Auch Tottenham muss sich selbst Mut machen

Plötzlich Probleme in der Liga

Auch Tottenham muss sich selbst Mut machen

Von Christian Hornung

Tottenham Hotspur geht mit einer überragenden Ausgangsposition in das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Dortmund, hat aber in der Liga ebenfalls Probleme.

Es hätte nicht viel gefehlt und die Talfahrt der "Spurs" wäre ungebremst fortgeschritten. Gleich nach dem komfortablen 3:0 im Hinspiel gegen den BVB folgte eine 1:2-Niederlage beim zu diesem Zeitpunkt Tabellenfünfzehnten FC Burnley, anschließend kassierte die Mannschaft von Mauricio Pocchettino ein ernüchterndes 0:2 beim FC Chelsea. Inzwischen ist der zum Jahreswechsel ziemlich sicher scheinende Champions-League-Platz für die kommende Saison wieder in Gefahr geraten.

Retter Lloris

Manchester United ist mit einer beeindruckenden Aufholjagd seit der Verpflichtung von Ole Gunnar Solskjaer inzwischen auf drei Punkte herangerückt. Und es fehlte wenig, dann wäre auch der FC Arsenal am Samstag (02.03.2019) in direkte Schlagdistanz gekommen. Der Nachbar führte bis in die 74. Minute bei den "Spurs" mit 1:0, ehe Harry Kane per Strafstoß ausglich.

Einen Strafstoß bekam dann auch noch Arsenal, doch den parierte Hugo Lloris gegen Pierre-Emerick Aubameyang in der Nachspielzeit und verhinderte damit, dass der Abstand zwischen den beiden Mannschaft auf einen Punkt zusammenschmolz.

Negativlauf gestoppt

Auf der Homepage der "Spurs" wird Lloris seitdem groß gefeiert, Kane attestierte ihm einen "massive save" und huldigte den Keeper für das Erreichen der nächsten Karrierestufe. Lloris selbst äußerte sich ebenfalls hochzufrieden: "Ich freue mich, dass ich dem Team helfen konnte im Spiel zu bleiben. Es ist ein gutes Resultat, um unseren Negativlauf zu stoppen."

Kane überging in seinem Statement die äußerst dürftige Vorstellung in der ersten Hälfte und hob nach seinem 22. Saisontor das Positive hervor: "Es war eine grandiose zweite Halbzeit von uns, wir sind mit Kampfgeist aus der Kabine gekommen und wollten das Ding unbedingt umdrehen."

Fans wieder ins Boot geholt

Der Torjäger gab zu, dass die Tage seit dem Dortmund-Spiel nicht ganz einfach gewesen seien: "Es war eine harte Woche mit den Enttäuschungen gegen Burnley und Chelsea, aber wir haben gezeigt, dass wir zurückschlagen können. Mit dieser Leidenschaft, speziell in der zweiten Halbzeit, konnten sich unsere Fans identifizieren."

Die Worte zeigen, dass Tottenham bei weitem nicht so gefestigt in das Rückspiel am Dienstagabend (05.03.2019) in Dortmund geht, wie es das 3:0 von vor drei Wochen nahelegen könnte. Die Titelhoffnungen in der Premier League, die bis Anfang Februar durchaus noch vorhanden waren, sind inzwischen vom Tisch, auch die Teilnahme an der Königsklasse für die kommende Saison wackelt. Dazu ist die Zukunft von Pocchettino, der immer noch als Kandidat bei Manchester United gehandelt wird, offen: Der BVB steht mit seiner aktuellen Suche nach Halt nicht allein da.

Stand: 04.03.2019, 12:52

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