Zenit hat mit Wendel und Lovren hohe Ziele

Dejan Lovren (l.), Marcus Wendel (m.) und Sergei Bogdanowitsch Semak (r.)

Borussia Dortmunds Gegner Zenit St. Petersburg

Zenit hat mit Wendel und Lovren hohe Ziele

Zenit St. Petersburg steht nach der Auftaktniederlage gegen den FC Brügge in der Champions League schon unter Druck. Der russische Meister hat hohe Ziele. Und darf in Dortmund nicht wieder verlieren.

Die Enttäuschung bei Zenit St. Petersburg war vor Wochenfrist riesig, als die Auftaktpartie in der Champions League mit 1:2 gegen den belgischen Meister FC Brügge verloren ging. Der russische Meister war sich natürlich der Tatsache bewusst, dass die Auftaktpartie in der Gruppe mit Lazio Rom und Borussia Dortmund allergrößte Bedeutung haben würde. Mutmaßlich würde nur ein Sieg gegen das auf Augenhöhe verortete Brügge echte Chancen auf ein Weiterkommen in die K.o.-Phase ermöglichen.

Und tatsächlich agierte Zenit mindestens gleichwertig, schnürte die Belgier über weite Strecken der Partie sogar ein. Doch in der Nachspielzeit kassierte das Team von Trainer Sergej Semak das entscheidende Tor zum 1:2. Und jetzt wissen die Jungs des russischen Meisters ganz genau: In Dortmund dürfen sie sich nicht die nächste Pleite einfangen - sonst sind sie in der Gruppe mutmaßlich bereits chancenlos.

Lucien Favre: "Zenit hat unnötig verloren gegen Brügge" Sportschau 27.10.2020 00:42 Min. Verfügbar bis 27.10.2021 Das Erste

Brasilianer Wendel für viel Geld verpflichtet

Dabei hatte sich Zenit, das vom russischen Gaskonzern Gazprom großzügig finanziert wird, so viel vorgenommen für die Spielzeit. Für viel Aufregung sorgte St. Petersburg, als der Verein im Sommer mit dem Wechsel des Brasilianers Wendel den dicksten russischen Sommertransfer realisierte. Um die 20 Millionen Euro soll Zenit für den 23-Jährigen an Sporting Lissabon überwiesen haben. Zudem holte man für die Abwehr Dejan Lovren vom FC Liverpool. Kostenpunkt: 12 Millionen Euro.

Man wollte in der Champions League endlich einmal zumindest die Gruppenphase überstehen - mit diesem Druck muss auch Trainer Semak klarkommen. Der 65-malige russische Nationalspieler beendete seine aktive Karriere 2014 und wurde anschließend gleich Co-Trainer bei Zenit. Zwischenzeitlich war er sogar mal Interims-Cheftrainer, sammelte seine ersten Erfahrungen als Boss auf der Bank aber bei FK Ufa, das er 2017/18 überraschend in die Europa-League-Qualifikation führte.

Semak führt Zenit zu zwei Meistertiteln

Dieser Erfolg blieb auch Zenit nicht verborgen, so dass man Semak im Sommer 2018 zu Zenit zurückholte - als Cheftrainer. Und tatsächlich: Unter Semak holte Zenit sowohl 2019 wie auch 2020 den russischen Titel.

Im Sommer 2020 gelang sogar das Double, bei dem Zenit Schlagzeilen machte. Allerdings außerhalb des Rasens: Bei der Siegesfeier kam der Pokal zu Schaden, als er Kapitän Branislaw Ivanovic zu Boden fiel. Zenit entschuldigte sich per Twitter. Und Ivanovic suchte sich einen neuen Verein. Er spielt seit dieser Saison bei West Bromwich in England.

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oja | Stand: 27.10.2020, 17:41

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