FC Liverpool - Klopp feiert Keeper Alisson

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FC Liverpool - Klopp feiert Keeper Alisson

Es hat doch noch gereicht für Trainer Jürgen Klopp, der auf den letzten Drücker mit dem FC Liverpool das Achtelfinale der Champions League erreichte. Der Dank galt vor allem Keeper Alisson.

"Ich bin voll bis obenhin mit Adrenalin. Ich könnte das Zeug in Flaschen abfüllen", berichtete Klopp noch eine Stunde nach dem Abpfiff des entscheidenden letzten Gruppenspiels gegen den SSC Neapel.

Klopp wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte: Torwart Alisson. "Unglaublich", sagte der deutsche Coach, "das war wahrlich lebensrettend. Mir fehlen die Worte. So etwas habe ich noch nie gesehen." Jürgen Klopp, das muss hinzugefügt werden, übertrieb. Alissons "Wunderparade" (Daily Mirror) gegen Ex-Bundesliga-Profi Arkadiusz Milik in der 92. Minute hatte das 1:0 gegen den SSC Neapel und den Einzug der Reds ins Achtelfinale gerettet, gut, doch ihre Faszination entstand nicht aus der Torwartkunst, sondern aus der kaum steigerbaren Bedeutung der Szene.

Klopp hätte auch das Doppelte bezahlt

Jürgen Klopp gegen Neapel

Klopp jubelt nach dem Sieg gegen Neapel

Der Brasilianer stand glänzend, er wurde mehr oder weniger angeschossen - Liverpool war weiter, Ex-Bayern-Trainer Carlo Ancelotti stieg mit Napoli in die Europa League ab. Klopp war's gleich. "Keine Ahnung, wie Alisson das hingekriegt hat", sagte er über den teuersten Torwart der Welt, der für 62,5 Millionen Euro von AS Rom nach Liverpool gekommen war. Klopp, einst mal ein Verfechter der Vernunft auf dem Transfermarkt, beteuerte, er hätte mit Freude "das Doppelte bezahlt, wenn ich gewusst hätte, wie gut er ist".

Schließlich erhebt Alisson, wie auch der Independent mit unausgesprochenem Verweis auf dessen wackligen Vorgänger Loris Karius kommentierte, die Reds "zu einem Team ohne individuelle Schwächen". Und doch musste sich Klopp in der Abschlusstabelle der Gruppe C hinter einem alten Bekannten einreihen: Den ersten Platz schnappte sich Thomas Tuchel, der mit Paris St. Germain die Krone des europäischen Vereinsfußballs an sich reißen will.

Die Wucht der Pariser Stürmer

PSG siegte 4:1 bei Roter Stern Belgrad. Die Torschützenliste alleine zeigt die Wucht, mit der die katarischen Vereinsbesitzer endlich ganz nach oben vorstoßen wollen. Kylian Mbappe traf, Neymar traf, Edinson Cavani traf. Tuchel allerdings hob die Einheit der millionenschweren Mannschaft hervor. "Es ist eine Frage der Einstellung und Mentalität. Das haben die Jungs wunderbar gemacht", sagte der deutsche Trainer. Die Sportzeitung L'Equipe schrieb, PSG habe "im Hexenkessel das Feuer gelöscht".

Das war in Liverpool unmöglich. Die Magie der Anfield Road, davon war Klopp überzeugt, hatte Neapel wie viele andere in der langen Historie überwältigt. "Danke, Anfield", sagte Klopp, "es war unglaublich. Diese Atmosphäre ist dermaßen besonders. Ich könnte nicht stolzer auf euch alle sein." Dies galt in nochmals herausragendem Maße für Alisson Ramses Becker, 26, geboren im brasilianischen Novo Hamburgo.

Stand: 12.12.2018, 12:15

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