DFB - Elfmeter für Bayern "nicht korrekt"

Dr. Jochen Drees, Projektleiter Video-Assistent im DFB

Pokalhalbfinale bei

DFB - Elfmeter für Bayern "nicht korrekt"

Der Elfmeter, der den FC Bayern ins Pokalfinale gebracht hat, hätte nach Ansicht des DFB nicht gegeben werden sollen. Der Projektleiter für Videoassistenten räumte zudem Fehler in der Kommunikation ein.

"Aus schiedsrichterfachlicher Sicht halten wir die Strafstoßentscheidung für nicht korrekt", wird Jochen Drees (Foto, Archiv) am Tag nach dem 3:2-Sieg der Bayern durch einen Elfmetertreffer von Robert Lewandowski in einer DFB-Mitteilung zitiert.

Zuvor hatte Drees bereits in einem SWR-Interview einen Kommunikationsfehler eingeräumt. Schiedsrichter Daniel Siebert und Videoassistent Robert Kampka hätten sich "im Prinzip diese Situation noch mal anschauen müssen. Und da haben beide einfach nicht auf die Art und Weise miteinander kommuniziert und geredet, wie wir das erwarten würden", sagte der frühere Bundesliga-Referee.

Drees nahm Siebert aber auch in Schutz. Auf die Frage, warum dieser sich die Szene nicht noch mal am Bildschirm angeschaut habe, sagte er: "Weil der Videoassistent eine Bewertung einer Szene vor dieser Szene vorgenommen hat und der Meinung war, dass die Entscheidung, Strafstoß zu geben, nicht klar und offensichtlich falsch gewesen ist."

Hitzige Diskussionen

Schon am Abend nach Abpfiff der Partie hatte es hitzige Diskussionen gegeben. Die Trainer Niko Kovac und Florian Kohfeldt hatten beide einen "packenden Pokalfight" gesehen, doch beim Knackpunkt des Spiels fanden sie nicht zueinander. "Wir sind zwei befreundete Trainer, aber beim Elfmeter sind wir nicht einer Meinung", sagte Werders Kohfeldt.

Frank Baumann: "Definitiv kein Elfmeter"

Sportschau 24.04.2019 02:47 Min. ARD Von Axel Pusitzky

dpa | Stand: 25.04.2019, 18:16

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