USA verpassen die WM, Panama erstmals dabei

Michael Bradley nach der Niederlage der Amerikaner bei Trinidad und Tobago

Nord-/Mittelamerika und Karibik

USA verpassen die WM, Panama erstmals dabei

Die USA haben durch eine Niederlage bei Trinidad und Tobago vollkommen überraschend die Teilnahme an der WM 2018 verpasst. Dafür ist Panama erstmals dabei - auch dank eines Phantomtores.

Die US-Mannschaft von Trainer Bruce Arena verlor ihr letztes Gruppenspiel bei Trinidad und Tobago mit 1:2 (0:2) und rutschte damit auf Platz fünf der Qualifikation in Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik ab. Zum ersten Mal seit 1986 wird damit ein Turnier ohne die USA stattfinden. Dabei hätte den US-Fußballern ein Punkt beim abgeschlagenen Tabellenletzten gereicht, um sich direkt für Russland zu qualifizieren. 

Nach einem schwachen Auftakt in die nun beendete Qualifikation hatte sich der Verband im vergangenen November vom ehemaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann getrennt und wollte mit der Rückholaktion von Arena einen neuen Impuls setzen. Der 65-Jährige muss nun hauptverantwortlich für das sportliche Desaster geradestehen.

Panama jubelt, Honduras in den Playoffs

Roman Torres feiert sein Tor für Panama in der WM-Qualifikation.

Roman Torres feiert sein Tor für Panama in der WM-Qualifikation.

Zur selben Zeit drehte Panama gegen das bereits qualifizierte Team aus Costa Rica einen 0:1-Pausenrückstand und erreichte mit dem 2:1-Erfolg Rang drei und damit erstmals in seiner Geschichte die Teilnahme an der WM-Endrunde. Gabriel Torres (53.) und Roman Torres (88.) stiegen mit ihren Treffern in dem Herzschlagfinale zu Volkshelden auf. Allerdings: Der Ball wurde beim 1:1 klar vor der Linie geklärt, anschließend stocherte Blas Perez im Fallen den Ball deutlich am Pfosten vorbei. Trotzdem entschied Schiedsrichter Walter Lopez auf Tor zum 1:1-Ausgleich für Panama. Ob der US-Verband dagegen Protest einlegt, war zunächst offen.

Honduras darf noch von seiner dritten WM-Teilnahme in Serie hoffen. Beim 3:2 (1:2) gegen Mexiko bewies das Team von Trainer Jorge Luis Pinto nicht nur seine starke Moral, sondern verdiente sich mit dem Abschlusserfolg gegen den  Staffelsieger auch eine weitere Chance zur Qualifikation: Im November geht es in zwei Relegationspartien gegen Australien.

nch/dpa | Stand: 11.10.2017, 07:38

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