Finale der Champions League 2022 in München

Das sind die drei Finalorte 2021, 2022 und 2023 Sportschau 24.09.2019 01:08 Min. Verfügbar bis 24.09.2020 Das Erste

UEFA vergibt drei Finals der Champions League

Finale der Champions League 2022 in München

Die UEFA hat die Spielorte für die Champions-League-Endspiele 2021, 2022 und 2023 festgelegt. Das Finale 2022 findet in München statt.

Diese Entscheidung traf das UEFA-Exekutivkomitee am Dienstag (24.09.2019) bei seiner Sitzung in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana. Das Finale 2021 findet in Sankt Petersburg statt, im Jahr 2023 ist Wembley dran.

2021: Sankt Petersburg

Das Krestovsky-Stadion in Sankt Petersburg

Das Krestovsky-Stadion in Sankt Petersburg

Für das Finale 2021 hatte es zwei Interessenten gegeben: Sankt Petersburg in Russland und München. Die russische Stadt, die auch Schauplatz der WM 2018 war, wurde hier vorgezogen. Das Stadion in Sankt Petersburg hat 68.000 Plätze.

2022: München

Das Champions-League-Finale 2012 in München kurz vor dem Anpfiff

Das Champions-League-Finale 2012 in München kurz vor dem Anpfiff

Das Stadion München, wo 2012 das "Finale dahoam" mit der dramatischen Niederlage der Bayern gegen Chelsea stattfand, wurde dann aber mit dem Finale 2022 bedacht. Das Stadion in München bietet bei internationalen Spielen 70.000 Menschen Platz. "Wir freuen uns sehr darüber, dass wir nach 2012 auch im Jahr 2022 das Finale der UEFA Champions League in unserer Allianz Arena ausrichten dürfen", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Ich möchte mich im Namen des FC Bayern bei der UEFA und ihrem Präsidenten Aleksander Ceferin für das Vertrauen bedanken."

2023: Wembley

Das Wembley-Stadion in London

Das Wembley-Stadion in London

Der wohl traditionsreichste Ort des Weltfußballs wird 2023 100 Jahre nach der Errichtung des alten Wembley-Stadions Schauplatz des Endspiels um die Champions League werden. 90.000 Fans passen in den Neubau, der 2007 fertiggestellt worden ist und bereits 2011 und 2013 Gastgeber des Endspiels war.

Große Stadien gefragt

Mit allen drei Spielorten sind große Stadien ausgewählt worden. Wohl auch, um die Nachfrage nach Eintrittskarten zumindest etwas besser bedienen zu können. Alle drei Stadien sind außerdem Spielorte der EURO 2020. In Sankt Petersburg und München werden jeweils drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale ausgetragen. In Wembley finden neben drei Gruppenspielen und einem Achtelfinale beide Halbfinalspiele sowie das Endspiel um den EM-Titel statt.

Champions-League-Finale in Deutschland - Stuttgart, München, Berlin

Das Finale der Champions League 2022 findet in München statt - es ist dann das neunte Endspiel des Wettbewerbs in Deutschland. Und die bisherigen Spiele hatten es teilweise in sich.

Europapokal-Finale 1959 in Stuttgart

1959 - Stuttgart: Im Neckarstadion standen sich Real Madrid und Stade Reims gegenüber. Es war das vierte Finale im noch jungen Europapokal der Landesmeister, zum vierten Mal gewann Real Madrid. Enrique Mateos und Alfredo Di Stéfano trafen zum 2:0-Sieg für Madrid. Die beiden Meister aus Deutschland schieden zuvor aus: Der FC Schalke 04 scheiterte in der 1. Runde an den Wolverhampton Wanderers aus England, Wismut Karl-Marx-Stadt schied im Viertelfinale dramatisch im Entscheidungsspiel gegen die Young Boys Bern aus. Ein Akteur aus Deutschland war trotzdem im Finale dabei: Schiedsrichter Albert Dusch aus Kaiserslautern leitete die Partie.

1959 - Stuttgart: Im Neckarstadion standen sich Real Madrid und Stade Reims gegenüber. Es war das vierte Finale im noch jungen Europapokal der Landesmeister, zum vierten Mal gewann Real Madrid. Enrique Mateos und Alfredo Di Stéfano trafen zum 2:0-Sieg für Madrid. Die beiden Meister aus Deutschland schieden zuvor aus: Der FC Schalke 04 scheiterte in der 1. Runde an den Wolverhampton Wanderers aus England, Wismut Karl-Marx-Stadt schied im Viertelfinale dramatisch im Entscheidungsspiel gegen die Young Boys Bern aus. Ein Akteur aus Deutschland war trotzdem im Finale dabei: Schiedsrichter Albert Dusch aus Kaiserslautern leitete die Partie.

1979 - München: Im Olympiastadion besiegte die legendäre Mannschaft von Nottingham Forest um Trainer Brian Clough Malmö FF vor 57.000 Zuschauern mit 1:0. Effektiv: Nottingham verteidigte 1980 den Titel und gewann den Wettbewerb zum zweiten Mal, obwohl der Klub nur einmal englischer Meister wurde. Im Halbfinale war der 1. FC Köln knapp an Forest gescheitert (3:3/0:1), während Dynamo Dresden eine Runde zuvor gegen Austria Wien ausschied. Im Bild schießt Tony Woodcock auf das Tor von Malmö.

