Siegpflicht für Tuchel mit PSG

Thomas Tuchel, Kylian Mbappé

Champions League gegen Roter Stern Belgrad

Siegpflicht für Tuchel mit PSG

Heimspiel pur für Thomas Tuchel und Paris Saint-Germain: Der französische Meister tritt im Prinzenpark gegen Roter Stern Belgrad an, das wegen einer Strafe ohne Fans auskommen muss. Umso mehr ist ein Sieg für PSG am zweiten Spieltag der Champions League Pflicht.

"Ein sehr bekannter Sportsmann hat gesagt: Die Niederlage ist unterbewertet, weil man so viel daraus lernen kann", sagte Tuchel bei der Pressekonferenz vor der Partie am Mittwoch (03.10.18), die schon um 18.55 Uhr angepfiffen wird.

Das in der Nachspielzeit mit 2:3 verlorene Spiel beim FC Liverpool sei für Paris hart gewesen, aber eben nur die erste Partie in der Gruppenphase. "Danach haben wir eine sehr, sehr gute und eindrucksvolle Antwort gegeben."

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Champions League hat Priorität

Die Pariser empfangen Belgrad im heimischen Prinzenpark-Stadion, die Gäste durften wegen einer Strafe des europäischen Fußballverbandes UEFA keine Eintrittskarten an seine äußerst stimmungsvollen Fans verkaufen.

Dass es der Topmannschaft aus dem Land des Weltmeisters vor allem auf die Champions League ankommt, ist allen klar. Gerade erst sagte der argentinische PSG-Spieler Ángel Di Maria dem Sender TF1, er glaube, dass Tuchel nach Paris gekommen ist, um die Champions League zu gewinnen.

Traumstart in der Liga

Abgesehen von der Auswärtsniederlage in Liverpool mit seinem deutschen Trainer-Konkurrenten Jürgen Klopp legte Tuchel in Paris einen Traumstart hin. Am Samstag (29.09.18) fuhr PSG den achten Ligasieg im achten Spiel ein und stellte so einen 82 Jahre alten Rekord von Olympique Lyon ein. Der frühere Trainer von Borussia Dortmund probierte bereits vier verschiedene Systeme aus und setzte insgesamt 25 Spieler ein, wie die Zeitung "Le Parisien" auflistete.

Er gibt jungen PSG-Eigengewächsen Spielzeit und punktet mit einem offenen, lockeren Auftreten. "Man ist weit weg von diesem auf der anderen Seite des Rheins gezeichneten Porträt eines autoritären oder sogar militärischen Trainers", bilanzierte die Zeitung "L'Équipe". Der Titel ihres Textes: "Tuchel - L'arme du charme" - "die Waffe des Charmes".

Vertrauen statt Kontrolle

Tuchel setzt auf ein gutes Verhältnis zu seinen Spielern, um sie auf Kurs zu bringen. Laut dem Blatt soll er Soda-Drinks und Sandwiches nach dem Training verboten haben - statt ständiger Kontrollen der Regel setze er aber auf Vertrauen.

Nach dem Dämpfer gegen Liverpool hatte Tuchel denn auch herausgestellt, dass er in Paris erst am Anfang stehe. Er hob positiv hervor, dass sein Team sich nach dem 0:2-Rückstand an der Anfield Road aufgebäumt und zwischenzeitlich ausgeglichen habe.

Tuchel drängt darauf, dass seine Spieler schneller ins Pressing und Gegenpressing kommen. Mit der geistigen Verfassung seiner Spieler beim jüngsten 3:0-Ligasieg in Nizza sei er sehr zufrieden gewesen. "Wir fangen an, sehr gut als Team zu spielen, unser Spiel aufzuzwingen", sagte der brasilianische Superstar Neymar nach der Partie. Nun muss PSG diese Qualität auch in der europäischen Eliteliga nachweisen.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 03.10.18, 22.50 Uhr

dpa/red | Stand: 03.10.2018, 09:30

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