Tottenhams Llorente überzeugt als Kane-Ersatz

Fernando Llorento (l.) und Heung-min Son

Champions-League-Achtelfinale gegen Borussia Dortmund

Tottenhams Llorente überzeugt als Kane-Ersatz

Tottenham Hotspur muss im Achtelfinale der Champions League gegen Borussia Dortmund auf Harry Kane und Dele Alli verzichten. Doch die zweite Reihe steht bereit - allen voran Fernando Llorente.

Fernando Llorente hatte zu Beginn der Saison bei Tottenham Hotspur keine gute Zeit. Wenn er überhaupt einmal im Kader stand, dann saß er meist 90 Minuten auf der Bank. Bis Mitte Januar kam der Spanier in der englischen Premier League gerade mal auf 36 Minuten Einsatzzeit. Fast hätte er den Klub aus London sogar verlassen. Athletic Bilbao soll Interesse gehabt haben. Doch dann verletzte sich Harry Kane am Knöchel.

Vier Spiele, vier Siege

Llorente vertritt den Superstar der "Spurs" prächtig. Mit ihm als Mittelstürmer hat Tottenham vier Ligaspiele in Serie gewonnen und bleibt als Tabellendritter erster Verfolger des Spitzenduos Manchester City und Liverpool. Ein Treffer und drei Torvorlagen stehen zu Buche, gegen Watford erzielte Llorente in der 87. Minute den viel umjubelten 2:1-Siegtreffer.

Auch im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Borussia Dortmund im Wembley-Stadion wird Tottenhams Trainer Mauricio Pochettino am Mittwoch (13.02.2019) wohl auf Llorente vertrauen. Und wer beim BVB damit gerechnet hat, ohne Kane würde es einfacher werden gegen Tottenham, der sieht sich wohl getäuscht.

Englische Wochen im Achtelfinale

Sportschau 17.12.2018 00:41 Min. Verfügbar bis 17.12.2019 ARD

Alte Schule

Die Dortmunder Abwehr erwartet ein klassischer Mittelstürmer der alten Schule. Llorente ist zwar schon 33 Jahre alt, doch er ist mit allen Wassern gewaschen. Gefürchtet ist der 1,93 Meter große Mann aus Pamplona vor allem für seine Kopfballstärke.

Llorente spielte in seiner Karriere schon für Athletic Bilbao, Juventus Turin, den FC Sevilla und Swansea City. Er wurde italienischer Meister und Pokalsieger sowie Europa-League-Sieger. Für Swansea machte er in 32 Ligaspielen satte 14 Tore und bewahrte die Waliser damit vor dem Abstieg. 24 Mal lief er für die spanische Nationalmannschaft auf. Er darf sich auch Welt- und Europameister nennen, obwohl er bei Spaniens Titelgewinnen 2010 und 2012 kaum zum Einsatz kam.

Vertrauen zurückgezahlt

Statt in der Winterpause einen Ersatz für Kane zu holen, vertraut Trainer Pochettino auf Llorente. Der zahlt ihm das nun zurück. "Wenn der Trainer Vertrauen zu einem Spieler hat, ist das enorm wichtig", sagte der Stürmer dem Sportsender "ESPN": "Ein Spieler, der Vertrauen genießt, kann den Unterschied ausmachen." So bezeichnete Llorente den Siegtreffer gegen Watford als "ein Geschenk für den Trainer, die Fans und das Team." Und in Richtung des BVB und der Premier-League-Konkurrenz sendete er gleich einmal so etwas wie eine Kampfansage: "Von Spiel zu Spiel fühle ich mich besser." Sollte Llorente gegen Dortmund nicht von Beginn an auflaufen, steht Lucas Moura bereit. Der Brasilianer ist offensiv variabler einsetzbar als der Spanier.

Auch Heung-min Son in Topform

Neben Kane muss Tottenham auch auf Nationalspieler Dele Alli verzichten. Dass auch das in diesen Tagen nicht sonderlich ins Gewicht fällt, ist Heung-min Son zu verdanken. Seit Alli nicht dabei ist, steigt die Einsatzzeit des Südkoreaners in Tottenhams Offensive. Drei Tore machte der ehemalige Hamburger und Leverkusener  in den jüngsten drei Ligaspielen.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Mittwoch, 13.02.2019, ab 22.50 Uhr

red/vdv/sid/dpa | Stand: 12.02.2019, 10:00

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