Europa League - Eintracht gegen Lazio, heikle Aufgabe für Leipzig

Der Pokal für den Gewinn der Europa League

Gruppenphase in der Europa League

Europa League - Eintracht gegen Lazio, heikle Aufgabe für Leipzig

In der Gruppenphase der Europa League trifft Eintracht Frankfurt auf Lazio Rom und Olympique Marseille. Auf RB Leipzig wartet ein heikles Duell mit dem FC Salzburg. Bayer Leverkusen erwischte eine durchaus machbare Gruppe.

Das ergab die Auslosung am Freitag (31.08.2018) im Grimaldi Forum von Monaco. Der erste Spieltag steigt am Donnerstag, den 20. September, die Spiele beginnen dann um 18.55 Uhr oder 21 Uhr. Die Ersten und Zweiten jeder Gruppe qualifizieren sich für die Zwischenrunde im Februar, bei der dann auch noch die acht Gruppendritten der Champions League vertreten sein werden.

"Schon seit Jahren entflochten"

"Viel spannender, viel lukrativer hätte man sich die Gruppe nicht ausdenken können", sagte Leipzigs Trainer Ralf Rangnick. Die Sachsen haben in der Gruppe B den FC Salzburg, Celtic Glasgow und Rosenborg BK zugelost bekommen.

Rangnick sieht Duell gegen Salzburg als "brisantes Spiel"

Sportschau | 31.08.2018 | 01:31 Min.

Besondere Brisanz hat das Duell gegen Leipzigs ehemaligen Schwesterklub Salzburg. Die UEFA hatte Europacup-Spiele zwischen beiden Vereinen im Sommer 2017 erst nach wochenlangen Beratungen grundsätzlich erlaubt, obwohl beide Klubs mit Red Bull den gleichen Hauptgeldgeber haben. Zwischen beiden Klubs gab es laut Leipzigs Vorstandsvorsitzendem Oliver Mintzlaff einen Entflechtungsprozess.

Rangnick selbst war von 2012 bis 2015 Sportdirektor beider Vereine. "Beide Vereine wurden schon seit Jahren entflochten. Als ich Salzburg vor drei Jahren verlassen haben, war es der erste Schritt, in den letzten zwei Jahren wurden die Klubs weiter entflochten", meinte Rangnick, "um die Wettbewerbstauglichkeit muss sich keiner Gedanken machen, es werden zwei emotionale und brisante Spiele."

Herrlich nimmt Favoritenrolle an

Die vermeintlich leichteste Gruppe erwische Leverkusen mit dem bulgarischen Meister Ludogorets Rasgrad, dem FC Zürich und AEK Larnaka aus Zypern. Rasgrad dürfte den deutschen Fans womöglich noch aus dem Vorjahr in Erinnerung sein, als sich der bulgarische Serienmeister unter anderen gegen 1899 Hoffenheim durchsetzte.

Leverkusens Trainer Heiko Herrlich sagte in einer ersten Reaktion: "Unabhängig von der Auslosung haben wir schon vor langer Zeit ganz klar gesagt, dass wir in unserer Gruppe Erster werden und weiterkommen wollen. Wir sind der Favorit, das nehmen wir an."

Gegner von Champions-League-Format

Frankfurt darf sich auf Gegner von Champions-League-Format freuen. So trifft die Eintracht bei ihrem Europacup-Comeback nach fünf Jahren auf Vorjahresfinalist Olympique Marseille und den italienischen Topklub Lazio Rom, dazu wartet in Gruppe H noch Apollon Limassol aus Zypern. Frankfurts Vorstand Axel Hellmann freute sich mit den Anhängern: "Wir haben tolle Ziele. Alle drei Spielorte sind für die Fans super. Sportlich ist es durchaus ambitioniert, anspruchsvoll und eine tolle Herausforderung. Wir haben uns Europa gewünscht und jetzt haben wir Europa auf höchstem Niveau."

Düdelingen zieht das große Los

Auf den krassen Außenseiter F91 Düdelingen wartet ein ganz besonderes Highlight. Der erste luxemburgische Klub, der sich für die Europa-League-Gruppenphase qualifizierte, bekommt es in Gruppe F mit dem früheren Champions-League-Sieger AC Mailand zu tun. Dazu erhielt Düdelingen in Olympiakos Piräus und Betis Sevilla weitere namhafte Gegner.

Im Vorjahr hatten die deutschen Teams in der Europa League massiv enttäuscht. Der SC Freiburg verpasste die Gruppenphase. 1899 Hoffenheim, Hertha BSC und der 1. FC Köln schieden in der Vorrunde aus. RB Leipzig und Borussia Dortmund stiegen als Gruppendritte der Champions League in der K.o.-Phase ein, kamen aber nicht über das Viertel- und Achtelfinale hinaus.

Die Gruppen in der Übersicht

Gruppe A
Bayer Leverkusen

Ludogorets Rasgrad
FC Zürich
AEK Larnaka

Gruppe B
FC Salzburg
Celtic Glasgow
RB Leipzig
Rosenborg Trondheim

Gruppe C
Zenit St. Petersburg
FC Kopenhagen
Girondins Bordeaux
Slavia Prag

Gruppe D
RSC Anderlecht
Fenerbahce Istanbul
Dinamo Zagreb
Spartak Trnava

Gruppe E
FC Arsenal
Sporting Lissabon
Qarabag Agdam
Workla Poltawa

Gruppe F
Olympiakos Piräus
AC Mailand
Betis Sevilla
F91 Düdelingen

Gruppe G
FC Villarreal
Rapid Wien
Spartak Moskau
Glasgow Rangers

Gruppe H
Lazio Rom
Olympique Marseille
Eintracht Frankfurt
Apollon Limassol

Gruppe I
Besiktas Istanbul
KRC Genk
Malmö FF
Sarpsborg 08 FF

Gruppe J
FC Sevilla
FK Krasnodar
Standard Lüttich
Akhisar Beldiyespor

Gruppe K
Dynamo Kiew
FK Astana
Stade Rennes
FK Jablonec

Gruppe L
FC Chelsea
PAOK Saloniki
Bate Borissow
Videoton FC

Der Sieger der Europa League wird am 29. Mai in Baku in Aserbaidschan gekürt und qualifiziert sich direkt für die Gruppenphase der danach folgenden Champions League.

dpa/red | Stand: 31.08.2018, 14:37

Darstellung: