Champions League - die überraschendsten Halbfinalisten

Panathinaikos Athen (grün) im Champions-League-Halbfinale der Saison 95/96 gegen Ajax Amsterdam

Ajax und Tottenham im Semifinale

Champions League - die überraschendsten Halbfinalisten

Mit Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur stehen zwei Außenseiter im Halbfinale der Champions League. Es sind nicht die ersten Teams, mit denen dort niemand gerechnet hat.

In der Saison 1995/96 standen gleich zwei Überraschungsteams im Halbfinale der Königsklasse: Panathinaikos Athen und der FC Nantes. Beide Teams hatten sich in der Gruppe A durchgesetzt, und dann war ihnen im Viertelfinale das Losglück hold. Die Griechen setzten sich gegen Legia Warschau durch, die Franzosen schalteten Spartak Moskau aus. Zum Außenseiterduell im Halbfinale kam es dann aber nicht, sodass am Ende die Favoriten Ajax Amsterdam und Juventus Turin im Endspiel standen.

Dynamo Kiew schaffte es 1998/99 ins Halbfinale. Dabei sorgten die Ukrainer im Viertelfinale für eine Sensation und warfen Real Madrid aus dem Wettbewerb. Im Halbfinale war dann aber gegen Bayern München Endstation. Star des damals aufstrebenden Teams war der junge Andrij Schewtschenko.  

Leeds United setze sich in der Saison 2000/01 in der Gruppenphase gegen den FC Barcelona durch und marschierte dann durch einen Viertelfinalsieg gegen Deportivo La Coruna ins Halbfinale durch. Dort war es dann aber vorbei mit der Erfolgsserie gegen spanische Klubs. Gegen den FC Valencia endete der Traum von der Finalteilnahme.  

Leverkusens Zé Roberto (r.) gegen Manchesters Paul Scholes im Halbfinale der Champions League 01/02

Leverkusens Zé Roberto (r.) gegen Manchesters Paul Scholes im Halbfinale der Champions League 01/02

In der Spielzeit 2001/02 hatte wohl niemand Bayer Leverkusen auf dem Zettel. Doch die "Werkself" spielte eine tolle Vorrunde, in der sie den FC Arsenal, Deportivo La Coruna und Juventus Turin hinter sich ließ und im Viertelfinale sogar den großen FC Liverpool ausschaltete. Nach zwei Halbfinal-Unentschieden gegen Manchester United kam das Team um Michael Ballack dank der Auswärtstorregel sogar ins Finale, scheiterte dort aber an Real Madrid.

Die Saison 2003/04 war die Saison der Außenseiter. Mit Deportivo La Coruna, dem FC Porto und der AS Monaco standen dort gleich drei Teams, die man dort nicht so erwarten durfte. Das Endspiel  zwischen Porto und Monaco war damals das Sensations-Finale schlechthin. Am Ende gewannen die Portugiesen mit Trainer José Mourinho.

Ein wenig Losglück war dabei, doch das soll den Erfolg der PSV Eindhoven in der Saison 2004/05 nicht schmälern. In der Vorrunde ließen die Niederländer Panathinaikos Athen und Rosenborg Tondheim hinter sich, danach warfen sie Monaco (Achtelfinale) und Lyon (Viertelfinale) aus dem Cup. Erst im Halbfinale war dann gegen den AC Mailand Endstation.

Londons Jens Lehmann (l.) ist vor Villareals Juan Pablo Sorin (r.) am Ball im Halbfinale der Champions League 05/06

Londons Jens Lehmann (l.) ist vor Villareals Juan Pablo Sorin (r.) am Ball im Halbfinale der Champions League 05/06.

In der Gruppenphase der Saison 2005/06 setzte sich der FC Villarreal immerhin gegen Benfica Lissabon und Manchester United durch. Im Duell mit den Glasgow Rangers im Achtelfinale und Inter Mailand im Viertelfinale half jeweils die Auswärtstorregel. Erst in der Vorschlussrunde scheiterte das "gelbe U-Boot" am FC Arsenal.

2009/10 hieß der Überraschungs-Halbfinalist Olympique Lyon. Dabei kamen die Franzosen erst über die Playoffs in die Gruppenphase. Dort setzen sie sich dann gegen den FC Liverpool durch und schalteten im Achtelfinale sensationell Real Madrid aus. Mit einem Erfolg im rein französischen Viertelfinale gegen Girondins Bordeaux ging es dann ins Semifinale, wo der FC Bayern München die Cup-Träume beendete.  

Kyriakos Papadopoulos (l.) gegen Manchesters Wayne Rooney (r.) im Halbfinale der Champions League 10/11

Kyriakos Papadopoulos (l.) gegen Manchesters Wayne Rooney (r.) im Halbfinale der Champions League 10/11

Der FC Schalke versetzte 2010/11 die europäische Konkurrenz ins Staunen. In der Gruppenphase hießen die Gegner Lyon, Benfica Lissabon und Hapoel Tel Aviv, im Achtelfinale setzten sich die "Knappen" gegen Valencia durch. Im Viertelfinale wartete dann in Titelverteidiger Inter Mailand ein echtes Schwergewicht. Mit 5:2 triumphierten die Schalker im Hinspiel in Italien und gewannen auch das zweite Duell. Erst im Halbfinale war dann Manchester United eine Nummer zu groß.

Die AS Monaco hatte zwar schon in früheren Jahren große Erfolge in der Champions League gefeiert, in der Saison 2016/17 war der Halbfinal-Einzug aber eine faustdicke Überraschung. Und die Reise war lang, denn die Franzosen kamen erst über den Platzierungsweg (gegen Fenerbahce Istanbul) und die Playoffs (gegen Villarreal) in die Gruppenphase. Dort hatten unter anderem Leverkusen und Tottenham das Nachsehen. Die Erfolge gegen Manchester City im Achtelfinale und Borussia Dortmund im Viertelfinale waren dann schon kleine Fußball-Sensationen. Erst im Halbfinale gegen Juventus Turin war Schluss.

vdv | Stand: 30.04.2019, 10:25

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