Eintracht Frankfurt Jubel West Ham United

Frankfurt - West Ham 1:0

Eintracht im Europa-League-Finale - Frankfurt träumt weiter vom Titel

Stand: 05.05.2022, 23:01 Uhr

Eintracht Frankfurt darf in Sevilla um den Titel der Europa League spielen. Die Hessen gewannen auch das Rückspiel gegen West Ham und stehen verdient im Finale. Die Entscheidung fällt früh in der Partie.

Eintracht Frankfurt steht im Finale der Europa League und spielt am 18. Mai in Sevilla gegen die Glasgow Rangers um den Titel. Die Hessen gewannen am Donnerstagabend auch das Halbfinal-Rückspiel gegen West Ham United. Nach 90 intensiven Minuten stand es 1:0 (1:0) für die Frankfurter. Den einzigen Treffer des Tages erzielte Rafael Borré (26. Minute).

Die Eintracht, begleitet von einer gigantischen Choreographie, musste schon nach wenigen Minuten einen herben Rückschlag hinnehmen. Martin Hinteregger probierte sich an einem Check gegen West-Ham-Angreifer Michail Antonio, dieser fiel aber nicht hin, im Gegenteil: Der Österreicher fasste sich im Anschluss an den hinteren Oberschenkel und musste zum Entsetzen der Eintracht-Fans früh verletzt raus.

Choreographie Eintracht Frankfurt

Cresswell sieht früh Rot

Diesen Nackenschlag merkte man den Hessen im Anschluss aber nicht an. In einer intensiven, körperbetonten und von Scharmützeln geprägten Partie, in der besonders zu Beginn mehr Fußball gekämpft als gespielt wurde, führte ein Doppelpack der etwas anderen Art die Eintracht frühzeitig in Richtung Sevilla.

Frankfurt bezwingt West Ham und träumt weiter vom Titel

Sportschau 05.05.2022 00:56 Min. Verfügbar bis 05.05.2023 ARD


Entscheidender Punkt Nummer eins: In der 17. Minute legte Cresswell, der sich bei einem langen Ball komplett verschätzte, Jens Petter Hauge kurz vor dem Strafraum und sah dafür erst Gelb. Nach einem Blick auf den Monitor entschied sich Schiedsrichter Jesus Gil Manzano richtigerweise um und schickte den Verteidiger vom Feld.

Borré trifft nach Knauffs Hereingabe

Entscheidender Punkt Nummer zwei: Die Eintracht nutzte diese numerische Überzahl rasant aus. In der 26. Minute steckte Almamy Touré, der für Hinteregger ins Spiel gekommen war, den Ball gut auf Ansgar Knauff durch, der im Sechzehner Borré fand. Der Kolumbianer blieb eiskalt und traf zum 1:0. Im Anschluss beruhigten die Frankfurter die Partie. Wenn West Ham gefährlich wurde, dann nur über Standards. Die gefährlichste Aktion klärte N'Dicka dabei auf der Linie (43.).

Rafael Borré Eintracht Frankfurt Tor West Ham

Im zweiten Abschnitt ging es den Hessen weiter um Spielkontrolle. Bloß nicht die Engländer vor das eigene Tor lassen, war die Devise. Die Spannung blieb dadurch lange in der Partie, viele Torraumszenen gab es aber nicht. Nach einem Kopfball von Craig Dawson musste Kevin Trapp das erste Mal richtig zugreifen (60.).

Moyes sieht die Rote Karte

West Ham versuchte es nach einer Stunde aber vermehrt, das war nicht zu übersehen, die Eintracht wurde etwas passiv und spielte bei eigenem Ballbesitz mehr quer und nach hinten als nach vorne. Der Verwaltungs-Modus war nun angesagt. Erst Kamada setzte mal wieder ein Ausrufezeichen, zielte bei seinem Linksschuss aber neben das Tor (69.).

David Moyes Eintracht Rote Karte

In der Schlussphase wurde es nochmal hitzig im Stadtwald. Gäste-Trainer David Moyes schoss einen Ball in Richtung eines Eintracht-Balljungen und sah dafür die Rote Karte. Im Anschluss nutzten der eingewechselte Paciencia (83.) und Touré (86.) ihre guten Chancen nicht. Da aber auch Antonio (88.), Tomas Soucek (90.) und Jarrod Bowen (90.+3) den Ball nicht im Tor unterbrachten, war das am Ende egal. Denn das 1:0 brachte die Eintracht ins Finale. Dort treffen die Hessen auf die Glasgow Rangers.

Quelle: HR

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