BVB: Grund zur Sorge oder normale Phase?

Favre: "Das 0:1 war ein Geschenk" Sportschau 14.02.2019 00:47 Min. Verfügbar bis 14.02.2020 Das Erste

BVB: Grund zur Sorge oder normale Phase?

  • BVB nach 0:3 in Tottenham vor dem Champions-League-Aus.
  • Mario Götze beschwört Heimstärke: "Es ist noch alles möglich."
  • Lucien Favre sieht trotz Abwärtstrend "normale Phase".

Roman Bürki verspürte am Mittwochabend (13.02.2019) wenig Lust auf diplomatische Worte. Aus Frust über den schwachen Auftritt seiner Mannschaft beim 0:3 (0:0) im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Tottenham Hotspur redete der Torhüter von Borussia Dortmund Tacheles.

"Immer wenn es gegen robuste Mannschaften geht, haben wir Schwierigkeiten, weil wir nicht dagegenhalten können. Das müssen wir auf jeden Fall verbessern", klagte der Schweizer.

BVB-Lizenzspielerchef Kehl: "Wir werden uns berappeln" Sportschau 14.02.2019 01:15 Min. Verfügbar bis 14.02.2020 Das Erste

Götze sieht "Kleinigkeiten, die wir abstellen müssen"

Andere Töne waren von Mario Götze zu hören. "Wir sind zu Hause eine Macht. Es ist noch alles möglich", sagte Mario Götze mit Blick auf das Rückspiel am 5. März. Es seien "nur Kleinigkeiten, die wir abstellen müssen."

Der BVB hat seine defensive Stabilität verloren, zuletzt war das auch zweimal im eigenen Stadion zu beobachten. Seit vier Spielen warten die Dortmunder wettbewerbsübergreifend auf einen Sieg, zuletzt gab es in drei Begegnungen jeweils drei Gegentore.

Naive Abwehrarbeit aus Hälfte zwei verheißt nichts Gutes

Die beiden Dortmunder Axel Witsel (M.) und Ömer Toprak (r.) stehen konsterniert auf dem Londoner Rasen, während Tottenhams Spieler jubeln.

Die beiden Dortmunder Axel Witsel (M.) und Ömer Toprak (r.) sind konsterniert.

Vor allem das naive Defensivverhalten, das die Borussen in London vor allem im zweiten Abschnitt an den Tag legten, verheißt wenig Gutes. Mehr noch als beim Aus im DFB-Pokal gegen Bremen (2:4 i.E.) oder dem 3:3 gegen Hoffenheim bekam der BVB im Londoner Wembley Stadion binnen einer Woche die Grenzen aufgezeigt. "Es war eine sehr schmerzhafte Niederlage", bekannte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl und bezeichnete die Ausgangslage für das Rückspiel am 5. März gegen die "Spurs" als sehr bescheiden.

Favre misst Abwärtstrend keine große Bedeutung bei

Trainer Lucien Favre war ebenfalls enttäuscht: "Es ist schwer, dieses Ergebnis nach der guten ersten Halbzeit zu akzeptieren." Doch bei allem Frust will er dem unverkennbaren Abwärtstrend nicht zu viel Bedeutung beizumessen. "Ich mache mir keine Sorgen. Solche Phasen gehören in einer Saison dazu, dann läuft es nicht top."

Favre: "Ich mache mir keine Sorgen"

Sportschau 14.02.2019 00:44 Min. Verfügbar bis 14.02.2020 ARD

Ähnliche Worte hörte man von Kehl: "Natürlich ist in der Mannschaft Enttäuschung zu spüren. Dennoch lassen wir uns nicht von unserem Weg abbringen." Der einstige BVB-Profi verwies auf die Ausfälle von Leistungsträgern wie Marco Reus, Manuel Akanji, Lukasz Piszczek, Julian Weigl und Paco Alcácer. "Uns fehlen einfach die Stabilisatoren."

Stabilisator Akanji wieder im Training

Mit Manuel Akanji ist einer unter der Woche wieder ins Training zurückgekehrt, der der Abwehr wieder die aus der Hinrunde gewohnte Stabilität verleihen kann. Der 23-Jährige fehlt seit knapp zwei Monaten wegen einer Hüftverletzung und wird in absehbarer Zeit wieder im Kader stehen.

Stand: 14.02.2019, 10:28

Darstellung: