Juventus und Paris feiern Gruppensiege

Juves Paulo Dybala bejubelt sein Tor

Die Champions League am Dienstag

Juventus und Paris feiern Gruppensiege

Juventus Turin hat sich als Gruppensieger fürs Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Paris St. Germain machte gegen Real am 5. Spieltag einen 0:2-Rückstand wett, ebenso wie Tottenham, das Piräus aber dann noch vier Tore einschenkte.

Juventus Turin tat Bayer Leverkusen in der Gruppe D einen großen Gefallen. Der Sieg des italienischen Rekordmeister am Dienstag (26.11.2019) gegen Atletico Madrid (1:0) durch ein Freistoßtor von Paulo Dybala (45.+2 Minute) lässt der Werkself, die zuvor bei Lokomotive Moskau 2:0 (1:0) gewonnen hatte, das Tor ins Achtelfinale offen. Ein Sieg zum Abschluss gegen Juve ist für Bayer allerdings Pflicht.

Gleichzeitig haben sich Thomas Tuchel und Paris St. Germain dank einer furiosen Schlussoffensive im Duell der Giganten mit Real Madrid den Gruppensieg in der Champions League gesichert. PSG erkämpfte sich im Estadio Bernabeu nach einem Zwei-Tore-Rückstand ein 2:2 (0:1) und hat vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Galatasaray Istanbul am 11. Dezember fünf Punkte Vorsprung auf die "Königlichen". Real hatte durch das 1:1 zwischen Istanbul und dem FC Brügge bereits vor dem Abpfiff den Achtelfinal-Einzug sicher.

In Madrid traf Karim Benzema (17./79.) doppelt für Real. PSG-Weltmeister Kylian Mbappé, an dem die Madrilenen großes Interesse zeigen sollen, gelang in der 81. Minute der Pariser Anschlusstreffer. Nur zwei Minuten erzielte Joker Pablo Sarabia (83.) den umjubelten Ausgleich. Eine andere Szene sorgte ebenfalls für Aufregung: Reals Torhüter Thibaut Courtois holte Mauro Icardi im Strafraum von den Beinen und sah die Rote Karte. Der Videobeweis jedoch ergab einen vorherigen Schubser im Mittelfeld - Schiedsrichter Artur Dias nahm Platzverweis und Elfmeter zurück (45.).

José Mourinho musste zittern

Zittern musste hingegen ein ganz Großer der Königsklasse: José Mourinho. Der Portugiese, der den FC Porto (2004) und Inter Mailand (2010) zum Champions-League-Titel geführt hatte, lag mit Tottenham Hotspur bei seinem Comeback gegen Olympiakos Piräus schnell 0:2 zurück, siegte aber noch mit 4:2 (0:2). Ein Punktgewinn beim FC Bayern München ist damit nicht mehr nötig. Manchester City hat das Achtelfinale nach einem 1:1 (0:0) gegen Schachtjor Donezk als Gruppensieger ebenfalls sicher. Nationalspieler Ilkay Gündogan erzielte das 1:0 (56.).

Mourinhos "Spurs" spielten gegen Olympiakos eine desolate erste Halbzeit, die Folge waren Gegentore durch Youssef El-Arabi (6.) und Ruben Semedo (19.). Der Anschlusstreffer von Dele Alli (45.+1) fiel Tottenham in den Schoß: Abwehrspieler Yassine Meriah hatte im Fünfmeterraum über den Ball getreten. Nach dem Seitenwechsel drehten Harry Kane (50./77.) und Serge Aurier (73.) die Partie zugunsten der Nord-Londoner.

ManCity nicht überzeugend

Nicht überzeugend, aber ausreichend war ManCitys Auftritt gegen Donezk. Debütant Atalanta Bergamo wahrte in der City-Gruppe seine Achtelfinal-Chance durch ein 2:0 (1:0) gegen Dinamo Zagreb.

Den Spielern des FC Brügge blieb nach dem Ausgleichstreffer gegen Galatasaray Istanbul (1:1) kurz der Jubel im Halse stecken. Der slowakische Schiedsrichter Ivan Kruzliak schickte in der Schlussphase der Champions League-Partie binnen einer Minute zwei Spieler des belgischen Vize-Meisters vom Platz. Torschütze Krepin Diatta riss sich nach seinem Treffer zum 1:1-Endstand das Trikot vom Leib und vergaß dabei offenbar, dass er bereits verwarnt war. Die Folge war die Gelb-Rote Karte für den Senegalesen.

Sein Mannschaftskollege Clinton trat bei der Jubelszene die Eckfahne um, so dass diese durchbrach. Für diese Beschädigung des Stadion-Inventars zückte der Schiri nochmals Gelb - für Clinton ebenfalls die zweite in dem Spiel.

sid/dpa | Stand: 26.11.2019, 23:14

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