Peinlich - Panama wendet "Phantom-Regel" an

England jubelt, Panama macht Anstoß

Peinlich - Panama wendet "Phantom-Regel" an

Eine kuriose Szene hat beim Spiel England gegen Panama für Lacher gesorgt. Die Mittelamerikaner versuchten am Sonntag (24.06.2018), die Engländer mit einem schnellen Anstoß beim Torjubel zu überrumpeln.

Nach dem 2:0 durch Harry Kane per Elfmeter schnappte sich ein Panama-Spieler den Ball, während sich die englische Jubeltraube an der Eckfahne versammelte. Er sprintete zum Mittelkreis, seine Teamkollegen schauten ihm zunächst nur müde hinterher. Schließlich folgten doch noch einige seinen animierenden Gesten.

Überrumpelungsversuch ohne Sinn

Während die Engländer noch immer feierten, führte Panama den Anstoß aus. Problem: Der Schiedsrichter hatte das Spiel überhaupt noch nicht freigegeben. Und so verpuffte der Überrumpelungstrick wirkungslos.

Die Spieler Panamas sind also auch auf die "Phantom-Regel" hereingefallen, die schon Portugals Spieler in die Welt gesetzt hatten. Die Portugiesen hatten in ihren ersten beiden Partien beim Torjubel jeweils einen Spieler auf dem Feld zurückgelassen, um den vermeintlichen Anstoß des Kontrahenten ohne Gegenspieler zu vereiteln.

Portugal hatte "Phantom-Regel" erfunden

Der portugiesische Spieler José Fonte sprach von Sicherheit. "Ich habe gehört, dass es eine Regel gibt, wenn alle das Spielfeld verlassen, dann könnte man das Spiel wieder anstoßen. Wir wollten sicherstellen, dass uns nichts dazwischenkommt. Deshalb machen wir das, damit das Spiel nicht wieder angepfiffen werden kann", sagte Fonte in der Sportschau.

Doch die Angst davor ist Unsinn, wie mehrere Experten bei sportschau.de erklärten. In den offiziellen Fußballregeln heißt es zum Aufenthalt der Spieler beim Anstoß in Regel 8.1 lediglich: "Alle Spieler, mit Ausnahme des Spielers, der den Anstoß ausführt, befinden sich in der eigenen Spielfeldhälfte."

Stand: 24.06.2018, 15:48

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