Leverkusen kämpft gegen Bayer-Phänomen an

Bayer Leverkusens Trainer Peter Bosz gibt Anweisungen am Spielfeldrand

Leverkusen kämpft gegen Bayer-Phänomen an

Von Jörg Strohschein

  • Bayer 04 hat unter Trainer Peter Bosz einen Aufwärtstrend erlebt.
  • In der Europa League trifft die Werkself auf FK Krasnodar.
  • Zwischenrunde soll noch nicht Endstation sein.

Wenn man den Spielern von Bayer 04 Leverkusen vor dieser Partie so zuhört, dann sind sie wirklich nicht zu beneiden. "Wir müssen weiter unsere Hausaufgaben machen: Nun wartet eine eklige Reise nach Krasnodar – mit vielen Strapazen und einem wohl undankbaren, sehr schwierigen Spiel. Das wollen wir trotzdem unbedingt gewinnen", sagt etwa Angreifer Kevin Volland.

Dabei sollte beim Gedanken an den Leverkusener Drei-Tage-Trip in Russlands Schwarzmeer-Region eigentlich Vorfreude aufkommen. Schließlich steht das Team von Trainer Peter Bosz in der Zwischenrunde der Europa League (die letzten 32 Teams). Diese nach Hin- und Rückspiel zu überstehen, ist das erklärte Ziel der Werkself. Auch wenn Rudi Völler einen "gefährlichen Gegner" ausgemacht hat.

"Sie sind in der Gruppenphase punktgleich mit dem FC Sevilla Zweiter geworden, das sagt eine Menge aus. Aber das Ziel ist ganz klar die nächste Runde", sagt der Bayer-Geschäftsführer Sport.

Bosz mit guten Erfahrungen

Aber vielleicht ist es menschlich, dass die Leverkusener mit ambivalenten Gefühlen die Reise nach Krasnodar antreten. Nach dem DFB-Pokal-Aus bei Zweitligist 1.FC Heidenheim (1:2) folgte ein Torfestival in der Bundesliga bei Mainz 05 (5:1). So richtig wissen sie deshalb noch nicht, wo sie derzeit bei Bayer 04 stehen - auch wenn zuletzt unter Trainer Peter Bosz ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen war.

Bosz ist es auch, der besonders gute Erfahrungen in der Europa League gesammelt hat. 2017 erreichte der Coach mit Ajax Amsterdam und spektakulärem Kurzpassspiel das Finale, das allerdings mit 0:2 gegen Manchester United zu Ende ging. "Es tut gut, wenn jemand schon einmal so weit gekommen ist und weiß, was er sagen muss", sagt Defensivspezialist Sven Bender. Sein Bruder und Kapitän Lars Bender hat die Reise nicht mit angetreten, er leidet weiterhin unter einem Faserriss im Oberschenkel.

Auch die Verantwortlichen wissen sich keinen Rat

Kontinuität ist seit einigen Jahren eines der dringlichsten Problemfelder unter dem Bayerkreuz. Die vielfach schwankenden Leistungen in den vergangenen Jahren haben nicht nur die Anhänger des Klubs überaus irritiert. Auch die Verantwortlichen um Völler wussten sich häufig keinen Rat auf dieses Bayer-Phänomen.

"Wenn wir diese Spiele fokussiert angehen und umsetzen, was uns der Trainer vorgibt, haben wir Chancen, ganz weit zu kommen", sagt Sven Bender. Diese These würde wohl niemand anzweifeln. Nur umsetzen müssten es die Leverkusener mal dauerhaft.

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