Europa League - Salzburg-Coach Rose hat jede Menge Ideen

Salzburgs Trainer Marco Rose im Gespräch mit den Spielern

Halbfinal-Rückspiel in der Europa League

Europa League - Salzburg-Coach Rose hat jede Menge Ideen

Zehn Mal ist Salzburg an der Champions League gescheitert, jetzt könnte es über den Umweg Europa League klappen. Dazu muss das Team aber ein 0:2 gegen Olympique Marseille drehen.

Relativ simpel klingt dabei die Idealvorstellung, die der ehemalige Mainzer Verteidiger für das Halbfinal-Rückspiel am Donnerstagabend (03.05.2018) hat: "Ein frühes 1:0 und ein spätes 3:0" - so beschreibt er mit einem leichten Lächeln im Gesicht seinen Plan für das Spiel in der ausverkauften Arena.

Rose weiter: "Wir kennen unsere Situation, wissen, dass es nicht einfach ist - aber wir nehmen die Sache an. Wir wollen alles tun, dass wir hier wieder einen speziellen Abend draus machen." Das ist ihnen zuletzt mit Bravour gelungen: Nach einem 2:4 bei Lazio Rom gab es im Rückspiel nach 0:0-Halbzeitstand mit einem sensationellen Zwischenspurt von der 56. bis zur 76. Minute noch ein 4:1.

"Vertrauen in die eigene Stärke"

Nun also wieder ein Zwei-Tore-Rückstand. Rose verspricht: "Für diesen speziellen Abend haben wir auch eine Idee. Wir glauben dran." Konkreter formuliert er: "Wir brauchen viel Vertrauen in die eigene Stärke. Und Offensivpower, weil wir zwei Tore schießen müssen, aber auch einen kühlen Kopf, weil jedes Gegentor bedeutet, dass wir das eine oder andere Tor mehr machen müssen. Aber auch das ist drin."

Zur Taktik erklärt der 41-Jährige: "Wir können uns vorstellen, dass Marseille diesmal die Grundordnung ändert und hinten mit fünf Mann spielt. Das haben sie gegen Leipzig in beiden Partien so gemacht. Auch darauf sind wir vorbereitet, auch dafür haben wir eine Idee. Wir verlassen uns dabei auf unsere Qualität und werden sicher gut vorbereitet sein."

Respekt vor Payet und Thauvin

So sehr Rose offenbar Selbstvertrauen verkörpern will, so ehrlich ist er aber auch in Bezug auf die Stärken des Gegners: "Die liegen bei Marseille in jedem Fall in ihrem Offensivspiel, in ihrem Flügelspiel. Dort schaffen sie immer wieder Überzahl-Situationen. Wenn sie es nicht auf einer Seite schaffen, verlagern sie flach oder hoch, um in 1:1-Situationen zu kommen. Dort haben sie hohe individuelle Qualität und viel Tempo."

Da klingt der Respekt durch, den sich Olympique vor allem durch das Traum-Duo Florian Thauvin und Dimitri Payet geschaffen haben. Die beiden Stars von Marseille haben wettbewerbsübergreifend insgesamt über 70 Scorer-Punkte in dieser Saison zum Erfolg des Tabellenvierten der Ligue 1 beigetragen, der nur zwei Punkte hinter Platz zwei liegt.

Dabbur und Hwang im Angriff

Aber auch Salzburg hatQualitätsspieler. Der israelische Stürmer Munas Dabbur hat in dieser Spielzeit auch schon stolze 36 Scorerpunkte gesammelt, sein Nebenmann Hee-Chan Hwang liegt bei 15, kam aber zuletzt immer besser in Fahrt, auch gegen Lazio traf der Südkoreaner. Rose will diesen Schwung mitnehmen: "Es hilft, wenn du weißt, dass du schon außergewöhnliche Dinge geschafft hast. Das haben wir im Hinterkopf. Jetzt müssen wir 90 oder auch 120 Minuten an uns glauben und den 30.000 Fans im Stadion etwas bieten."

horni | Stand: 02.05.2018, 20:16

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