FIFA will bezahlten Mutterschutz für Fußballerinnen

Die deutschen Fußballerinnen bei der WM 2019

Frauenfußball

FIFA will bezahlten Mutterschutz für Fußballerinnen

Professionelle Fußballerinnen sollen einem neuen FIFA-Regelwerk zufolge bald weltweit in bezahlten Mutterschutz gehen können. Der FIFA-Rat muss den neuen Regeln noch zustimmen.

Die FIFA stellte am Donnerstag (19.11.2020) entsprechende Mindeststandards vor, die in allen Ligen weltweit gelten sollen. Dabei geht es der FIFA vorrangig um drei Punkte:

  • Spielerinnen sollen einen zwingenden Mutterschaftsurlaub von mindestens 14 Wochen erhalten, der zu mindestens zwei Dritteln des vertraglich vereinbarten Gehalts bezahlt sein soll.
  • Die Klubs sollen sich verpflichten, Spielerinnen nach der Rückkehr wieder in den Fußball einzugliedern und für medizinische Betreuung zu sorgen.
  • Diskriminierung von Frauen aufgrund von Schwangerschaft soll verboten sein.

"Professionell sein - und eine Familie haben können"

"Wir wollen, dass Frauen professionelle Fußballerinnen sein, aber gleichzeitig auch eine Familie haben können", sagte die FIFA-Frauenfußball-Beauftragte Sarai Bareman in einem Pressegespräch laut Deutscher Presse-Agentur. Bislang seien die Themen Mutterschutz und Arbeitsschutz während der Schwangerschaft im Weltverband noch nicht rechtlich definiert gewesen.

FIFA-Präsident Gianni Infantino sagte, der Frauenfußball nehme damit seine "nächste Entwicklungsstufe". Der FIFA-Rat muss den neuen Regelungen noch zustimmen, die nächste Sitzung des Gremiums soll im Dezember stattfinden.

Trainerverträge sollen besser geschützt werden

Auch für Trainer will die FIFA ein neues Regelwerk schaffen. Demnach sollen Trainerverträge rechtlich besser geschützt und innerhalb des Verbandes auf eine Stufe mit Spielerverträgen gestellt werden. Die neuen Regeln für Trainer und schwangere Fußballerinnen werden dem FIFA-Rat im Dezember zum Beschluss vorgelegt.

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dpa | Stand: 19.11.2020, 11:28

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