Europa League: Hauge schießt Eintracht Frankfurt in die K.o.-Phase

Last-Minute-Sieg in Piräus

00:42 Min. Verfügbar bis 04.11.2022


Last-Minute-Sieg in Piräus

Europa League: Hauge schießt Eintracht Frankfurt in die K.o.-Phase

Kein gutes Spiel, aber ein perfektes Ergebnis: Eintracht Frankfurt siegt auch in Griechenland und überwintert damit in der Europa League.

Eintracht Frankfurt hat sich vorzeitig das Weiterkommen in der Europa League gesichert: Die Hessen gewannen am Donnerstagabend (04.11.2021) mit 2:1 (1:1) in Piräus. Für die Griechen traf Youssef El-Arabi (12. Minute), Daichi Kamada konnte für die Frankfurter ausgleichen (17.). In der ersten Minute der Nachspielzeit erzielte Jens Petter Hauge den umjubelten Siegtreffer.

Kamada kontert Piräus-Führung

Mit fünf Änderungen schmiss Trainer Oliver Glasner seine Startelf mächtig durcheinander. So fand sich der zuletzt müde wirkende Martin Hinteregger auf der Bank wieder, Filip Kostic fehlte verletzt und auch Erik Durm musste sich kurzfristig krank abmelden.

Die Griechen, denen die Eintracht im Hinspiel die erste Saisonniederlage beigebracht hatte, legten stark los und gingen schnell in Führung: In der 12. Minute sprintete Henry Onyekuru Tuta auf außen davon, seine Hereingabe konnte El-Arabi zum 1:0 verwerten. Doch mit der ersten echten Chance schlugen die Hessen zurück: Rafael Borré schickte Kamada mit einem Steilpass, der Japaner blieb cool und schob zum 1:1 ins lange Eck ein (17.).

Zähes Spiel ohne große Höhepunkte

In der Folge war Piräus druckvoller und der erneuten Führung mehrfach nah, bei der Eintracht fehlte es an Kreativität im Offensivspiel. Nach einer starken Kombination der Gastgeber tauchte Giorgos Masouras frei im Strafraum auf, Torwart Kevin Trapp fuhr das lange Bein aus und verhinderte das Gegentor (36.). In der 39. Minute war der Schlussmann gegen einen Schuss von Mady Camara erneut stark zur Stelle. Zur Halbzeit blieb es beim für die Eintracht schmeichelhaften Unentschieden.

Doch auch im zweiten Durchgang war das Spiel zunächst zäh und besonders auf Eintracht-Seite zu unkreativ. In der 56. Minute hatten die Frankfurter Glück, als sich Onyekuru im Rücken von Tuta davonschlich, mit seinem Abschluss das Tor aber knapp verfehlte. Glasner reagierte anschließend und brachte Jesper Lindström und Almamy Touré für Aymen Barkok und den einmal mehr wirkungslosen Sam Lammers.

Glasner platzt der Kragen - Erlösung durch Hauge

Als es trotzdem nicht besser wurde, platzte dem Eintracht-Coach kurzzeitig der Kragen: Glasner schlug einen Ball, der zu ihm ins Seitenaus kam, wutentbrannt weg und kassierte dafür die Gelbe Karte. Ein Weckruf für sein Team war das aber auch nicht. In der 69. Minute hatte immerhin Lindström mal wieder einen Abschluss für die Frankfurter, sein Distanzschuss war allerdings nicht platziert genug.

Allerdings ließ auch Piräus zunehmend nach, sodass sich der Großteil der zweiten Halbzeit im Mittelfeld abspielte - große Chancen Mangelware. Als alles auf ein Unentschieden hindeutete, schlug die Eintracht eiskalt zu: Lindström brachte den Ball zu Hauge, der ihn ins Netz jagte - 2:1 und der große Jubel über das vorzeitige Weiterkommen. Denn zumindest Platz zwei ist den Hessen in der Europa-League-Gruppe D nun nicht mehr zu nehmen.

Die Eintracht-Pressekonferenz nach dem Spiel in Piräus 10:35 Min. Verfügbar bis 05.11.2022

HR | Stand: 04.11.2021, 22:18

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