AS Rom - Nach der Schmach ist vor Porto

Javier Pastore (l.)

Champions League, Achtelfinale

AS Rom - Nach der Schmach ist vor Porto

Von Marcus Bark

Der Vorsprung ist knapp, die Gemütslage äußerst bescheiden: Nach der schmachvollen Niederlage im Stadtderby gegen Lazio reist AS Rom angeschlagen zum FC Porto. Vor dem Rückspiel im Achtelfinale der Champions League wird in Italien schon über eine Ablösung des Trainers spekuliert.

Zwei Niederlagen stehen für die Roma in den vergangenen zehn Pflichtspielen zu Buche. Das ist ziemlich weit von einer überragenden Formkurve entfernt, zumal auch zwei Spiele unentschieden ausgingen, aber noch ganz okay. Allerdings schmerzen die Niederlagen so sehr, vor allem die am vergangenen Spieltag der Serie A, dass die trübe Stimmung unter den "Giallorossi" nachzuvollziehen ist. Die Roma ging im Derby gegen Lazio mit 0:3 ein, das war noch viel schlimmer als ein paar Wochen zuvor das 1:7 im Viertelfinale des Pokals gegen AC Florenz.

Ob seine Spieler mit dem Kopf schon beim Spiel gegen den FC Porto gewesen seien, wurde Eusebio Di Francesco gefragt. "Es kann nicht sein, dass ein Derby gering geschätzt wird", antwortete der Trainer. Die Art und Weise, wie seine Mannschaft gespielt habe, sei eher ein Problem der mentalen Stärke gewesen. Erhebliche Schwankungen während des Spiels machte der Trainer als Ursache für die Niederlage aus.

In der Liga nur Fünfter

Eusebio Di Francesco auf dem Spielfeld beim Spiel gegen Barcelona

Eusebio Di Francesco trainiert die Roma seit 2017.

Di Francesco trainiert die Roma seit 2017. In der vergangenen Saison erreichte er mit ihr das Halbfinale in der Champions League, wurde Dritter in der Serie A. In dieser Saison ist die erneute Teilnahme an der Eliteliga in Gefahr, denn die "Giallirossi" sind derzeit Fünfter, drei Punkte hinter Inter, vier hinter AC Mailand.

Nachfolger steht wohl schon bereit

Der 49 Jahre alte Trainer, der früher selbst für die Roma spielte, geriet angeblich schon mehrmals in Gefahr, seinen Job zu verlieren. Nun soll es bei einem Ausscheiden in der Champions League so weit sein, berichten italienische Medien.

Sie haben sogar schon einen Nachfolger parat, Paulo Sousa, der als Spieler mit Borussia Dortmund mal die Champions League gewann und im Oktober 2018 als Trainer des chinesischen Klubs Tianjin Quanjian seinen Arbeitsvertrag auflöste.

Knapper Vorsprung

Er hätte also Zeit, sich am Mittwoch (06.03.2019) auf die Tribüne des Estádio do Dragão zu setzen, um sich die Partie zwischen dem FC Porto und AS Rom anzuschauen. Geht es nach den italienischen Medien wird er das auch tun.

Der Vorsprung der Roma ist knapp. Im Hinspiel schoss der erst 19 Jahre alte Nicolò Zaniolo, der als künftiger Star angesehen wird, die ersten beiden Tore des Spiels, dann verkürzte Porto in der 79. Minute auf 1:2.

Bittere Pleite auch für Porto

Worauf die Roma zählen kann: Auch der Gegner hat eine Niederlage zu verdauen. Es war kein Derby, es war mehr als das, was zuletzt mit 1:2 verloren ging: Es war das Spiel gegen den Erzrivalen Benfica, der nun die Tabelle der portugiesischen Liga mit zwei Punkten Vorsprung anführt.

Stand: 06.03.2019, 07:00

Darstellung: