Rapid Wien weiter, antisemitische Gesänge von Chelsea-Fans

James Tavernier (Rangers FC) und Boli Bolingoli-Mbombo (SK Rapid Wien)

6. Spieltag der Europa League

Rapid Wien weiter, antisemitische Gesänge von Chelsea-Fans

Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid Wien hat zum zweiten Mal in seiner Club-Geschichte die K.o.-Phase der Europa League erreicht.

Die Wiener besiegten am Donnerstagabend (13.12.18) Schottlands Rekordchampion Glasgow Rangers mit 1:0 (0:0) und sicherten sich als Zweiter der Gruppe G neben dem punktgleichen Gruppensieger Villarreal das Ticket für die Runde der letzten 32. Die Spanier gewannen ihr Heimspiel gegen Spartak Moskau mit 2:0.

Heimpleite gegen Malmö

Besiktas Istanbul scheiterte in Gruppe I. Die Türken mit dem ehemaligen Mainzer und Liverpooler Torhüter Loris Karius verloren ihr Heimspiel gegen Malmö FF mit 0:1. Die Schweden buchten durch den Auswärtserfolg als Gruppenzweiter hinter KRC Genk (11 Punkte) das Ticket für die nächste Runde, sie lagen am Ende zwei Zähler vor Besiktas.

Ein Herzschlagfinale gab es auch in Gruppe J: Der FC Sevilla rettete sich mit einem 3:0-Heimsieg gegen FK Krasnodar in die nächste Runde, weil Standard Lüttich beim bislang punktlosen türkischen Club Akhisar Belediyespor nur zu einem torlosen Remis kam. Europa-League-Rekordgewinner Sevilla gewann die Gruppe damit punktgleich vor den Russen, die Belgier lagen zwei Punkte hinter dem Top-Duo.

Özil feiert erfolgreiches Comeback

Ein erfolgreiches Comeback gab Mesut Özil für den FC Arsenal. Nach mehr als vier Wochen ohne Einsatz im Trikot des englischen Premier-League-Klubs bereitete Özil beim 1:0 (1:0) über Qarabag Agdam aus Aserbaidschan den Treffer zum 1:0 durch Alexandre Lacazette (17.) vor.

Özil, der in der 83. Minute ausgewechselt wurde, hatten zuletzt Rückenprobleme geplagt. Arsenal, wettbewerbsübergreifend seit nunmehr 22 Spielen ungeschlagen, hatte die Zwischenrunde schon vor dem Duell mit Außenseiter Agdam als Sieger der Gruppe E erreicht. Bernd Leno und Shkodran Mustafi kamen nicht für die Gunners zum Einsatz, die nach dem Auftakt gegen Poltawa (4:2) kein Gegentor mehr kassierten.

Chelsea-Fans singen antisemitische Sprechchöre

Arsenals Ligakonkurrent FC Chelsea verpasste den sechsten Sieg im sechsten Gruppenspiel. Die Blues kamen beim FC Vidi in Ungarn nur zu einem 2:2 (1:1). Der brasilianische Nationalspieler Willian (30.) und der französische Weltmeister Oliver Giroud (75.) trafen für den Favoriten. Ein Eigentor von Chelseas Ethan Ampadu (32.) und ein Treffer von Loic Nego (56.) verhinderten den Erfolg der Londoner.

Während der Partie kam es zu antisemitischen Sprechchören von Chelsea-Anhängern. Es war nicht das erste Mal, dass Anhänger der "Blues" auffällig wurden: Bereits in der Vergangenheit waren mehrmals antisemitische Gesänge zu hören, oft gegen den Ligakonkurrenten Tottenham gerichtet.

Erst Anfang der Woche hatte Chelsea zudem vorläufige Stadionverbote gegen vier Personen ausgesprochen, die den englischen Nationalspieler Raheem Sterling (Manchester City) rassistisch beleidigt haben sollen.

"Der Klub und die überwältigende Mehrheit unserer Fans verabscheuen Antisemitismus und jede Art von Rassenhass oder religiösem Hass", sagte ein Sprecher des Vereins nach der Partie der BBC.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Donnerstag, 13.12.2018, ab 22.50 Uhr

Stand: 13.12.2018, 23:05

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