Generalsekretär Curtius verlässt den Deutschen Fußball-Bund

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius

Beendigung der Zusammenarbeit

Generalsekretär Curtius verlässt den Deutschen Fußball-Bund

Generalsekretär Friedrich Curtius wird den Deutschen Fußball-Bund (DFB) verlassen. Man habe sich einvernehmlich auf eine Beendigung der Zusammenarbeit verständigt, teilte der Verband am Mittwoch (26.05.2021) mit.

Zu den genauen Modalitäten der Vertragsauflösung machte der Verband keine Angaben.

Der 44-Jährige setzte damit seine Ankündigung um, nach dem Rücktritt von Präsident Fritz Keller ebenfalls den Weg für einen Neuanfang freizumachen. Die stellvertretende Generalsekretärin Heike Ullrich wird kommissarisch seine Aufgaben übernehmen.

Vizepräsidenten führen DFB

Geführt wird der DFB bis zu einem vorgezogenen Bundestag Anfang des kommenden Jahres interimsmäßig von den beiden ersten Vizepräsidenten Rainer Koch (Amateure) und Peter Peters (Profis).

"Dieser umsichtige Schritt dient dem auch von Dr. Curtius gewünschten Neuanfang an der Spitze des DFB", heißt es in einer Mitteilung des Verbands in der Curtius auch für seine Dienste gedankt wurde.

Seit 2006 beim DFB

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius und DFB-Präsident Fritz Keller

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius (l.) und DFB-Präsident Fritz Keller

Curtius war zuletzt Teil des monatelangen Machtkampfs innerhalb der DFB-Spitze. Ihm wurde immer wieder eine große Hausmacht nachgesagt, er war lange im Verband tätig. Die Präsidenten der Landes- und Regionalverbände hatten ihm ebenso wie Keller Anfang Mai auf einer Konferenz das Vertrauen entzogen.

Der 64 Jahre alte Keller war nach einem Nazi-Vergleich in einer Präsidiumssitzung und einigem Zögern am 11. Mai zurückgetreten. Er hatte seinen Vize Rainer Koch als "Freisler" bezeichnet und so nach dessen Empfinden mit Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes im Nationalsozialismus, gleichgesetzt.

dpa,sid,red | Stand: 26.05.2021, 11:28

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