Finaleinzug: Starke Eintracht dreht Pokalspiel gegen Freiburg

Die Frankfurterinnen bejubeln einen Treffer

Eintracht Frankfurt - SC Freiburg 2:1

Finaleinzug: Starke Eintracht dreht Pokalspiel gegen Freiburg

Von Julian Tilders

Jubel bei Eintracht Frankfurt: Die SGE hat im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den SC Freiburg spielerisch überzeugt und sich auch durch einen frühen Rückschlag nicht beirren lassen.

Am Samstag setzten sich die Frankfurterinnen mit 2:1 (0:1) gegen die Elf aus dem Breisgau durch. Die Tore für die SGE erzielten Lara Prasnikar (47. Minute) und Camilla Küver (63.). Zuvor hatte Marie Müller (13.) den SC Freiburg in Front gebracht.

Damit halten sich die Frankfurterinnen im Premierenjahr nach dem Einzug des 1. FFC unter das Dach der Eintracht die Chance auf einen Titel offen. Im Finale wartet dann ein echter Brocken: Am Sonntag (live ab 13.55 Uhr bei sportschau.de) spielen der VfL Wolfsburg und Bayern München den zweiten Finalteilnehmer aus.

Freiburger "Traum geplatzt", SGE macht "Schritt nach vorne"

"Das tut natürlich sehr weh. Wir haben alles getan, um weiterzukommen. Letzendlich war Frankfurt einen Tick reifer", sagte der sichtlich enttäuschte SC-Trainer Daniel Kraus nach dem Abpfiff. Freiburg-Kapitänin Rebecca Knaak bilanzierte: "Der Traum ist geplatzt."

SGE-Torfrau Merle Frohms betonte: "Es war ein Kampf. Freiburg hat das auch super gemacht und seine Chance genutzt, aber wir sind stark zurückgekommen. Das ist uns in der Liga nicht immer so gelungen. Als Mannschaft haben wir einen Schritt nach vorne gemacht."

Frankfurt spielerisch überlegen, Freiburg eiskalt

Eintracht Frankfurt übernahm sofort das Zepter, kombinierte teils sehr ansehnlich und zeigte mehr Zug nach vorne. Viel Raumgewinn sprang dabei aber nicht immer heraus - Freiburgs Trainer Daniel Kraus hatte sein Team hervorragend eingestellt. Der SC presste in einem körperbetonten Spiel energisch, störte früh. Teils wurden die SGE-Spielerinnen gedoppelt oder sogar zu dritt attackiert.

Die erste Chance für Frankfurt vergab Laura Freigang aus kurzer Distanz (6.). Kurz darauf machte es Freiburg mit der ersten Möglichkeit dann besser: Ein langer Diagonalpass von Jana Vojtekova hebelte die SGE-Defensive aus, Verteidigerin Küver schlug über den Ball und Müller traf unhaltbar für Frohms in den Winkel.

Freigang trifft nach Nuding-Patzer nur die Latte

Beinahe wäre Frankfurt die Antwort auf den Rückstand schon wenig später gelungen - aber Stürmerin Freigang traf nach einem haarsträubenden Fehlpass von SC-Torhüterin Lena Nuding nur den Querbalken (23.). Eine weitere gute Möglichkeit vergab Küver kurz vor dem Halbzeitpfiff (45.+3).

Auf der Gegenseite scheiterte nach einem Steilpass, der Frankfurt wieder völlig auf dem falschen Fuß erwischte, allerdings auch Ereleta Memeti noch am Pfosten (36.).

SGE-Spielerin Matheis: Lange Bälle sind "ihr Mittel"

Frankfurts Saskia Matheis, die das Spiel von der Tribüne aus verfolgte, sagte in der Halbzeitpause beim "Hessischen Rundfunk": "Wir müssen immer im Blick haben, ob der lange Ball kommt. Denn das ist ihr Mittel." Ihre Kolleginnen müssten zudem konsequenter verteidigen, die Zweikämpfe annehmen und die eigenen Chancen besser nutzen.

Traumstart für Eintracht in Hälfte zwei - Küver macht Fehler wett

SGE-Trainer Niko Arnautis schien dies in der Kabine ebenfalls angesprochen zu haben. Denn Frankfurt legte einen Blitzstart in Hälfte zwei hin: Prasnikar staubte aus kurzer Distanz ab nach einer nicht entschlossen genug verteidigten Ecke. Frankfurt ging direkt mit verbesserter Körpersprache in die Zweikämpfe und drückte Freiburg noch mehr in die eigene Hälfte als schon in Durchgang eins.

Der Eintracht-Dauerdruck resultierte dann im zweiten Frankfurter Treffer. Eine Flanke von Laura Feiersinger wurde unzureichend geklärt und ausgerechnet die 17-jährige Küver, die beim Gegentor gepatzt hatte, erzielte mit der Innenseite ein Traumtor von der Strafraumkante - 2:1 für Frankfurt. Der Eintracht-Jubel im Anschluss an eine durch die SGE dominierte Schlussphase kannte dann keine Grenzen mehr.

Stand: 03.04.2021, 14:56

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