DFB-Pokal - Torlinientechnik nicht in allen Stadien möglich

Schiedrichter Winkmann zog im Viertelfinale 2019 den VAR zu Rate.

Achtelfinale

DFB-Pokal - Torlinientechnik nicht in allen Stadien möglich

Von Chaled Nahar

In den Achtelfinalspielen des DFB-Pokals wird in allen acht Spielen der Video-Assistent zum Einsatz kommen - mit kleinen Unterschieden. Auf die Torlinientechnik müssen die Schiedsrichter dagegen in drei Stadien komplett verzichten.

Die drei Stadien in Verl, Kaiserslautern und Völklingen, wo der 1. FC Saarbrücken spielt, sind nicht ans Glasfasernetz angebunden, was eine Voraussetzung für eine Verbindung zum Video Assist Center ist. Deshalb wird es dort für den Video-Assistenten eine andere Lösung geben.

"Prinzip Champions League" in Verl

Bei den drei Klubs, die in der 3. Liga beziehungsweise in den Regionalligen spielen, werden deshalb Übertragungswagen vorfahren, in denen die Video-Assistenten mit ihren Operatoren sitzen und vor Ort auf das Bildmaterial zugreifen können. "So wird das auch in der Champions League und der Europa League gehandhabt", sagt Jochen Drees, Projektleiter Video-Assistent beim DFB, im Gespräch mit sportschau.de.

Der technische Anbieter Hawk-Eye setzt das Prinzip, das sonst in der Champions League beispielsweise bei Real Madrid oder beim FC Liverpool angewendet wird, nun auch beim SC Verl und beim 1. FC Saarbrücken um.

Torlinientechnik: Fünf Mal ja, drei Mal nein

Anders sieht das bei der Torlinientechnik aus. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen werden müssen. "Eine mobile Lösung wäre zu teuer", sagt Drees. Kosten und Nutzen stünden in keinem Verhältnis. Da, wo die Technik vorhanden sei, werde man sie nutzen. In den drei Stadien in Verl, Kaiserslautern und Völklingen müsse man allerdings darauf verzichten und versuchen, strittige Situationen mit dem Bildmaterial des Video-Assistenten aufzulösen.

Es ist der selbe Ablauf wie in der 2. Bundesliga: Deren Klubs hatten für 2019 zwar die Einführung des Video-Assistenten, nicht aber der Torlinientechnik gestimmt - aus Kostengründen. Es bleibt ein Restrisiko, dass der Video-Assistent manchen Fragen nicht auflösen kann. Eine solche Situation gab es in der 2. Bundesliga zuletzt beim Spiel zwischen Erzgebirge Aue und Arminia Bielefeld, als bei einem Kopfball von Bielefelds Fabian Klos unklar blieb, ob der Ball die Torlinie überschritten hatte oder nicht.

Stand: 04.02.2020, 12:00

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