt Europa nur elf direkte Startplätze, was angesichts der Leistungsverhältnisse auch kritisch hinterfragt werden kann. Aber der Weltverband will den Frauenfußball eben auch auf anderen Kontinenten fördern - und lockt dabei die anderen Kontinentalverbände mit vielen Qualifikationsplätzen. Asien (AFC) ist mit insgesamt sieben Teilnehmern, Afrika (CAF) und Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) mit sechs, Südamerika (CONMEBOL) noch mit fünf Plätzen dabei.

Die Playoffs sind herausfordernd

Für Europa bedeutet das: Nur die Sieger der neun Qualifikationsgruppen haben das WM-Ticket sicher. Die Gruppenzweiten nehmen an den UEFA-Playoffs im Oktober 2022 teil. Die besten drei Gruppenzweiten der Qualifikation sind dabei direkt für die zweite Runde der Playoffs gesetzt.

Die sechs restlichen Gruppenzweiten bestreiten in der ersten Runde drei Playoffs mit nur einer Partie. Die drei Sieger der ersten Runde und die drei Teams mit Freilos für die zweite Runde kommen dann in eine Auslosung. Die zweite Runde wird ebenfalls in nur einer Partie entschieden. Die zwei Playoffs-Gewinner mit dem höchsten Ranking (basierend auf den Ergebnissen in der Qualifikation und der 2. Runde der Playoffs) qualifizieren sich für die Endrunde.

Der verbliebene Teilnehmer wird an einem Playoff gegen einen Vertreter eines anderen Kontinentalverbands mitwirken. Das klingt nicht nur kompliziert, sondern ist es auch.

mit dpa | Stand: 30.04.2021, 13:30

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