Union erreicht Gruppenphase in der Europa Conference League

Taiwo Awoniyi vom 1. FC Union Berlin im Zweikampf gegen einen Kupion-PS-Spieler(Bild: imago images/Matthias Koch)

0:0 gegen Kuopio

Union erreicht Gruppenphase in der Europa Conference League

Im Playoff-Rückspiel der Europa Conference League trennte sich der 1. FC Union Berlin 0:0 von Kuopion PS. Das genügte den Köpenickern, um in die Gruppenphase des internationalen Wettbewerbes einzuziehen.

Vor mehr als 22.000 Zuschauern erreichte der 1. FC Union Berlin im Playoff-Rückspiel der Europa Conference League ein torloses Remis gegen den finnischen Klub Kuopion PS. Damit zog der Fußball-Bundesligist in die Gruppenphase des neuen internationalen Wettbewerbs ein und hofft jetzt auf attraktive Gegner in der Auslosung am Freitag in Istanbul.

Union von Anfang an druckvoll

Trotz der beruhigenden 4:0-Führung aus dem Hinspiel machten die Gastgeber sofort Druck und erspielten sich mehrere Chancen. So hatte Unions Stürmer Taiwo Awoniyi in der 8. und 9. Spielminute jeweils die Chance auf den Führungstreffer. Erst setzte sich der Doppeltorschütze aus dem Hinspiel auf der linken Strafraumseite des Gegners durch und hob den Ball nur knapp vorbei. Dann köpfte der Nigerianer nach einer Trimmel-Flanke aufs Tor, doch der Gästekeeper Johannes Kreidl parierte blitzartig. Nur fünf Minuten später pflückte der Kuopion-Schlussmann erneut einen Kopfball aus der Luft - diesmal hieß der Absender Robin Knoche.

Nach der anfänglichen Sturm- und Drangphase schalteten die Gastgeber eins, zwei Gänge zurück, ohne dabei die Spielkontrolle zu verlieren. Das animierte die rund 20.000 Fans und so ertönten immer wieder Unioner Sprechchöre im Olympiastadion, wo sonst Hertha BSC die Heimspiele austrägt. Und genau in dieser Kulisse ereignete sich der erste Gäste-Angriff. Während Abwehrspieler Timo Baumgartl seinen ramponierten Schuh an der Seitenlinie reparierte, nutzten die Finnen die kurzzeitige Überzahl. Väyrynen zog aus der Drehung ab, doch Unions Mittelfeldmann Tymoteusz Puchacz blockte den Volleyschuss.

Größte Torchance kurz vor der Pause

Kurz vor dem Pausenpfiff hätte der 1. FC Union Berlin in Führung gehen müssen. Christopher Trimmel brach mit viel Tempo auf der rechten Angriffseite durch und passte auf Cedric Teuchert, der wiederum im Vollsprint auf Taiwo Awoniyi weiterspielte. Doch Unions Angreifer schoss den Ball frei vor dem Kuopion-Schlussmann weit vorbei. Diese Chance hätte sich der 24-Jährige im Hinspiel sicher nicht entgehen lassen. Anschließend bat der türkische Schiedsrichter Halil Umut Meler zur Pause in die Kabine.

Pyroshow zum Wiederanpfiff

Den zweiten Spielabschnitt eröffneten die Union-Fans mit einer Pyroshow. Mit gelb-roten Fackeln erleuchteten sie das Olympiastadion. Dafür wird die UEFA den Köpenickern sicher eine Geldstrafe aufbrummen. Zehn Minuten später lichtete sich der Qualm und die Fans machten nur noch akustisch auf sich aufmerksam. Auf dem Rasen wurde derweil kein Feuerwerk abgebrannt.
 
Das änderte sich in der 56. Minute. Teuchert schickte Sheraldo Becker steil, der legte auf Awoniyi quer. Doch die finnische Abwehr hatte aufgepasst und klärte zur Ecke, die keine weitere Union-Chance einbrachte. Anschließend wechselte Unions Trainer Urs Fischer Taiwo Awoniyi gegen Andreas Vogelsammer aus, Becker ging für Kevin Behrens. Die beiden frischen Kräfte sorgten sofort für Gefahr im Strafraum der Gäste, eroberten den Ball, doch Puchacz vergab am Ende deutlich.

Beide Torhüter mit starken Paraden

Und wieder die Gastgeber. Nach einer präzisen Freistoß-Flanke von Trimmel in der 67. Minute hechtete dessen Abwehrkollege Manuel Friedrich zum Flugkopfball. Doch auch diese Angriffsaktion landete in den Händen des finnischen Torhüters. Und auch sein Gegenüber, Andreas Luthe, durfte sich auszeichnen. Nach einem strammen Schuss von Nissilä bekam Unions Schlussmann gerade so noch die rechte Hand an den Ball.
 
Dann gingen die Wechselspielchen weiter: Marcus Ingvartsen kam für Genki Haraguchi, Julian Ryerson für Christopher Trimmel. Urs Fischer blieb bei seiner positionsgetreuen Austauschpolitik. In der 75. Minute vereitelte Schlussmann Luthe erneut eine Topchance von Kuopion PS. Haarala kam frei in den Strafraum und versuchte den Tunnel gegen Unions Keeper, der aber im letzten Moment die Beine noch zusammendrückte und das Tor dadurch verhinderte.
 
Bis zum Schlusspfiff setzte keine der beiden Mannschaften noch sportliche Akzente und so trennten sich der 1. FC Union Berlin und Kuopion PS 0:0. Die Köpenicker zogen damit in die Gruppenphase der Europa Conference League ein, die Finnen schieden aus.

Sendung: rbb 24, 26.08.2021, 21:45 Uhr

rbb | Stand: 26.08.2021, 22:03

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