Leipzig zittert sich in die nächste Runde

Umkämpftes Spiel: Leipzigs Bruma (r.) gegen Neapels Zielinski

Europa-League-Zwischenrunde

Leipzig zittert sich in die nächste Runde

RB Leipzig steht bei seiner ersten Europapokal-Teilnahme trotz einer Niederlage im Rückspiel gegen den SSC Neapel in der Runde der letzten Sechzehn.

Leipzig unterlag den Italienern am Donnerstag (22.02.2018) zuhause zwar mit 0:2, profitierte aber vom Europapokal-Modus und steht dank des 3:1-Hinspiel-Erfolgs im Achtelfinale der Europa League.

"Ich habe gestern nicht zu viel versprochen, dass uns da noch ein heißer Tanz bevorsteht", sagte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl. "Nach dem 0:2 wurde es nochmal richtig eng. Für uns ist das ein Riesending, dass wir so eine Mannschaft aus dem Wettbewerb werfen konnten." Wer am 8. und 15. März der nächste Gegner der Leipziger wird, entscheidet sich bei der Auslosung am Freitag in Nyon.

Sarri lässt die Stars ran

Neapels Trainer Maurizio Sarri hatte nach dem 1:3 im Hinspiel angekündigt, alles zu tun, um das Achtelfinale doch noch zu erreichen. Er hielt Wort: Mit Dries Mertens und Lorenzo Insigne ließ er zwei seiner Stars von Beginn an ran, die im Hinspiel noch auf der Bank gesessen hatten. Und Letzterer war entscheidend am einzigen Treffer in Durchgang eins beteiligt: Insigne prüfte mit einem Schuss aus kurzer Distanz RB-Keeper Peter Gulacsi, der den Ball nach vorn klatschen ließ. Piotr Zielinski reagierte schneller als Bernardo und hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz zu vollenden (33. Minute).

Emil Forsberg: "Wir sind weiter, egal wie"

Sportschau | 22.02.2018 | 00:18 Min.

Die Leipziger agierten trotz der komfortablen Ausgangslage fahrig und fanden nur selten einmal zu ihrem gefürchteten Umschaltspiel. Und doch entstand aus einem der seltenen Konter die beste RB-Chance in Halbzeit eins: Kevin Kampl trieb den Ball auf der linken Seite nach vorne, legte im richtigen Moment an den Sechzehner zurück zu Marcel Sabitzer. Der Österreicher nahm die Vorlage direkt, gefährlich wurde sein Abschluss aber erst dadurch, dass Neapels Lorenzo Tonelli den Ball mit dem Kopf abfälschte - Latte (15.).

Schwache zweite Halbzeit

Wer darauf gehofft hatte, dass beide Teams im zweiten Durchgang zielstrebiger agieren könnten, wurde enttäuscht. Torchancen waren nach Wiederanpfiff Mangelware, lediglich zweimal Hereingaben von Timo Werner sorgten für auf Seiten der Leipziger für einen Hauch von Gefahr. Die erste klärte Christian Maggio vor dem einschussbereiten Yussuf Poulsen (50.), die zweite Tonelli im Fünfmeterraum vor dem heranstürmenden Sabitzer (77.).

Diego Demme: "Klar sind wir erleichtert"

Sportschau | 22.02.2018 | 00:22 Min.

Und auch Neapels Aufholjagd ließ lange auf sich warten. Erst in der Schlussphase zogen die Gäste das Tempo an: Nach einer Hereingabe von Jose Callejon konnte Dayot Upamekano gerade noch vor dem einschussbereiten Mertens klären (83.). Kurz darauf fiel dann der zweite Treffer für den SSC - und Leipzig musste plötzlich doch noch zittern: Callejons Flanke verpasste der schlechtpostierte Leipziger Rechtsverteidiger Konrad Laimer, Insigne schlich sich in seinem Rücken vorbei und traf aus fünf Metern (86.).

Für Leipzig geht es am Sonntag (25.02.2018) in der Bundesliga mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Köln weiter. Neapel tritt in der Serie A einen Tag später bei Cagliari an.

Statistik

Fußball · UEFA Europa League 2017/2018

Donnerstag, 22.02.2018 | 19.00 Uhr

Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Gulacsi – Laimer, Konaté, Upamecano, Bernardo – Sabitzer, Demme, Kampl, Bruma (73. Forsberg) – Ti. Werner (85. Augustin), Y. Poulsen (90.+1 Ilsanker)

0
Wappen SSC Neapel

SSC Neapel

Reina – Maggio, Albiol, Tonelli, Rui (68. Hysaj) – Allan, Diawara (82. Jorginho), Hamsik (65. Callejon) – Zielinski, Mertens, L. Insigne

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Zielinski (33.)
  • 0:2 L. Insigne (86.)

Strafen:

  • gelbe Karte Tonelli (1 )
  • gelbe Karte Y. Poulsen (1 )
  • gelbe Karte Zielinski (1 )
  • gelbe Karte Kampl (1 )
  • gelbe Karte Sabitzer (1 )
  • gelbe Karte Augustin (1 )

Zuschauer:

  • 36.163

Schiedsrichter:

  • Anthony Taylor (England)

Stand: Donnerstag, 22.02.2018, 20:55 Uhr

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 22.02.18, ab 22.50 Uhr

red | Stand: 22.02.2018, 20:54

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