Medienberichte - Topklubs einig über Champions-League-Reform

 Pokal der Champions League vor dem Finale in Lissabon

UEFA-Sitzung

Medienberichte - Topklubs einig über Champions-League-Reform

Der Weg für die Reform der Champions League ist offenbar frei: Nach Medienberichten haben die einflussreiche Vereinigung der Topklubs ECA und die UEFA-Kommission für Klubwettbewerbe (CCC) den Plänen zugestimmt, schon vor der entscheidenden Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees am Montag (19.04.2021).

Das UEFA-Exekutivkomitee, in dem unter anderem DFB-Vizepräsident Rainer Koch sitzt, muss die Reform in der Sitzung am Montag absegnen. Nach übereinstimmenden Informationen mehrerer Medien haben die beteiligten Vertretungen der Topklubs, neben der UEFA-Kommission für Klubwettbewerbe vor allem die einflussreiche ECA, vorab Einigung über die geplante Reform erzielt.

Eine Reaktion der UEFA gab es zunächst nicht. Wegen eines Dissens mit den mächtigen Vereinen hatte der Kontinentalverband den ursprünglich Ende März geplanten Beschluss auf die anstehende Exekutivsitzung am kommenden Montag verschoben. In der UEFA-Exekutive sitzen zwei Vertreter der ECA, darunter deren Chef Andrea Agnelli von Juventus Turin. Mitglied der UEFA-Kommission für Klubwettbewerbe ist unter anderem Fernando Carro von Bayer Leverkusen.

Aufstockung auf 36 Klubs soll kommen

Vor allem beim künftigen sportlichen Format haben die großen europäischen Klubs den Medienberichten zufolge die wesentlichen Punkte der Reform abgesegnet. Die Pläne sehen eine Aufstockung der Champions League von 32 auf 36 Teams vor. Die zusätzlichen Startplätze sollen einerseits an den Tabellendritten aus Frankreich und den Meister einer kleineren Liga gehen.

Gespielt werden soll künftig nicht mehr in acht Vorrundengruppen, sondern in nur einer Liga, nach dem sogenannten "Schweizer Modell". Die Zahl der Partien pro Saison würden damit nochmals deutlich ansteigen.

Zwei Extra-Startplätze als Hintertürchen für die Topklubs

Die weiteren zwei Extrastarter werden künftig wohl über eine Zehn-Jahres-Rangliste der Klubs vergeben. So könnten die großen Namen, die in ihrer nationalen Liga eine Champions-League-Platzierung verpassen, dank Erfolgen vergangener Tage dennoch in die Königsklasse rutschen - dies war eine erklärte Forderung der ECA: Sollte ein prominenter Klub mal straucheln, wie aktuell der FC Liverpool, wäre damit dennoch künftig ein Hintertürchen in die Königsklasse offen.

Viele kleinere Klubs und zahlreiche Fangruppierungen hatten sich zuletzt klar gegen die Reformpläne ausgesprochen. Die Reform des Champions-League-Formats soll im Sommer 2024 in Kraft treten.

red/sid | Stand: 17.04.2021, 09:00

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