Von Argentinien bis Spanien: Diese Teams haben sich bereits für Katar 2022 qualifiziert

Katars Mittelfeldspieler Abdullah Al Ahrak jubelt mit seinem Teamkollegen Abdelaziz Hatim

FIFA WM 2022

Von Argentinien bis Spanien: Diese Teams haben sich bereits für Katar 2022 qualifiziert

Abgesehen vom Gastgeber Katar haben sich bereits zwölf weitere Nationen für die WM 2022 (21. November bis 18. Dezember) qualifiziert. Der Überblick.

Der Gastgeber: Katar

Katar hat noch nie an einer WM-Endrunde teilgenommen - die Vergabe an einen solchen Verband war ein Novum. In dem Emirat, das etwa ein Drittel so groß ist wie Nordrhein-Westfalen, leben etwa 2,7 Millionen Menschen. Größter sportlicher Erfolg war der Gewinn der Asienmeisterschaft 2019. Trainiert wird die Nationalmannschaft seit 2017 vom Spanier Félix Sánchez.

Deutschland

Die DFB-Elf bejubelt das dritte Tor gegen Armenien

Die DFB-Elf bejubelt das dritte Tor gegen Armenien.

Fast eine makellose Bilanz in der WM-Qualifikation - wäre da nicht dieses Spiel gegen Nordmazedonien im Frühjahr 2021 gewesen. Sei's drum: zehn Spiele, neun Siege, 36 Tore, nur vier Gegentreffer - das kann sich sehen lassen. Zwar war die Gruppe J eher leicht besetzt, aber gerade durch die Siegesserie zuletzt schloss das Team von Hansi Flick das Länderspieljahr 2021 halbwegs versöhnlich ab.

Niederlande

Arnaut Danjuma und Steven Bergwijn feiern

Arnaut Danjuma und Steven Bergwijn feiern nach dem Sieg gegen Norwegen

Zum Schluss gab es doch noch das erhoffte Happy End für "Oranje". Dank eines Siegs gegen Norwegen sicherten sich die Niederlande mit zwei Punkten Vorsprung vor der Türkei den Sieg in Gruppe G, verhinderten den Totalschaden und buchten das WM-Ticket. Zuvor beim 2:2 in Montenegro hatte das Team den ersten Matchball noch verschenkt. Torbilanz: 33:8. Trainer: Louis van Gaal (seit Juli 2021).

Dänemark

Dänemarks Chefcoach gibt Anweisungen an seine Mannschaft

Dänemarks Chefcoach gibt Anweisungen an seine Mannschaft.

"Danish Dynamite" machte seinem Namen alle Ehre und zerlegte die Gruppe F (Schottland, Israel, Österreich, Färöer, Moldau). Erst im letzten Gruppenspiel leistete sich Dänemark einen Pleite und verlor in Schottland. Torbilanz: 30:3. Trainer: Kasper Hjulmand (seit 2020).

Frankreich

Kylian Mbappe (r.) jubelt mit seinen Teamkollegen

Kylian Mbappe (r.) jubelt mit seinen Teamkollegen.

"Les Bleus" taten sich in Gruppe D (Finnland, Ukraine, Bosnien-Herzegowina, Kasachstan) deutlich schwerer: Zwar bleiben die Franzosen ohne Niederlage, leisteten sich aber drei Unentschieden. Torbilanz: 16:3 in bislang sieben Spielen. Trainer: Didier Deschamps (seit 2012).

Belgien

Belgien jubelt über ein Tor gegen Frankreich

Belgien jubelt über ein Tor gegen Frankreich.

Belgien gab in Gruppe E (Wales, Tschechien, Estland, Belarus) nur einmal Punkte ab, erarbeitete sich in den bisherigen sieben Partien 24:5 Tore. Natürlich wartet die Fußballwelt auch 2022 wieder auf den ersten großen Wurf der hochgehandelten Belgier. Trainer: Roberto Martínez (seit 2016).

Kroatien

Kroatiens Kapitän Luka Modric bejubelt mit seiner Mannschaft die Qualifikation für Katar 2022

Kroatiens Kapitän Luka Modric bejubelt mit seiner Mannschaft die Qualifikation für Katar 2022.

