Hoffenheim will Revanche, Nagelsmann im Fokus

Trainer unter sich: Hoffenheims Julian Nagelsmann (l.) und Leipzigs Ralf Rangnick

DFB-Pokal, 2. Runde

Hoffenheim will Revanche, Nagelsmann im Fokus

In der zweiten Runde des DFB-Pokals will sich die TSG Hoffenheim bei RB Leipzig für die jüngste Pleite in der Bundesliga revanchieren. Im Fokus steht 1899-Trainer Julian Nagelsmann - alle Fakten zum Spiel.

Die Ausgangslage

In der Bundesliga liegt Leipzig nach neun Spieltagen auf Platz fünf. Das Team von Trainer Ralf Rangnick hat zwar erst eine Niederlage kassiert (beim 1:4 in Dortmund), doch auch schon viermal "nur" Unentschieden gespielt. Mit nur neun Gegentreffern stellt RB derzeit die beste Abwehr der Liga, blieb zuletzt jedoch auch zweimal in Folge ohne eigenen Treffer.

Hoffenheim hat sich durch zwei Siege in Serie nach mäßigem Start auf Platz acht vorgeschoben. Das Team von Trainer Nagelsmann hat aber auch schon vier Niederlagen kassiert.

Hoffenheim will Revanche

Eine davon daheim gegen Leipzig. Am sechsten Spieltag verlor 1899 gegen RB mit 1:2.  Yussuf  Poulsen stellte nach der Pause mit einem Doppelpack die Weichen auf Sieg für die Sachsen, Andrej Kramarics Anschlusstreffer in der 90. Minute kam zu spät.

1. Runde: 1899 souverän, Leipzig mit Mühe

In der ersten Pokalrunde legte Hoffenheim einen souveränen Auftritt hin. Beim 1. FC Kaiserslautern kam das Team zu einem 6:1-Sieg. Leipzig tat sich da schwerer: Die Sachsen lagen bei Viktoria Köln bis zur 61. Minute mit 0:1 hinten, erst dann drehte das Team auf und fuhr am Ende einen 3:1-Erfolg ein.

Die Pokalstatistik

Der DFB-Pokal war bisher nicht der Wettbewerb der Leipziger. Spätestens im Achtelfinale war Endstation. Dabei war RB zumindest im vergangenen Jahr im Pech, als es in Runde zwei nach Elfmeterschießen gegen Bayern München ausschied. Im Jahr zuvor war schon in der ersten Runde Schluss - nach einer Pleite bei Dynamo Dresden, ebenfalls nach Elfmeterschießen.  

Hoffenheim kam immerhin schon siebenmal ins Viertelfinale - zuletzt in der Saison 2014/15 (2:3 nach Verlängerung gegen Borussia Dortmund). Unter Nagelsmann schaffte es der Klub noch nie in Runde drei. "Es ist nur deshalb ein besonderes Spiel, weil ich gerne einmal in die dritte Runde einziehen würde", sagte der Coach.

Nagelsmann im Fokus

Der will jeglichen Rummel um seine Person vermeiden. Denn Nagelsmann kann sich im Leipziger Stadion schon einmal seinen neuen Arbeitsplatz in Ruhe ansehen. Ab 1. Juli 2019 wird er RB trainieren, sein Gegenüber Ralf Rangnick wird dann für ihn seinen Trainerstuhl räumen.

Der Coach rechnet mit keinem besonderen Empfang. "Da habe ich keine Erwartungen, was das Willkommen heißen angeht. Die sollen mich dann willkommen heißen, wenn ich da bin und ihr Trainer bin. Ich erwarte keine Banner oder Palmwedel oder Freudentänze", sagte der 31-Jährige. Er selbst wird auch keine Geschenke mitbringen: "Ich würde gerne gewinnen - für meine Mannschaft, fürs Weiterkommen, für diesen Klub hier."

Das Personal

Hoffenheim muss weiter auf die Langzeitverletzten Benjamin Hübner, Dennis Geiger, Lukas Rupp und Nadiem Amiri verzichten. Zudem fällt Florian Grillitsch aus. Wie schon in der ersten Pokalrunde steht Ersatz-Keeper Gregor Kobel anstelle von Oliver Baumann im Tor. Leipzig tritt ohne Marcelo Saracchi (Rot-Sperre) und Emil Forsberg (Leistenbeschwerden) an.

Die Taktik

"Ich habe natürlich eine Idee, wie man Leipzig knacken kann", sagte Hoffenheims Nagelsmann: "Die Kontervermeidung ist gegen Leipzig extrem wichtig. Das wird ein Schlüssel sein."

Youtuber kommentieren Leipzig - Hoffenheim: Taktik-Special mit MrWissen2Go Sportschau 29.10.2018 01:08 Min. Verfügbar bis 29.10.2019 Das Erste

Leipzigs Rangnick glaubt an eine zähe Partie gegen wohl tief stehende Gäste. "Ich glaube nicht, dass es wahnsinnig viele Torszenen geben wird, das hat ja schon das Bundesligaspiel gezeigt. Da kommt es auch darauf an, dass wir unsere Chancen nutzen und möglichst in Führung gehen", sagte er. Beim 2:1-Erfolg in der Meisterschaft bestrafte die Rangnick-Elf Fehler der Hoffenheimer eiskalt. "Wir haben gesehen, wie man Hoffenheim knacken kann", so Rangnick, dem ein "1:0 reichen würde." Für sein Team gehe es vor allem darum, Flanken der offensiven Flügelspieler zu verhindern.

Youtuber kommentieren Leipzig - Hoffenheim: Taktik-Special mit Tobias Escher Sportschau 29.10.2018 01:29 Min. Verfügbar bis 29.10.2019 Das Erste

Live in der ARD

Das Erste zeigt die Partie ab 20.15 Uhr live. Reporter ist Gerd Gottlob, die Moderation übernimmt Gerhard Delling, Experte im Studio ist Thomas Hitzlsperger. Nach der Live-Übertragung gibt es Zusammenfassungen der sieben anderen Mittwochs-Partien.

red/sid/dpa | Stand: 31.10.2018, 08:30

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