Hoffenheim siegt in Chemnitz erst im Elfmeterschießen

DFB-Pokal: Chemnitz gegen Hoffenheim - die Zusammenfassung Sportschau 13.09.2020 10:22 Min. Verfügbar bis 13.09.2021 Das Erste

Chemnitzer FC - TSG Hoffenheim 4:5 n.E.

Hoffenheim siegt in Chemnitz erst im Elfmeterschießen

1899 Hoffenheim ist in der 1. Runde des DFB-Pokals beim Chemnitzer FC nur knapp einer Blamage entgangen. Der Regionalligist lag in der Verlängerung vorne, am Ende rettete sich Hoffenheim im Elfmeterschießen.

Der Fußball-Bundesligist setzte sich am Sonntag (13.09.2020) in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals nach einer Zitterpartie in Chemnitz mit 5:4 im Elfmeterschießen durch und bewahrte damit den neuen Trainer Sebastian Hoeneß vor einer Blamage beim Pflichtspieldebüt.

Baumann rettet Hoffenheim im Elfmeterschießen

Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte die Begegnung 2:2 gestanden. Andrej Kramaric (48. Minute) erzielte die Führung für die Kraichgauer, die letztmals 2015 gegen 1860 München in der ersten Runde ausgeschieden waren. Kevin Freiberger (59.) und Christian Bickel (100.) drehten die Begegnung zwar vorübergehend, ehe erneut Kramaric (111., Foulelfmeter) die TSG ins Elfmeterschießen rettete. Dabei verhinderten Keeper Oliver Baumann mit zwei Paraden und Christoph Baumgartner mit dem entscheidenden Treffer eine Hoffenheimer Blamage. Bickel, zuvor umjubelter Torschütze des zweiten Chemnitzer Treffers, wurde mit dem letzten vergebenen Elfmeter zum Pechvogel.

Oliver Baumann: "Sowas kommt halt hin und wieder vor"

Sportschau 13.09.2020 02:29 Min. Verfügbar bis 13.09.2021 ARD

Hoffenheimer Jubel nach dem gewonnenen Elfmeterschießen in Chemnitz

Hoffenheimer Jubel nach dem gewonnenen Elfmeterschießen in Chemnitz

3.095 Zuschauer - 4.632 waren zugelassen - sorgten bei dem Krimi für einen enormen Lautstärkepegel. Europa-League-Starter Hoffenheim übernahm eine Woche vor dem Ligastart am Samstag beim 1. FC Köln sofort die Regie auf dem Platz und schnürte das Team aus der Regionalliga in der eigenen Hälfte ein. Durch enormes Pressing wurde der Spielaufbau der Chemnitzer früh unterbunden, echte Torchancen konnten sich die Gäste aber zunächst nicht herausspielen.

Auf das erhoffte frühe Tor wartete der Bundesligist allerdings vergeblich. Chemnitz konzentrierte sich ganz auf die Arbeit gegen den Ball, gab so gut wie nie die defensive Grundordnung auf und machte es den Gästen schwer. In der 21. Minute war Hoffenheims neuer Coach Hoeneß außerdem zu einer ersten Umstellung gezwungen: Pavel Kaderabek musste wegen einer Oberschenkelverletzung raus, für den Tschechen kam Joshua Brenet ins Spiel.

Starkes Comeback von Viertligist Chemnitz

Es dauerte bis zur 25. Minute, ehe Hoffenheim die erste Abschlussmöglichkeit hatte. Ermin Bicakcic scheiterte dabei mit einem Weitschuss. Die Gäste erhöhten jetzt das Tempo, brachen mehrmals über die Außen durch, und im Zentrum hatte Kramaric im Fünfminutentakt drei hochkarätige Chancen. Nach der Pause war die Chemnitzer Gegenwehr aber schnell gebrochen. Kramaric staubte nach schöner Vorarbeit des fleißigen Bebou zum 1:0 ab.

Zehn Minuten später erzwang Freiberger mit der ersten echten Chance für Chemnitz die Verlängerung und brachte das Stadion noch einmal richtig zum Kochen. In der 89. Minute köpfte Bicakcic den Ball zwar ins Tor, doch der Linienrichter sah ein Abseits. In der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Simon Roscher den CFC-Siegtreffer auf dem Fuß, sein Schuss ging knapp daneben.

Fünf Fehlschüsse im Elfmeterschießen

In der Verlängerung gab es sofort Aufregung. Schiedrichter Patrick Hanslbauer zeigte nach einem Foul an Mijat Gacinovic (95.) konsequent auf den Strafstoßpunkt. Nach heftigen Protesten der Chemnitzer ließ er nach Rücksprache bei seinem Assistenten weiterspielen. In der 100. Minute verwandelte Bickel mit seinem Schuss ins rechte Eck das CFC-Stadion in ein Tollhaus.

Enttäuschte Chemnitzer Spieler nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Hoffenheim

Enttäuschte Chemnitzer Spieler nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Hoffenheim

Doch Hoffenheim schlug nochmals zurück: Nach einem Foul an Kramaric (110.) verwandelte der Kroate sicher vom Punkt zum Ausgleich. Im Elfmeterschießen geriet Chemnitz nach zwei Fehlschüssen zu Beginn in Rückstand, doch auch Bicakcic und Gacinovic zeigten im Anschluss beim Bundesligisten Nerven - ehe Bickel den Ball über die Latte jagte und das unglückliche Aus für Chemnitz besiegelte.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2020/2021

Sonntag, 13.09.2020 | 15.30 Uhr

Wappen Chemnitzer FC

Chemnitzer FC

J. Jakubov – Milde (90.+1 Schimmel), Hoheneder, Campulka, Köhler – O. Kurt (104. Grym), Ogbidi (80. Dartsch), Tob. Müller, Bickel, Freiberger – Breitfelder (79. Roscher)

4
Wappen 1899 Hoffenheim

1899 Hoffenheim

Baumann – Posch (70. Adams Nuhu), Vogt, Bicakcic – Kaderabek (20. Brenet), Akpoguma, Grillitsch (106. Klauss), Geiger (83. Gacinovic), Baumgartner – Bebou (70. Belfodil), Kramaric

5

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Kramaric (48.)
  • 1:1 Freiberger (59.)
  • 2:1 Bickel (100.)
  • 2:2 Kramaric (111./Foulelfmeter)

Strafen:

  • gelbe Karte Posch (1 )
  • gelbe Karte Geiger (1 )
  • gelbe Karte O. Kurt (1 )
  • gelbe Karte Bickel (1 )
  • gelbe Karte Schimmel (1 )
  • gelbe Karte Grym (1 )

Zuschauer:

  • 3.095

Schiedsrichter:

  • Patrick Hanslbauer (Stein)

Vorkommnisse:

  • Elfmeterschießen: 2:3 Kramaric, 2:3 Grym (gehalten), 2:4 Belfodil, 2:4 Tob. Müller (gehalten), 2:4 Gacinovic (gehalten), 3:4 Freiberger, 3:4 Bicakcic (Latte), 4:4 Campulka, 4:5 Baumgartner, 4:5 Bickel (vorbeigeschossen).

Stand der Statistik: Sonntag, 13.09.2020, 19:24 Uhr

dpa/sid/red | Stand: 13.09.2020, 18:15

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