Champions League: Klopp warnt, Pepe tönt

Liverpools Klopp vor Porto: "Es kann ein wildes Spiel werden" 00:50 Min. Verfügbar bis 09.04.2020

Viertelfinale der Champions League

Champions League: Klopp warnt, Pepe tönt

Mit den Partien FC Liverpool gegen FC Porto und Tottenham Hotspur gegen Manchester City startet heute das Viertelfinale der Champions League. sportschau.de mit der Vorschau.

Hat der FC Liverpool mit dem FC Porto die leichteste Aufgabe im Champions-League-Viertelfinale erwischt? Für Liverpools Trainer Jürgen Klopp ist das Quatsch: "Leute, die wirklich Ahnung von Fußball haben, wollen Porto nicht als Gegner haben. Das ist ein richtiges Brett", sagte er vor der Begegnung am Dienstagabend (09.04.2019, 21 Uhr).

Porto gedemütigt

Stapelt Klopp einfach nur tief? Oder will der gewiefte Taktiker sein Team vor jedem Anflug von Hochmut bewahren? Fakt ist: In der vergangenen Saison waren die Portugiesen für Liverpool nur ein Sparringspartner. Der LFC gewann auf dem Weg ins Endspiel im Achtelfinale sogar in Porto mit 5:0.

Doch dieser Coup könnte sich laut Klopp nun als schwere Hypothek erweisen: "Bei der Auslosung habe ich gedacht: Oha, in Porto werden sie sich bestimmt noch an dieses Spiel erinnern." Klopp erwartet, dass der portugiesische Meister entsprechende Revanchegelüste haben wird: "Wir müssen auf alles gefasst sein."

Pepe spuckt große Töne

Portos Verteidiger Pepe, bekannt für eine raue Gangart auf dem Platz, hat derweil auch schon mal das verbale Ballyhoo eröffnet: "Ich habe die Champions League schon dreimal gewonnen (mit Real Madrid, die Red.), und diese Saison wird, so Gott will, das vierte Mal folgen." Doch der Klub um Star-Torwart Iker Casillas hat keines seiner 18 Spiele auf der Insel gewonnen und in den jüngsten sechs nicht mal getroffen. Das zumindest wird auch Pepe nicht ändern: Er und Mittelfeldmann Hector Herrera sind ebenso wie Liverpools Andy Robertson gesperrt.

Klopp: "Sie sind Mentalitätsbestien"

Dass Klopp und seine Spieler mit Druck umgehen können, bewiesen sie nicht erst in der ersten K.o.-Runde beim beeindruckenden 3:1 in München - sondern am Wochenende auch wieder in der Premier League beim 3:1-Sieg in Southampton. "Sie sind Mentalitätsbestien", sagte Klopp über Mohamed Salah und Co. Eine gute Voraussetzung, um zu bestehen.

Guardiola will ein Wunder durchziehen

Während Klopp auf das "Double" Champions League und Meistertitel hofft, strebt Kollege Pep Guardiola mit ManCity bei Tottenham Hotspur dem "Quadruple" entgegen. Der Ligapokalsieg ist schon fix, im FA-Cup steht Manchester im Finale. "Es ist unglaublich, was die Spieler leisten", sagte Guardiola, "dass wir überhaupt noch die Möglichkeit haben, alles zu gewinnen, ist ein Wunder. Wir versuchen es durchzuziehen."

Dass seine vom Spielplan belasteten Stars nur zweieinhalb Tage nach dem FA-Cup-Halbfinale gegen Brighton (1:0) zu den "Spurs" müssen, darf laut Guardiola kein Faktor sein. Große Klubs suchten nicht nach Ausreden, sagte er.

De Bruyne: "Mir ist das Stadion wurscht"

Tottenham setzt vor der internationalen Premiere seiner neuen Prunkarena auch auf den Heimvorteil. Für Kevin De Bruyne spielt das neue Stadion aber wohl eher eine untergeordnete Rolle: "Mir ist das Stadion wurscht. Alle reden davon, als wäre es etwas Besonderes. Jeder hat ein Stadion, jeder hat Fans."

Ein anderer Aspekt wiegt womöglich auch für De Bruyne schwerer. Die "Spurs" hatten sechs Tage spielfrei. "Natürlich ist das ein Vorteil", sagte selbst City-Coach Guardiola. Er ergänzte aber auch: "Wenn man um alle Titel kämpft, muss man dem trotzen."

red/sid/dpa | Stand: 09.04.2019, 08:00

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