Doppelpack gegen Paderborn - Lasogga schießt HSV ins Halbfinale

SC Paderborn - Hamburger SV 0:2

Doppelpack gegen Paderborn - Lasogga schießt HSV ins Halbfinale

Diesmal war Paderborn für den HSV eine Reise wert: Die Hamburger haben erstmals seit zehn Jahren wieder das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Den Unterschied machte Pierre-Michel Lasogga.

Jubel bei Hamburgs Torschützen Pierre-Michel Lasogga nach dem Führungstor in Paderborn

Jubel bei Hamburgs Torschützen Pierre-Michel Lasogga nach dem Führungstor in Paderborn

Lasogga erzielte im Duell zweier Zweitligisten beim SC Paderborn am Dienstag (02.04.2019) beide Treffer zum 2:0 (0:0). Damit darf sich der HSV zugleich über Zusatzeinnahmen in Höhe von mindestens 2,656 Millionen Euro freuen. Dagegen verpassten es die Ostwestfalen, erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Runde der besten Vier einzuziehen.

Lasogga traf zunächst in der 54. Minute nach einer Ecke per Kopf zur Führung, dann zeigte er sich auf Zuspiel von Orel Mangala eiskalt vor dem Tor (68. Minute). Für den Mittelstürmer waren es bereits die Pokal-Treffer Nummer fünf und sechs. "Der Traum von Berlin lebt auch für uns", sagte Lasogga der ARD. "Ich freue mich einfach, auch für die Fans. Es ist ein schöner Tag für uns." Letztmals hatte der HSV in der Saison 2008/09 im Halbfinale gestanden, damals war ausgerechnet gegen Nordrivale Werder Bremen Endstation.

Lasogga: "Der Traum von Berlin lebt auch in uns"

Sportschau 02.04.2019 01:32 Min. ARD

Erinnerungen an 2004

Allein das Wiedersehen im Pokal zwischen beiden Teams sorgte vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Paderborner Arena für Brisanz. Am 21. August 2004 hatte Schiedsrichter Robert Hoyzer beim 4:2 des damaligen Drittligisten Paderborn gegen den HSV das Spiel verschoben, als er zwei Elfmeter und eine Rote Karte gegen den Favoriten aus der ersten Liga ausgesprochen hatte.

Keine Tore zur Pause

Diesmal aber ging alles fair zu, es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Der Zweitliga-Zweite HSV zeigte in Paderborn die routiniertere Spielanlage und hatte die erste richtig gute Möglichkeit, doch Mangala traf nur das Außennetz (13.). Die beste HSV-Torchance vor der Pause hatte Lasogga, als er nach einer Flanke von Bakery Jatta vier Meter vor dem Tor an den Ball kam, diesen jedoch nicht kontrollieren konnte (39.). Auch Paderborn war torgefährlich. Es lief die 40. Minute, als Hamburgs Torhüter Julian Pollersbeck einen Kopfball von Sven Michel aus dem Winkel kratzte.

Immer wieder Lasogga

Die Führung für den HSV fiel dann kurz nach Wiederanpfiff. Innerhalb von 100 Sekunden bekamen die Hamburger drei Eckstöße zugesprochen, und sie wurden dabei von Versuch zu Versuch gefährlicher. Beim zweiten rettete Paderborns Torhüter Leopold Zingerle noch gegen einen Kopfball von Lasogga, Sekunden später war auch er chancenlos. Ecke Douglas Santos, Kopfball Lasogga, Führung HSV (54.).

Den 2:0-Endstand erzielte Lasogga dann in der 68. Minute. Mangala leitete die Chance mit einem feinen Pass genau zwischen Paderborns Innenverteidigern hindurch in den Lauf von Lasogga ein. Und der kontrollierte die Kugel mit dem ersten Kontakt, der zweite war ein platzierter Rechtsschuss - und drin. Paderborn warf anschließend alles nach vorne, ein Treffer gelang dem Tabellenvierten der zweiten Liga nicht mehr.

Der SC Paderborn spielt in der 2. Bundesliga am kommenden Samstag (06.04.2019) beim SV Sandhausen, der Hamburger SV hat zwei Tage mehr Zeit, um die Pokalpartie zu verarbeiten. Am Montag empängt der HSV den 1. FC Magdeburg.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2018/2019

Dienstag, 02.04.2019 | 18.30 Uhr

Wappen SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

Zingerle – Dräger (70. Ritter), Schonlau, Strohdiek, Collins – Vasiliadis – Tekpetey (65. Pröger), Klement, Antwi-Adjej – Zolinski (77. Hünemeier), S. Michel

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Wappen Hamburger SV

Hamburger SV

Pollersbeck – Bates, K. Papadopoulos, van Drongelen (26. Janjicic) – G. Sakai, G. Jung, Mangala, Douglas Santos – L. Holtby – Lasogga (72. B. Özcan), Jatta (85. Narey)

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Lasogga (54.)
  • 0:2 Lasogga (68.)

Strafen:

  • gelbe Karte Collins (2 )
  • gelbe Karte G. Jung (1 )
  • gelbe Karte G. Sakai (1 )
  • gelbe Karte Vasiliadis (1 )
  • gelbe Karte Douglas Santos (1 )

Zuschauer:

  • 15.000

Schiedsrichter:

  • Tobias Welz (Wiesbaden)

Stand der Statistik: Dienstag, 02.04.2019, 20:24 Uhr

tbe/sid/dpa | Stand: 02.04.2019, 20:20

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