DFB-Pokal am Mittwoch - Mehr als Gladbach gegen Bayern

2. Runde

DFB-Pokal am Mittwoch - Mehr als Gladbach gegen Bayern

Unter den letzten Partien der zweiten Runde des DFB-Pokals sticht das Topspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayern München heraus - aber auch die anderen Partien sind sportlich höchst interessant.

Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf (Mittwoch, 20.45 Uhr)

Fast auf den Tag genau vor fünf Jahren erlebten die Düsseldorfer in Hannover einen ihrer schlimmsten Tage der Vereinsgeschichte im DFB-Pokal. Schon zur Halbzeit führten die Gastgeber mit 5:1, am Ende gab es eine 1:6-Klatsche für die Fortuna. Am Mittwoch gehen die Gäste als Favorit in die Partie. Düsseldorf ist nach dem Unentschieden in Unterzahl in Hamburg (1:1) und dem 3:1-Sieg gegen Karlsruhe im Aufwind, Hannover hat in den vergangenen vier Spielen nur einen Punkt geholt.

"Es kann für das Team durchaus befreiend sein, für das Pokalspiel aus dem Liga-Alltag rauszukommen", sagte Fortunas Trainer Christian Preußer mit Blick auf den Gegner. Genau in diesem Liga-Alltag treffen sich die beiden Teams schon bald wieder. Am 6. November reist Hannover zum Auswärtsspiel nach Düsseldorf.

Borussia Mönchengladbach - Bayern München (Mittwoch, 20.45 Uhr)

Am ersten Spieltag sorgten die Gladbacher für Furore und trotzten dem Rekordmeister ein Unentschieden ab, hatten in den Schlussminuten sogar zweimal Pech, dass ihnen ein Strafstoß verwehrt wurde. Seitdem haben sich die beiden Teams jedoch in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Bayern ist wieder das Maß aller Dinge in der Liga, hat von den folgenden 13 Pflichtspielen zwölf gewonnen. Gladbach dagegen enttäuschte bislang, belegt in der Bundesliga lediglich Rang zwölf.

Auch ein Blick auf die Pokalhistorie der beiden Mannschaften macht den "Fohlen" keine Hoffnung. Sechsmal trafen die Borussen und die Bayern bisher in diesem Wettbewerb gegeneinander an, jedes Mal zog München in die nächste Runde ein. Und auch der heutige Gladbacher Trainer Adi Hütter hat unliebsame Erfahrungen mit den Bayern im Pokal gehabt. 2020 endete sein damaliger Siegeszug als Frankfurter Trainer im Halbfinale in München.

Jahn Regensburg - Hansa Rostock (Mittwoch, 20.45 Uhr)

Läuft es wie in der Liga, könnte das Duell der beiden Zweitligisten eine deutliche Angelegenheit werden. Nach dem Sieg in der ersten Runde gegen Heidenheim (3:2) hat Rostock nur acht Punkte aus den folgenden neun Partien gesammelt, Regensburg holte in der gleichen Zeit doppelt so viele Punkte. Der Jahn spielt um den Aufstieg, Hansa kämpft gegen den Abstieg.

"Wir merken, dass es nicht einfach ist, in dieser Liga Punkte zu holen. Aber jeder Gegner merkt auch, dass es gegen uns im Moment noch schwieriger ist, Punkte zu holen", sagte Regensburgs Trainer Mersad Selimbegovic zuletzt über die aktuelle Stärke seines Teams. Und die will sein Team nicht nur am Mittwoch im Pokal gegen Rostock zeigen, sondern auch eineinhalb Wochen später in der zweiten Liga.

VfB Stuttgart - 1. FC Köln (Mittwoch, 20.45 Uhr)

Zwei Teams, zwei Unentschieden, zweimal neuer Mut. Sowohl Stuttgart als auch Köln haben am vergangenen Sonntag in schon verloren geglaubten Spielen noch gepunktet, der VfB machte in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich gegen Union Berlin, der FC kam nach 0:2-Rückstand gegen Bayer Leverkusen zurück. Für beide war es ein wichtiger Moment, obwohl die Form nach wie vor nicht rühmlich ist. Die beiden Teams gewannen jeweils nur eines ihrer sechs vergangenen Ligapartien.

Auch im Pokal will Köln eine der größten Stärken in dieser Saison ausspielen: die Leidenschaft. "Ich habe sie darum gebeten, Mut zu haben und sich nicht in die Hosen zu machen. Einfach mal klar zu spielen. Die Jungs zeichnet aus, dass sie nicht aufgeben. Das ist doch sehr positiv", sagte Trainer Steffen Baumgart zu den Gründen für die Wende gegen Leverkusen. In Stuttgart soll es bestenfalls gar nicht erst zu dieser Notsituation kommen.

sho | Stand: 27.10.2021, 18:24

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