Leipzig müht sich ins Viertelfinale

Leipzigs Jean-Kevin Augustin im Zweikampf mit Mevlja

Zenit St. Petersburg - RB Leipzig 1:1

Leipzig müht sich ins Viertelfinale

Es war ein hartes Stück Arbeit für RB Leipzig bei Zenit St. Petersburg - aber am Ende steht der verdiente Einzug ins Viertelfinale der Europa League.

Die beeindruckende Europapokal-Reise von RB Leipzig geht weiter. Ein früher Genie-Streich von Vorbereiter Timo Werner und der Treffer vom neuen Tor-Garanten Jean-Kévin Augustin haben dem deutschen Fußball-Vizemeister den erstmaligen Einzug in das Viertelfinale der Europa League beschert.

Zitterpartie im zweiten Durchgang

Der Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl reichte am Donnerstag (15.03.2018) beim FC Zenit St. Petersburg ein 1:1 (1:1), nachdem die Sachsen das Hinspiel in ihrer Arena eine Woche zuvor mit 2:1 gewonnen hatten.

"Wir sind natürlich sehr stolz und sehr froh, dass wir es geschafft haben weiterzukommen. Wir wissen aber, dass wir es viel früher hätten entscheiden können", sagte Hasenhüttl. "Bei uns gibt es Spannung immer inklusive, manchmal mehr als erträglich."

Augustin und Driussi

Zum Verlauf der Partie meinte der Coach: "Nach dem sehr guten Beginn haben wir leider Gottes aufgehört, Fußball zu spielen und den Gegner stark gemacht."

Ralph Hasenhüttl - "Hätten es viel früher entscheiden können"

Sportschau | 15.03.2018 | 01:25 Min.

Vor 44.092 Zuschauern waren die Leipziger durch Augustins Tor in der 22. Minute in Führung gegangen. Der Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Sebastian Driussi (45.+1 Minute) machte die zweite Halbzeit zu einer Zitterpartie. Werner verschoss dabei in der Schlussphase einen Elfmeter und vergab die große Chance zur beruhigenden Entscheidung (82.).

Stresstest bestanden

Weniger als 72 Stunden vor dem Meisterschaftskracher in Leipzig gegen den FC Bayern bestand die junge RB-Mannschaft jedoch nach aufopferungsvollem Kampf und auch ein wenig Glück den Stresstest im WM-Stadion der russischen Ostsee-Metropole. RB lief dabei in Topbesetzung auf und setzte auf Ballkontrolle und schnelle Angriffe.

Die Klubangaben zufolge 33 mitgereisten Leipzig-Fans sahen, dass der Plan von RB-Coach Ralph Hasenhüttl, möglichst früh ein Tor zu erzielen, aufging. Augustin nutzte im Strafraum mit Ruhe und Übersicht die erste Chance der Partie. Angreifer Werner hatte ihn mit einem feinen Pass in Szene gesetzt.

Torvorbereitung durch Werner

Schon im ersten Match hatte der Nationalstürmer mit einer Vorlage und einem Treffer geglänzt. Doch trotz des Hinspielerfolges und der Führung konnten sich die Sachsen nicht ausruhen, denn St. Petersburg brauchte nur zwei Treffer, um eine Verlängerung zu erzwingen.

Zenit, das im Hinspiel vor allem gemauert hatte und durch ein Freistoßtor in der Schlussphase zu seinem Auswärtstreffer gekommen war, agierte angriffslustiger als vor einer Woche.

Kokorin früh verletzt

Gleich zu Beginn hatten die Gastgeber aber Pech: Trainer Roberto Mancini musste nach acht Minuten den russischen Nationalstürmer Alexander Kokorin auswechseln, da dieser sich bei einem Zweikampf mit RB-Kapitän Willi Orban verletzte.

Auch nach dem Rückstand fehlte Zenit zunächst Glück: Der argentinische Nationalspieler Leandro Paredes - das Hinspiel hatte er gelbgesperrt verpasst - setzte einen wuchtigen Freistoß an Leipzigs Latte (26.). Nach weiteren Chancen kamen die Gastgeber in der Schlussphase vom ersten Durchgang zum Ausgleich, Driussi konnte nach Flanke von links den Ball ins Tor drücken.

Orban gelb-rot-gefährdet

Zur zweiten Hälfte nahm Hasenhüttl Orban aus der Partie. Den gelbverwarnten Innenverteidiger ersetzte der 18 Jahre alte Ibrahima Konaté, der in der Folge mit dem 19-jährigen Dayot Upamecano Leipzigs Abwehrzentrum bildete.

RB gelang es zunächst jedoch, Druck nach vorne zu entwickeln und so die Torgefahr von Zenit zu reduzieren. Dem Bundesliga-Sechsten gelang es aber nicht, das erlösende zweite Auswärtstor zu erzielen.

Wieder Teenie-Abwehr im Viertelfinale

Am Ende drückten die Hausherren, doch Leipzig brachte das 1:1 über die Zeit. Im Viertelfinalhinspiel wird Leipzig möglicherweise wieder auf die junge Innenverteidigung aus Konaté und Upamecano setzen, denn Orban ist dann gelbgesperrt.

Auf wen Leipzig am 5. und 12. April in der Runde der letzten Acht trifft, entscheidet sich am Freitag in Nyon. Dort steht ab 13 Uhr die Auslosung an. Sportschau.de ist live für Sie mit dabei.

Statistik

Fußball · UEFA Europa League 2017/2018

Donnerstag, 15.03.2018 | 19.00 Uhr

Wappen FC Zenit St. Petersburg

FC Zenit St. Petersburg

Lunew – Ivanovic, Smolnikow (85. Poloz), Mevlja, Criscito – Kranevitter, Paredes, Schirkow – Rigoni (90. Jerochin), Kokorin (8. Zabolotnyi), Driussi

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Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Gulacsi – Klostermann, Orban (46. Konaté), Upamecano, Bernardo – Demme (71. Ilsanker), Keïta – Forsberg, Bruma – Ti. Werner, Augustin (90.+1 Y. Poulsen)

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Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Augustin (22.)
  • 1:1 Driussi (45.)

Strafen:

  • gelbe Karte Demme (1 )
  • gelbe Karte Orban (1 )
  • gelbe Karte Criscito (3 )
  • gelbe Karte Smolnikow (2 )
  • gelbe Karte Mevlja (1 )

Zuschauer:

  • 44.092

Schiedsrichter:

  • Daniele Orsato (Italien)

Vorkommnisse:

  • Lunev (St. Petersburg) hält Foulelfmeter (82.) von Werner (Leipzig).

Stand: Donnerstag, 15.03.2018, 20:58 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 15.03.2018, 21:32

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