Last-Minute-Niederlage - Gladbach scheitert in der Europa League

Spielszene Gladbach gegen Istanbul

Last-Minute-Niederlage - Gladbach scheitert in der Europa League

  • Borussia Mönchengladbach scheitert als einziger der sieben deutschen Starter in der Gruppenphase des Europapokals
  • Niederlage am letzten Gruppenspieltag der Europa League mit 1:2 (1:1) gegen Basaksehir Istanbul
  • Gladbach rutscht in der Gruppe J von Platz eins noch auf den dritten Rang ab

Borussia Mönchengladbach ist als einziger der sieben deutschen Starter in der Gruppenphase des Europapokals gescheitert. Der Bundesliga-Tabellenführer verlor am Donnerstagabend (12.12.2019) am letzten Gruppenspieltag der Europa League mit 1:2 (1:1) gegen Basaksehir aus Istanbul und rutschte in der Gruppe J von Platz eins noch auf den dritten Rang ab. Marcus Thuram (33. Minute) brachte die Borussia vor 40.046 Zuschauern zwar in Führung. Doch Irfan Can Kahveci (44.) nach einem Katastrophen-Fehler des bislang so starken Torwarts Yann Sommer und Enzo Crivelli (90.) drehten die Partie gegen am Ende geschockte Gladbacher.

"Das ist bitter für uns. Wir wollten unbedingt das Ziel erreichen, zu gewinnen und im nächsten Jahr dabei zu sein", sagte Trainer Marco Rose bei "RTL". Stefan Lainer äußerte beim Streamingdienst "DAZN": "Es war komplett unnötig, dass wir nicht drei Punkte geholt haben. Wir hatten das Spiel komplett im Griff und haben zwei dumme, unnötige Gegentore bekommen."

Gladbach scheitert dramatisch gegen Istanbul

00:53 Min. Verfügbar bis 12.12.2020

Marco Rose sortiert um

Die Gastgeber begannen mit dem Selbstverständnis eines Bundesliga-Tabellenführers, der am vergangenen Wochenende die Bayern geschlagen hat. Florian Neuhaus prüfte Istanbuls Torwart Mert Günok bereits nach vier Minuten. Rose hatte im Vergleich zum 2:1 gegen München etwas überraschend fünf Wechsel in der Startformation vorgenommen und seine Mannschaft in ein offensives 4-3-3-System sortiert. Unter anderem Ramy Bensebaini, gegen den Rekordmeister noch Doppeltorschütze, saß zunächst auf der Bank.

Rose: "Zeigen, dass wir ein weltoffenes Europa sind" Sportschau 11.12.2019 00:32 Min. Verfügbar bis 11.12.2020 Das Erste

Gladbach defensiv zunächst kaum gefordert

Defensiv waren die Borussen gegen die Gäste, die laut Rose über "hohe fußballerische Qualität" verfügen und ein paar bekannte Altstars ihn ihren Reihen haben, eigentlich kaum gefordert. Rose, der 2018 mit Salzburg das Halbfinale der Europa League erreicht hatte, sah sich das dick eingepackt zumeist auf der Gladbacher Bank sitzend an. Die Abwehr um Nationalverteidiger Matthias Ginter sowie Christoph Kramer und Denis Zakaria auf der Doppel-Sechs im Mittelfeld hatte kaum Mühe mit den zaghaften Angriffsbemühungen der Gäste. Dann aber sah Sommer bei Kahvecis Schuss aus gut 30 Metern schlecht aus - und machte die Partie ohne Not wieder spannend.

Kurz nach dem Wiederanpfiff wurde Istanbul zudem etwas stärker. Die besseren Chancen verzeichnete aber weiterhin die Borussia. Patrick Herrmann hatte das zweite Gladbacher Tor auf dem Fuß. Er scheiterte aber am glänzend reagierenden Istanbuler Torwart (60.), der auch beim Distanzschuss von Thuram (75.) und Kopfball des eingewechselten Alassane Pléa (87.) zur Stelle war. Crivelli sorgte für Ruhe im Borussia-Park, Thuram traf im Anschluss noch den Pfosten.

Statistik

Fußball · UEFA Europa League · 6. Spieltag 2019/2020

Donnerstag, 12.12.2019 | 21.00 Uhr

Wappen Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach

Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt – C. Kramer (90.+2 Bensebaini), Zakaria – Neuhaus (78. Stindl) – P. Herrmann, Embolo (78. Pléa), Thuram

1
Wappen Istanbul Basaksehir

Istanbul Basaksehir

Günok – Junior Caicara, Ponck, Epureanu, Clichy – Topal (88. B. Özcan) – Kahveci (90.+3 Azubuike), Aleksic (67. Ba) – Visca, Crivelli, Elia

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Thuram (33.)
  • 1:1 Kahveci (44.)
  • 1:2 Crivelli (90.+1)

Strafen:

  • gelbe Karte Topal (3 )
  • gelbe Karte Elia (1 )

Zuschauer:

  • 40.406

Schiedsrichter:

  • José María Sánchez (Spanien)

Stand der Statistik: Donnerstag, 12.12.2019, 22:56 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 12.12.2019, 22:58

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