Videobeweis macht aus einem 2:0 ein 1:1

Inters Stefan de Vrij (r.) foult Slavias Peter Olayinka

Champions League

Videobeweis macht aus einem 2:0 ein 1:1

Die Champions League ist dank des Videobeweises um eine Kuriosität reicher. Beim Spiel zwischen Slavia Prag und Inter Mailand stand es statt 2:0 für Inter plötzlich 1:1.

Es läuft die 35. Minute in Prag. Die Italiener führen mit 1:0, als sich Prags Abwehrspieler Michal Frydrych einen groben Abspielfehler erlaubt. Rund 25 Meter vor dem Tor spielt der Tscheche den Ball bei einem misslungenen Rückpass auf seinen Torhüter Ondrej Kolar genau in die Beine von Inters Lautaro Martinez. Der legt das Leder gedankenschnell quer rüber zu Romelu Lukaku - und der hat aus kurzer Distanz keine Mühe.

Während die Mailänder das vermeintliche 2:0 bejubeln, steht Schiedsrichter Szymon Marciniak im Kontakt zu seinem Videoschiedsrichter. Was normal ist, denn schließlich wird jedes Tor auf eine Abseitsstellung hin kontrolliert. Daraufhin schaut sich Marciniak das alles auch nochmal auf dem Video-Monitor in der Review-Area am Spielfeldrand an.

De Vrij foult Olayinka

Was danach passiert, ist kurios. Denn Marciniak nimmt den Treffer der Mailänder zurück und entscheidet stattdessen auf Strafstoß für Prag. Stefan de Vrij hatte nach Ansicht der Referees Prags Peter Olayinka in Inters Strafraum am Fuß getroffen - 23 Sekunden vor dem Treffer. Slavia-Kapitän Tomas Soucek verwandelt den Elfmeter, so steht es plötzlich nicht 0:2 sondern 1:1. Inters Proteste nutzen da wenig, das Schiedsrichterteam entscheidet regelkonform. In der Champions League hatte es nie zuvor einen solchen Fall gegeben.

vdv/sid/dpa | Stand: 28.11.2019, 08:30

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