Rose vor Manchester: "Können nur gewinnen"

Rose vor CL-Achtelfinale: "Ist ein großes Ding für den Verein" Sportschau 23.02.2021 01:09 Min. Verfügbar bis 23.02.2022 Das Erste

Rose vor Manchester: "Können nur gewinnen"

In der Liga lief es für Borussia Mönchengladbach zuletzt nicht besonders gut. Auch beim Achtelfinalhinspiel der Champions League gegen Manchester City am Mittwoch (21 Uhr) haben die Borussen nur Außenseiterchancen. Doch Trainer Marco Rose versucht, die Dinge positiv zu sehen: "Es ist ein großes Ding für den Verein, dass wir dabei sind. Die Jungs sollen das genießen."

Die Form ist schwach, die Unruhe groß, und die Siegesserie des Gegners furchteinflößend: Für Borussia Mönchengladbach kommt der Fußball-Festtag gegen Manchester City zur Unzeit.

Doch trotz aller Probleme schwört Trainer Marco Rose seine Profis vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League auf einen "besonderen Abend mit ganz viel Vertrauen, ganz viel Mut und einer Menge Leidenschaft" ein. "Diesen besonderen Abend haben sich die Jungs verdient", so Trainer Marco Rose vor dem Auswärts-Heimspiel in Budapest.

Nicht nur für Linksverteidiger Oscar Wendt ist das Star-Ensemble von Teammanager Pep Guardiola die "vielleicht beste Mannschaft der Welt". Angetrieben von dem seit Wochen in Bestform auftretenden Nationalspieler Ilkay Gündogan hat City 18 Pflichtspiele in Folge gewonnen. Daher nimmt Rose Druck von seiner Mannschaft. "Man kann in erster Linie nur gewinnen", sagte der 44-Jährige.

Ilkay Gündogan (l) im Trikot von Manchester City beim Torjubel.

Ilkay Gündogan (l) im Trikot von Manchester City beim Torjubel.

Die Gladbacher stehen erstmals im Achtelfinale der Königsklasse. Zuletzt hatte die Borussia aber ihre Form verloren und holte aus den vergangenen vier Ligaspielen nur zwei Punkte. Zuletzt gab es gar eine 1:2-Heimpleite gegen den Tabellenvorletzten aus Mainz.

Der Wechsel von Rose im Sommer zum Ligarivalen Borussia Dortmund sorgte für zusätzliche Unruhe. Mittelfeldspieler Florian Neuhaus von Borussia Mönchengladbach befürchtet jedoch keine Probleme durch die frühzeitige Bekanntgabe des Wechsels von Trainer Marco Rose.

Neuhaus befürchtet keine Probleme durch Rose-Wechsel

"Das wird unsere Leistung nicht negativ beeinflussen", sagte der 23 Jahre alte Profi den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Wir wissen auch: Wenn wir Spiele gewinnen, wird sich alles im Rahmen halten, wenn wir hingegen Spiele verlieren, wird das Thema immer wieder aufkommen. Wir haben den Anspruch, dem Ganzen mit erfolgreichen Spielen entgegenzuwirken."

Auf Tipps von Kumpel "Klopp" verzichtet

Auf Tipps seines Liverpooler Trainerkollegen und Kumpels Jürgen Klopp hat Rose vor dem Duell mit dem souveränen Tabellenführer der Premier League verzichtet. "Sowohl Kloppo als auch ich haben derzeit unsere eigenen Themen", sagte Rose vor dem Abflug in die ungarische Hauptstadt: "Wenn wir telefonieren würden, würden wir nicht über Fußball reden."

Klopp hätte Rose wohl zu einer forschen Herangehensweise geraten - und die plant auch der Gladbacher Coach. Man müsse "mit dem Ball immer wieder Akzente und Nadelstiche setzen", so Rose: "ManCity mag es nicht, wenn sie den Ball nicht haben." Gleichzeitig müsse man aber auch "leidensfähig verteidigen".

Die Spieler jedenfalls fiebern der Begegnung entgegen. "Die Vorfreude ist riesig. Wir haben die Chance, uns mit der vielleicht besten Mannschaft der Welt zu messen. Das macht einfach nur Spaß", sagte Oscar Wendt.

Rose lobt Guardiola in den höchsten Tönen

Und auch der Coach freut sich auf das Aufeinandertreffen mit seinem berühmten Trainerkollegen. "Pep ist ein Trainer, der über Jahre Mannschaften und den Fußball geprägt hat. Er ist ein absoluter Weltklasse-Trainer", lobte Rose Guardiola in den höchsten Tönen.

Ein persönliches Vorbild sei der Spanier für ihn aber nicht gewesen, bei seiner Entscheidung für den Trainerjob habe Guardiola keine Rolle gespielt, erklärte der 44-Jährige: "Aber es macht einfach Spaß, seine Mannschaften Fußball spielen zu sehen."

sid/dpa | Stand: 23.02.2021, 11:08

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