Cunha schießt Leipzig ins Viertelfinale

RB Leipzig - VfL Wolfsburg 1:0

Cunha schießt Leipzig ins Viertelfinale

Von Christian Hornung

Ein frühes Tor von Matheus Cunha hat RB Leipzig das Viertelfinale im DFB-Pokal beschert. Der VfL Wolfsburg verabschiedete sich mit einer vor allem in der Offensive zu schwachen Leistung.

Matheus Cunha feiert

Matheus Cunha feiert

Das einzig Enttäuschende aus Leipziger Sicht beim hochverdienten 1:0 (1:0) gegen den Tabellsechsten der Bundesliga war die Tatsache, dass nicht mal die Hälfte aller Zuschauerplätze besetzt war. Trainer Ralf Rangnick gab schon vor dem Anpfiff zu: "Da hatten wir uns natürlich deutlich mehr erwartet."

Vorarbeit von Klostermann

Von der Leistung seiner Schützlinge wurde Rangnick aber nicht enttäuscht. Von Beginn an machten die Bullen Druck und wurden früh belohnt: Cunha verarbeitete ein präzises Zuspiel von Lukas Klostermann mit einem platzierten Flachschuss zur 1:0-Führung.

Steffen: "Zu viele eigene Fehler gemacht"

Sportschau | 06.02.2019 | 01:20 Min.

Danach schlich sich aber auch der ein oder andere Fehler ein. Nach einer Viertelstunde leistete sich Ibrahima Konaté einen kapitalen Ballverlust, den Renato Steffen beinahe zum Ausgleich genutzt hätte - doch RB-Keeper Peter Gulacsi lenkte den Ball um den Pfosten. Danach war wieder der Gastgeber am Drücker, doch Yussuf Poulsen, Marcel Sabitzer und noch einmal Cunha bekamen den Ball nicht an Wolfsburgs Torwart Koen Casteels vorbei.

Chancen ohne Ende für RB

Im zweiten Durchgang hatten die Leipziger ebenfalls jede Menge Torchancen, verpassten es aber durch Cunha, Sabitzer und Konrad Laimer mehrfach, den Vorsprung auszubauen. Casteels lief zu Hochform auch, auch gegen die Kopfbälle von Konaté und Sabitzer nach einer knappen Stunde war er auf dem Posten.

Von Wolfsburg kam weiterhin wenig nach vorn, stattdessen drückte immer wieder Leipzig auf das 2:0. Doch auch der eingewechselte Emil Forsberg verpasste zwei gute Gelegenheiten.

Zu Recht kein Elfmeter

Wolfsburg hätte in der Nachspielzeit noch gern einen Foulelfmeter bekommen und haderte mit Schiedsrichter Christian Dingert. Der hatte allerdings zu Recht weiterlaufen lassen, weil sich der eingewechselte John Yeboah nur in seinen Gegenspieler hineingedreht hatte.

RB-Coach Ralf Rangnick analysierte zufrieden: "Ich finde, dass wir im Spiel gegen den Ball ein überzeugendes Spiel gemacht haben. An klaren Möglichkeiten haben wir nur eine zugelassen. Das Einzige, was man heute kritisieren kann, ist, dass wir nicht früher den Sack zugemacht haben. Das ist im Pokal aber am Ende zu verschmerzen. Da zählt nur, ob du weiterkommst."

"Sehr gut reingekommen"

VfL-Trainer Bruno Labbadia kommentierte etwas kurios: "Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen. Wenn man sich Leipzig in letzter Zeit angeschaut hat, haben wir gut mitgehalten. Mit dem 1:0 ist uns so ein bisschen das letzte Vertrauen flöten gegangen." Das war wohlgemerkt bereits in der neunten Minute gefallen.

Für die Leipziger geht es am Samstag (09.02.19) in der Liga gegen Eintracht Frankfurt weiter. Die Wölfe treten zeitgleich beim SC Freiburg an.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2018/2019

Mittwoch, 06.02.2019 | 18.30 Uhr

Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Gulacsi – Klostermann, Konaté, Orban, Halstenberg – Adams, Demme (90. Ilsanker) – Laimer, Sabitzer – Poulsen, Matheus Cunha (84. Forsberg)

1
Wappen VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

Casteels – Verhaegh, Knoche, Brooks, Roussillon – Arnold – Gerhardt, Rexhbecaj (59. Yeboah Zamora) – Malli (59. Brekalo) – Weghorst, Steffen (84. Klaus)

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Matheus Cunha (9.)

Strafen:

  • gelbe Karte Brooks (1 )
  • gelbe Karte Demme (1 )
  • gelbe Karte Gerhardt (1 )

Zuschauer:

  • 21.135

Schiedsrichter:

  • Christian Dingert (Lebecksmühle)

Stand: Mittwoch, 06.02.2019, 20:26 Uhr

Stand: 06.02.2019, 22:06

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