Das war ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Gruppe H: Erst beim Showdown am 14. November besiegten die Kroaten Russland mit 1:0 und machten die direkte Qualifikation perfekt. Bitter für die Russen: Der Treffer für die Kroaten war ein Eigentor. Nur im ersten Spiel der Gruppe (Slowakei, Slowenien, Zypern, Malta) in Slowenien ging das Team um Luka Modric als Verlierer vom Platz. 23 Punkte aus zehn Spielen, 21:4 Tore. Trainer: Zlatko Dalic (seit 2017).

Serbien

Die Serben bejubeln ihren Einzug in die WM-Endrunde

Die Serben bejubeln ihren Einzug in die WM-Endrunde.

Auch in Gruppe A fiel die Entscheidung erst im letzten Spiel: Serbien schickte das favorisierte Portugal mit einem 2:1-Erfolg in die Playoffs. Es war Portugals einzige, aber entscheidende Niederlage. Beide Teams gingen mit 17 Punkten ins Finale, Portugal hatte das leicht bessere Torverhältnis. Das allerdings half Ronaldo und Co. am Ende nichts. Trainer: Dragan Stojkovic (seit 2021).

Spanien

Alvaro Morata (r.) bejubelt sein erlösendes Siegtor gegen Schweden

Alvaro Morata (r.) bejubelt sein erlösendes Siegtor gegen Schweden.

Sechs Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage, 15:5 Tore: Spaniens Performance in Gruppe B (Schweden, Griechenland, Georgien, Kosovo) war solide, aber nicht überragend. 19 Punkte in acht Spielen, 15:5 Tore. Trainer: Luis Enrique (seit 2019).

Brasilien

Der brasilianische Nationalspieler Lucas Paqueta (M) feiert mit seinen Teamkollegen Vini Jr. (l) und Neymar nach dem Führungstor seiner Mannschaft gegen Kolumbien

Der brasilianische Nationalspieler Lucas Paqueta (M) feiert mit seinen Teamkollegen Vini Jr. (l) und Neymar nach dem Führungstor seiner Mannschaft gegen Kolumbien.

Lucas Paqueta von Olympique Lyon schoss Brasilien als erste Mannschaft Südamerikas zur WM-Endrunde. Neymar lieferte die Vorarbeit, mehr Tore bei diesem Aufeinandertreffen mit Kolumbien fielen aber nicht. Es war Brasiliens elfter Sieg im zwölften Spiel. Trainer: Tite (seit 2016).

Argentinien

Die argentinischen Spieler applaudieren am Ende des Spiels.

Die argentinischen Spieler applaudieren am Ende des Spiels.

Schmucklos, aber effizient. Die Argentinier haben mit einem 0:0 gegen die Brasilianer vier Spieltage vor Ende der Südamerika-Qualifikation das Ticket nach Katar gesichert. Seit sechs Spielen haben Lionel Messi und Co. in der Qualifikation zudem keinen Gegentreffer kassiert - vorne aber auch nur selten geglänzt. Trainer: Lionel Scaloni

England

Englands Spieler jubeln im Spiel gegen San Marino

Englands Spieler bejubeln ihr Tor gegen San Marino.

Am Ende war es für England nur noch Formsache: Im letzten Spiel feierten die "Three Lions" einen 10:0-Kantersieg gegen San Marino und wurden in Gruppe I (Polen, Ungarn, Albanien, Andorra, San Marino) klarer Tabellenerster. Die Bilanz: keine Niederlage, 26 Punkte, 39:3 Tore. Trainer: Gareth Southgate (seit 2016).

Schweiz

Jubel der Schweizer Spieler im WM-Qualifikationsspiel gegen Bulgarien

Jubel der Schweizer Spieler im WM-Qualifikationsspiel gegen Bulgarien

Europameister Italien hat die direkte Qualifikation verpasst, weil die Schweiz ihre Chance nutzte und Italien eben nicht. Die "Nati" punktete im dramatischen "Fernfinale" dreifach gegen Bulgarien, während Italien in Nordirland nur remis spielte. Damit gewann die Schweiz die Gruppe C (Gruppenletzter: Litauen) vor Italien, das in die Playoffs muss. Trainer: Murat Yakin (seit 2021).

jo, fm | Stand: 17.11.2021, 09:09

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