1988 - Stuttgart: Das Neckarstadion war 1988 nicht nur Schauplatz der Europameisterschaft, sondern auch des Endspiels um den Landesmeister-Pokal. Die PSV Eindhoven gewann nach einem 0:0 im Elfmeterschießen gegen Benfica Lissabon. Während Bayern München im Viertelfinale gegen Real Madrid ausschied, war für den BFC Dynamo schon in der 1. Runde gegen Girondins Bordeaux Schluss.

1993 - München: Das erste Finale nach der Umbenennung des Wettbewerbs in Champions League fand in München statt. Olympique Marseille gewann es gegen den AC Mailand, Basile Boli schoss das entscheidende 1:0. Ein besonderes Wiedersehen gab es außerdem: Marseilles Rudi Völler (im Kopfballduell links) traf auf Frank Rijkaard (rechts), der ihn im Achtelfinale der WM 1990 angespuckt hatte. Der Legende nach versöhnten sich beide erst 1996 bei einem gemeinsamen Frühstück in Bergisch Gladbach in der Nähe von Köln.

1997 - München: Das dritte Endspiel in München wurde zum großen Triumph für Borussia Dortmund. Noch vor der großen Finanzkrise des Klubs holte sich der BVB im Endspiel durch ein 3:1 gegen Juventus Turin den Titel und revanchierte sich damit für das verlorene UEFA-Cup-Endspiel vier Jahre zuvor. Lars Ricken wurde durch sein Tor zum 3:1 das Gesicht jenes Abends, Karl-Heinz Riedle hatte zuvor zwei Tore beigesteuert.

2004 - Gelsenkirchen: Auf Schalke gab es 2004 ein Finale mit ungewohnten Teilnehmern, als der FC Porto auf AS Monaco traf. Porto mit José Mourinho als Trainer gewann hochüberlegen mit 3:0. Mit Bayern München und dem VfB Stuttgart waren die beiden deutschen Vertreter im Achtelfinale ausgeschieden.

2012 - München: Eines der dramatischsten Endspiele wurde das "Finale dahoam" für die Bayern im neuen Münchner Stadion gegen Chelsea. Thomas Müllers Führungstor in der 83. Minute glich Didier Drogba für Chelsea noch aus (88.). In der Verlängerung hielt Chelseas Torwart Petr Cech noch einen Strafstoß von Arjen Robben. Im Elfmeterschießen sahen die Bayern auch zunächst wie die Sieger aus, bis Ivica Olic und Bastian Schweinsteiger vergaben.

2015 - Berlin: Juventus Turin stand 2015 zum fünften Mal innerhalb von 20 Jahren im Finale - und verlor zum vierten Mal. Das erste Finale in Berlin entschied der FC Barcelona dank der Tore von Ivan Rakitic, Luis Suarez und Neymar mit 3:1 für sich. Juves Treffer durch Alvaro Morata reichte nicht.

2022 - München: Es ist das fünfte Finale in München, die UEFA vergab das Endspiel 2022 in die Stadt. Für die Bayern die Chance, ein "Finale dahoam" mit besserem Ausgang als 2012 herbeizuführen.

Die Endspiele 2020 finden in der Champions League in Istanbul (Türkei) und in der Europa League in Gdansk (Polen) statt.

Videobeweis auch in der Europa League

Das Finale der Europa League 2021 findet in Sevilla im Stadion Ramon Sanchez-Pizjuan statt, während das Endspiel des UEFA Supercups im gleichen Jahr in Belfast/Nordirland ausgetragen wird. 

Der weiterhin umstrittene Videobeweis kommt in der laufenden Saison erstmals auch in der Europa League zum Einsatz. So wird der Video Assistant Referee (VAR) mit Beginn der K.o.-Runde im Februar im zweithöchsten Europapokal eingeführt. In der Champions League ist der VAR bereits seit der vergangenen Saison im Einsatz. 

Neue Europa Conference League

Weiterhin beschloss die UEFA, dass der dritte Europapokal "UEFA Europa Conference League" heißen wird. Bislang liefen die Planungen unter dem Arbeitstitel "Europa League 2". Die "Europa Conference League" wird unterhalb der Europa League angesiedelt und soll ab 2021 vor allem Klubs aus den kleineren Ligen die Möglichkeit auf Europapokalspiele geben. Die Einführung war bereits im Dezember 2018 beschlossen worden.

Aus der Bundesliga wird ein Klub dabei sein - vermutlich der jeweilige Bundesliga-Siebte der Vorsaison, sofern Deutschland unter den Top Vier der Fünfjahreswertung bleibt. Die Europa League wird von 48 auf 32 Mannschaften reduziert. Deutschland hätte dort nur noch zwei statt drei Teilnehmer und in der Champions League unverändert vier Starter.

Gespielt wird in der "Europa Conference League" und der Europa League donnerstags um 18.45 Uhr und 21.00 Uhr. Diese Anstoßzeiten gelten von 2021 an auch für die Königsklasse an deren Spieltagen am Dienstag und Mittwoch.

Stand: 24.09.2019, 17:00

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