RB Leipzig mit ganz viel Dusel in die Europa League

Die Leipziger bejubeln das erlösende Siegtor gegen Luhansk

RB Leipzig - Sarja Lugansk 3:2

RB Leipzig mit ganz viel Dusel in die Europa League

Mit einem Handelfmeter in der 90. Minute hat sich RB Leipzig doch noch für die Europa League qualifiziert. Gegen Sarja Lugansk sah es lange Zeit nach einem peinlichen Scheitern aus.

Emil Forsberg übernahm Verantwortung. Als Schiedsrichter Danny Makkelie aus den Niederlanden in der allerletzten Minute auf den Elfmeterpunkt zeigte, schnappte sich der Schwede den Ball und beförderte die Sachsen im Play-off-Rückspiel mit seinem Treffer zum 3:2 (1:1) doch noch in den internationalen Wettbewerb. Nach dem torlosen Hinspiel drohte bis zu diesem Zeitpunkt das Aus.

Keine Präzision im Abschluss

Dabei war in der ersten Halbzeit die Überlegenheit der Leipziger noch drückend gewesen - 14:3 Torschüsse hieß die Bilanz. Doch das Problem lag auf der Hand: Nur ein einziger dieser 14 Versuche ging auf das Tor der Ukrainer - und der war drin: Matheus Cunha zog in der siebten Minute nach Zuspiel von Kevin Kampl flach aus 20 Metern ab, Timo Werner beförderte die Kugel dann mit der Innenseite ins linke Eck.

Dazu traf Werner aber auch nach einer Hereingabe von Konrad Laimer aus drei Metern das Tor nicht (18.), und er hatte kurz vor der Pause großes Pech mit einem abgefälschten Distanzschuss, der an die Latte klatschte.

Zwei Chancen, zwei Tore

Eine Lehrstunde in Sachen Effektivität bekam RB vom Gegner: Bis dahin in der Offensive so gut wie unsichtbar, köpfte Rafael Ratao in der 35. Minute die einzige gefährliche Flanke des ersten Durchgangs am total passiven Ibrahima Konaté vorbei ins rechte Eck.

Und auch nach dem Wechsel patzte Konaté, gab Oleksandr Karavaev auf der rechten Seite nur Geleitschuss. Der spitzelte den Ball an RB-Torhüter Yvon Mvogo vorbei, kurz vor der Torlinie grätschte ihn Artem Gordienko zum 2:1 für Lugansk ins Netz.

Ausgleich durch Augustin

In der Folge baute Leipzig spielerisch noch mehr ab, hatte im Mittelfeld enorme Probleme, allein der eifrige Kampl riss seine Kollegen noch mit. Trainer-Sportdirektor Ralf Rangnick ging nach einer Stunde ins Risiko, brachte mit Emil Forsberg und Jean-Kevin Augustin neues Angriffspersonal.

Das zahlte sich aus: Werner lupfte den Ball diagonal über die Abwehr, aus kurzer Distanz verwandelte Augustin in der 69. Minute zum 2:2. Danach war eigentlich noch Zeit genug, doch den Rasenballern fehlte jeglicher Druck, jegliche Kreativität - und auch die Körpersprache war teilweise erschreckend. Erst die höchst glückliche Fügung, dass Vitali Vernydub den Ball in der 90. Minute im Strafraum mit der Hand stoppte, brachte Leipzig dann doch noch nach Europa.

Statistik

Fußball · Europa League Qualifikation 2018/2019

Donnerstag, 30.08.2018 | 18.30 Uhr

Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Mvogo – Laimer (79. Bruma), Konaté (59. Forsberg), Orban, Klostermann – Ilsanker, Kampl – Sabitzer, Matheus Cunha – Poulsen (59. Augustin), Werner

3
Wappen Sarja Lugansk

Sarja Lugansk

Felipe – Tymtschyk, Wernydub, Swatok, Mychajlytschenko – Charatin, Silas – Karawajew, Gordienko (68. Kochergin), Kabaew (69. Scheberko) – Ratão (80. Pryjma)

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Werner (7.)
  • 1:1 Ratão (35.)
  • 1:2 Gordienko (48.)
  • 2:2 Augustin (69.)
  • 3:2 Forsberg (90./Handelfmeter)

Strafen:

  • gelbe Karte Swatok (1 )
  • gelbe Karte Charatin (1 )
  • gelbe Karte Felipe (1 )

Zuschauer:

  • 18.000

Schiedsrichter:

  • Danny Makkelie (Niederlande)

Stand: Donnerstag, 30.08.2018, 20:29 Uhr

red | Stand: 30.08.2018, 20:23

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