Inter Mailand - enorm verstärkt mit Geld aus China

Romelu Lukaku

Europa League, Viertelfinale

Inter Mailand - enorm verstärkt mit Geld aus China

Inter Mailand geht als eines der favorisierten Teams ins Europa-League-Viertelfinale. Bayer Leverkusens Gegner wurde mit finanziellen Mitteln des chinesischen Besitzers enorm aufgerüstet.

Als Inter Mailand jüngst am letzten Spieltag der Serie A mit einem 2:0-Auswärtserfolg bei Atalanta Bergamo Tabellenplatz zwei - nur einen Punkt hinter Meister Juventus Turin - absicherte, schien die Welt so richtig in Ordnung. Dann aber präsentierte Trainer Antonio Conte bei der anschließenden Pressekonferenz ein ganzes Arsenal an Vorwürfen gegen seinen Klub. Alles bliebe an ihm hängen, seine Spieler und er hätten in den vergangenen Monaten kaum Unterstützung seitens der Klubführung erfahren, so der Trainer.

Italien wundert sich - will Conte seinen Abschied von Inter provozieren? So, wie er es zuvor schon bei seinen beiden Stationen Juventus Turin und FC Chelsea gemacht hatte? Zunächst ist die Beantwortung dieser Frage verschoben - Inter steht nach dem 2:0-Sieg gegen den FC Getafe erst einmal im Viertelfinale der Europa League. Und trifft dort am Montag (10.08.2020) auf Bayer Leverkusen.

Starker Endspurt in der Serie A

Das Conte-Team ist einer der Top-Favoriten auf den "kleinen" Europa-Titel. Das Team rollte nach der Coronapause wie eine Dampfwalze durch die italienische Liga und hätte Juve am Ende im Kampf um den Scudetto beinahe noch abgefangen. Der Europa-League-Titel wäre zumindest ein kleiner Triumph für den selbstbewussten Klub aus Norditalien, der sich seit 2016 im Besitz des chinesischen Einzelhandels-Unternehmen Suning befindet.

Und der chinesische Besitzer kleckerte in jüngerer Vergangenheit nicht gerade, was seine finanzielle Unterstützung für den Klub angeht. Im Winter wurde für die beiden Außenbahnen mit dem Briten Ashley Young und dem Nigerianer Victor Moses noch einmal an Weltklasse zugelegt, für das Mittelfeld bekam Conte den dänischen Spielgestalter Christian Eriksen von Tottenham Hotspur.

Personell enorm aufgerüstet

Ein gewaltiges Investment, zumal ja schon im vergangenen Sommer für die Verpflichtung des belgischen Weltklasse-Stürmers Romelu Lukaku und Italiens Talent Nicolo Barella geschätzte 100 Millionen Euro eingesetzt wurden. Zudem steht mit Dortmunds Achraf Hakimi auch schon wieder ein Neuer für die rechte Außenbahn fest. Kostenpunkt hier: 40 Millionen, die an Besitzer Real Madrid fließen.

Umso erstaunlicher, dass Conte gerade jetzt die Klubführung angreift. Vielleicht wollte er ja seine Entlassung provozieren, um noch einmal auf der Trainerbank von Juventus Turin landen zu können. Falls dem so ist, war es vergebene Liebesmühe: Juve verkündete wenige Stunden nach der Entlassung von Trainer Maurizio Sarri bereits den Namen des neuen Übungsleiters. Er heißt Andrea Pirlo.

red/sid/dpa | Stand: 09.08.2020, 13:23

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