Leipzig schaltet HSV aus und steht im Pokalfinale

Yussuf Poulsen bejubelt das erneute Führungstor gegen den HSV

Hamburger SV - RB Leipzig 1:3

Leipzig schaltet HSV aus und steht im Pokalfinale

RB Leipzig ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und mit einem Sieg beim Hamburger SV ins Finale des DFB-Pokals eingezogen.

Der Zweitligist bereitete dem Bundesligisten am Dienstag (23.04.2019) aber große Probleme und hielt bei der 1:3 (1:1)-Niederlage eine Halbzeit lang gut mit. Ein Eigentor brachte die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf auf die Verliererstraße. Dessen Kollege Ralf Rangnick bejubelte die erste Finalteilnahme des allerdings auch erst 2009 entstandenen Klubs. Im Finale wird Leipzig am 25. Mai auf Werder Bremen oder den FC Bayern München treffen. Auch das zweite Halbfinale am Mittwoch wird das Erste ab 20.15 Uhr live übertragen.

"Wir sind noch immer voller Adrenalin. Die Mannschaft verblüfft uns immer wieder aufs Neue. Das war der neunte Auswärtssieg in Folge - an so eine Serie kann ich mich als Trainer nicht erinnern", sagte Rangnick kurz nach Spielende in der ARD-Sportschau. HSV-Torhüter Julian Pollersbeck erkannte die Überlegenheit der Gäste neidlos an: "Das ist natürlich schade, weil wir eigentlich gut mitgehalten haben. Aber das ist eine Wahnsinns-Mannschaft, mit Bayern die beste in Deutschland. Wir haben uns tapfer geschlagen."

Hamburg gegen Leipzig - die Tore Sportschau 23.04.2019 01:57 Min. Verfügbar bis 24.04.2020 Das Erste

Leidenschaftlich und ansehnlich

Ein paar Plätze blieben im Volkspark noch frei. Die Fans des Hamburger SV trauten ihrer Mannschaft nach den zuletzt so schwachen Heimspielen in der 2. Liga wohl wenig zu. Einige werden es in der Pause bereut haben, zu Hause geblieben zu sein.

Der HSV spielte leidenschaftlich, und er spielte sogar ansehnlichen Fußball, löste sich gut aus dem aggressiven Pressing der Leipziger. Dabei war die gute Anfangsphase der Hamburger durch einen ärgerlichen Treffer der Gäste beendet worden. Nach einem Eckstoß kam Yussuf Poulsen zu leicht zum Kopfball, Torhüter Pollersbeck reagierte ein bisschen langsam (12. Minute).

Orban: "Stehen verdient im Finale"

Sportschau 23.04.2019 01:42 Min. Verfügbar bis 23.04.2020 ARD

Vier Minuten später ergab sich eine große Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen. Zunächst traf Poulsen den Pfosten, nach Timo Werners Schuss erhielt Marcel Sabitzer die Chance, aber auch sein Schuss landete am Pfosten.

Der HSV wackelte in dieser Phase bedenklich in der Defensive, war in vielen Situationen zu langsam. Doch den nächsten gravierenden Fehler machten die Leipziger. Kevin Kampl verlor den Ball leichtfertig an Bakery Jatta, der energisch nachsetzte.

Jatta bemerkte auch schnell, dass Peter Gulacsi zu weit vor seinem Tor stand. Er versuchte es mit einem Heber, der ein bisschen zu tief angesetzt war, doch Gulacsi wischte sich den Ball ins eigene Tor (24.).

Narey mit der Chance zur Führung

Die ohnehin sehr gute Stimmung im Volkspark wurde noch besser. Leipzig zeigte sich beeindruckt von der Kulisse und dem Gegner, dem sich noch vor der Pause die große Chance zur Führung bot. Douglas Santos bediente Khaled Narey mit einem wunderbaren Steilpass, dessen Schuss rollte knapp am Pfosten vorbei.

Eigentor von Janjicic

Zum Entsetzen der Hamburger Fans traf dann einer ihrer Spieler ins eigene Tor. Kampl machte seinen Fehler mit einem sehenswerten Pass auf Poulsen wett. Vasilije Janjicic wollte vor dem hinter ihm lauernden, zum Einschieben bereiten Emil Forsberg klären, aber das misslang. Der Bundesligist war wieder vorne (53.).

Die Leipziger kontrollierten nun auch das Spiel, der HSV kam immer seltener zu Kontern. Forsberg traf zunächst nur die Latte (69.), mit einem trockenen Schuss in die Torecke sorgte der schwedische Nationalspieler dann für die Entscheidung (72.).

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2018/2019

Dienstag, 23.04.2019 | 20.45 Uhr

Wappen Hamburger SV

Hamburger SV

Pollersbeck – Lacroix, Janjicic (73. Hunt), van Drongelen, Vagnoman (68. Hwang) – Mangala (79. L. Holtby), Douglas Santos – Jatta, G. Jung, Narey – Lasogga

1
Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Gulacsi – Konaté, Orban, Klostermann – Laimer, Kampl (90.+3 Demme), Halstenberg – Sabitzer (90. Haidara), Forsberg (73. Mukiele) – Poulsen, Werner

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Poulsen (12.)
  • 1:1 Jatta (24.)
  • 1:2 Janjicic (53./Eigentor)
  • 1:3 Forsberg (72.)

Strafen:

  • gelbe Karte Orban (1 )

Zuschauer:

  • 52.365

Schiedsrichter:

  • Dr. Felix Brych (München)

Stand der Statistik: Dienstag, 23.04.2019, 22:37 Uhr

red | Stand: 23.04.2019, 22:33

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