Champions League - Juventus setzt auf den Faktor Ronaldo

Cristiano Ronaldo von Juventus Turin

Achtelfinale gegen Atletico Madrid

Champions League - Juventus setzt auf den Faktor Ronaldo

Seit 1996 wartet Juventus Turin auf den Sieg in der Champions League. In dieser Saison soll es endlich wieder klappen. Genau dafür wurde Cristiano Ronaldo verpflichtet - auf den beim Start in die K.o.-Phase eine besondere Aufgabe wartet.

Ein wenig sieht es so aus, als läge seit 1996 ein Champions-League-Fluch über Juventus Turin. In jenem Jahr gewannen die Italiener zum bisher letzten Mal die Königsklasse, damals mit einem Sieg im Elfmeterschießen gegen Ajax Amsterdam im Endspiel von Rom. Danach gab es fünf Finalpleiten: 1997 gegen Borussia Dortmund, 1998 gegen Real Madrid, 2003 gegen den AC Mailand, 2015 gegen den FC Barcelona und 2017 wieder gegen Real Madrid.

Jetzt soll der wichtigste Vereins-Titel endlich wieder her. Dafür sicherte sich die "alte Dame" vergangenen Sommer die Dienste von Superstar Cristiano Ronaldo. Der Portugiese gewann in seiner Karriere die begehrte Trophäe bereits fünf Mal. Er ist es, der am Ende den Unterschied ausmachen kann. Mit Ronaldo ist man sich in Turin sicher, das so lange Ersehnte endlich zu schaffen.

In Italien kaum zu schlagen

Daheim in Italien dominiert das Team von Massimiliano Allegri die Liga seit Jahren. In der Serie A liegen sie derzeit 13 Punkte vor Verfolger SSC Neapel. Es gibt kaum jemanden, der an dem achten Titel in Folge zweifelt. Juve hat bisher noch kein Liga-Spiel verloren und nur drei Mal remis gespielt. Die Turiner sind zwar aus dem Pokal geflogen, aus einem Triple wird also nichts. Aber das Team der deutschen Spieler Sami Khedira, der wegen gesundheitlicher Probleme ausfallen wird, und Emre Can will vor allem die Königsklasse gewinnen.

Ronaldo zurück in Madrid

Am Mittwoch (20.02.2019) tritt Juventus im Achtelfinal-Hinspiel bei Atlético Madrid in Spanien an. Ronaldo ist besonders motiviert. Zum einem will er seine bislang magere Bilanz von nur einem Tor in dieser Spielzeit aufpolieren, zum anderen geht es zurück in die alte Heimat. Neun Jahre spielte er für Atléticos Stadtrivalen Real Madrid.

Die "Matrazenmacher" sind einer von Ronaldos Lieblingsgegnern. Gegen Atlético Madrid traf der fünffache Weltfußballer im Trikot von Real in 31 Spielen 22 Mal. Nur gegen den FC Sevilla (27) und den FC Getafe (23) war er häufiger erfolgreich.

 "Ein Ungeheuer"

Viele Juve-Fans reiben sich angesichts der Statistik wohl bereits im Voraus die Hände. "Gegen Atlético ist es sein Derby", schrieb die Zeitung "La Repubblica": "Bei Atlético sind sie unruhig, weil Ronaldo ihr Angstgegner ist." Das Madrider Sportblatt "Marca" schrieb, dass der Portugiese für Atlético eine Art Oger, ein menschenfressendes Ungeheuer sei: "Und der ist nun zurück."

Ronaldo wolle Real-Boss Florentino Pérez "unter die Nase reiben", dass es ein Fehler war, ihn im Sommer ziehen zu lassen, schrieb "Marca". Der Mann aus Madeira wolle deshalb in Madrid besonders glänzen und dann mit Juve nach den Triumphen mit Manchester United (1) und Real (4) seinen sechsten Titel in der Königsklasse holen. Er würde damit mit dem spanischen Rekordhalter Paco Gento gleichziehen und - auch und vor allem - Real entthronen.

 Auch Atlético besonders motiviert

Wie Ronaldo ist auch Atlético besonders motiviert. Das Finale findet nämlich am 1. Juni im heimischen Stadion Metropolitano statt. "Das ist ein extra Anreiz, wir werden alles geben", versprach Stürmer Antoine Griezmann. Nach drei Finalpleiten (davon zwei gegen Real mit Ronaldo) wollen sie sich den 7,5 Kilo schweren Pokal erstmals in die Klubvitrine stellen.

red/vdv/sid/dpa | Stand: 20.02.2019, 05:00

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