Stuttgart setzt sich in Lautern durch

1. FC Kaiserslautern : VfB Stuttgart 1:3

Stuttgart setzt sich in Lautern durch

Endlich ein Sieg jenseits der Ländle-Grenze: Der notorisch auswärtsschwache VfB Stuttgart kann doch noch fern des eigenen Stadions gewinnen - wenn auch "nur" beim Zweitliga-Schlusslicht.

Nach fünf Auswärtspleiten in fünf Punktspielen setzte sich der Fußball-Bundesligist am Mittwoch (25.10.2017) in der 2. Runde des DFB-Pokals 3:1 (1:1) beim 1. FC Kaiserslautern durch. "Es ist zwar nicht die Bundesliga, sondern nur der Pokal, es ist trotzdem schön, auswärts einmal gewonnen zu haben", sagte VfB-Torhüter Ron-Robert Zieler zum Erfolg: "Das tut uns gut, und vielleicht ist auswärts nun auch der Knoten geplatzt."

Kompliment von Strasser

Simon Terodde trifft gegen Kaiserslautern

Simon Terodde trifft gegen Kaiserslautern

Lauterns Coach Jeff Strasser fasste die 90 Minuten so zusammen: "Es war ein Spiel mit vielen Emotionen. Wir gehen in Führung und haben die Möglichkeit zum zweiten Tor. Das wäre wichtig gewesen. In der zweiten Halbzeit hat Stuttgart den Druck erhöht. Trotz der Niederlage muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment für ihre Mentalität machen."

Sein Kollege Hannes Wolf analysierte: "Wenn du zum Betzenberg fährst, ist es nie leicht. Dann geht das Spiel los, wir haben eine klare Chance, nutzen sie nicht, und verschenken dann ein Tor. Dann war es klar, dass es ein schweres Spiel wird."

Ginczek, Akolo und Terodde

Daniel Ginczek (20. Minute) per Foulelfmeter, Chadrac Akolo (66.) und Simon Terodde (72.) trafen für den Bundesliga-Rückkehrer, der nach zwei Jahren wieder das Achtelfinale erreicht hat. Zudem darf sich der VfB über die Prämie in Höhe von 637.000 Euro freuen. Für den FCK war Lukas Spalvis erfolgreich (7.).

Vor 28.322 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion hatten die Gäste bereits in der dritten Minute zwei große Möglichkeiten zur Führung. Zunächst scheiterte der Japaner Takuma Asano an FCK-Torwart Jan-Ole Sivers, im Nachschuss traf der Argentinier Emilio Insua den Pfosten. Auf der Gegenseite machte es Spalvis besser. Der Litauer nutzte einen Patzer des Stuttgarter Verteidigers Benjamin Pavard zur Lauterer Führung.

Reschke - "Das war ein Ergebnisspiel"

Sportschau | 26.10.2017 | 00:54 Min.

Rückstand gut weggesteckt

Die Stuttgarter, die ohne Kapitän Christian Gentner, Dennis Aogo, Marcin Kaminski, Carlos Mane, Matthias Zimmermann und Anastasios Donis auskommen mussten, waren aber nicht lange geschockt. In der 15. Minute parierte Sievers gegen Ginczek. Doch auch die Pfälzer hatten durch Baris Atik eine große Möglichkeit zum zweiten Treffer (16.). Vier Minuten später traf dann der VfB. Nach einem Foul des 19 Jahre alten Joel Abu Hanna an Asano zeigte Schiedsrichter Patrick Ittrich (Hamburg) auf den Punkt. Ginczek verwandelte souverän.

Nach dem Ausgleich stellten die Stuttgarter ihre bessere Spielanlage unter Beweis, Ginczek vergab die Möglichkeit zur Führung (30.). Auf der anderen Seiten konnten die Gastgeber, bei denen Kapitän Daniel Halfar, Mads Albaek und Kacper Przybylko fehlten, durch ihre Kampfkraft überzeugen. Die Mannschaft des neuen Trainers Jeff Strasser hatte in der 36. Minute zwei Chancen zum zweiten Tor durch Spalvis und Atik.

Vucur verfehlt knapp

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte verfehlte FCK-Verteidiger Stipe Vucur per Kopf nur knapp sein Ziel. Das Remis zur Pause ging in Ordnung - vor allem die Roten Teufel spielten weit besser als zuletzt. Wenige Sekunden nach dem Seitenwechsel vergab der Kongolose Akolo eine gute Möglichkeit für Stuttgart (46.). In der 57. Minute reagierte VfB-Trainer Hannes Wolf und brachte Torjäger Terodde für Innenverteidiger Holger Badstuber. Danach nahm der Druck des Bundesligisten zu - Akulo und Terodde trafen.

Die Stuttgarter haben nun am kommenden Sonntag (29.10.17) den SC Freiburg zu Gast. Für Kaiserslautern geht der harte Zweitliga-Altag einen Tag vorher bei Jahn Regensburg weiter.

red/sid/dpa | Stand: 25.10.2017, 21:08

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